Gasteiner Bergbahnen liebäugeln mit alpinem Ski-Weltcup

Gasteiner Bergbahnen liebäugeln mit alpinem Ski-Weltcup
Die Gasteiner Bergbahnen liebäugeln mit dem alpinen Ski-Weltcup. Vor wenigen Wochen haben sie ein Investitionspaket von 80 Mio. Euro auf der Schlossalm zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht, das eine Weltcup-taugliche Piste bis zum Parkplatz im Tal vorsieht.

“Sie ist sehr gut für Super-G oder Riesentorlauf geeignet”, so Vorstand Franz Schafflinger am Donnerstag vor Journalisten.

Skigebiet braucht Modernisierung

Hauptgrund für die Maßnahmen ist aber nicht ein internationales Skirennen, sondern weil das 1946 eröffnete Skigebiet zahlreiche Optimierungen benötigt. So soll die Standseilbahn vom Tal bis zur Mittelstation abgetragen und durch eine Einseilumlaufbahn ersetzt werden, die bis zur Bergstation weitergeführt wird und dadurch den Wintersportlern das Umsteigen mit neuerlichem Anstellen auf halber Strecke erspart. Außerdem kommt es zu einer Kapazitätssteigerung von 1.400 auf 3.000 beförderte Personen pro Stunde. Auch die Bergstation wird leicht versetzt, so dass dann in drei Richtungen abgefahren werden kann und nicht nur in eine. Unterm Strich wird es letztlich trotzdem einen Lift weniger und mehrere neue Abfahrten geben. Gute 20 Hektar Pistenfläche zusätzlich machen die UVP notwendig.

Talstation Bad Hofgastein wird neu

Völlig neu wird auch die Talstation in Bad Hofgastein errichtet, die auf den bestehenden Parkplatz verlegt wird. Dadurch müssen die Gäste dann nicht mehr auf dem Weg zum Lift die Bundesstraße durch eine Unterführung queren. Die verlorengegangenen Stellplätze sollen durch ein dreigeschoßiges Parkdeck ersetzt werden. Investiert wird auch in einen zusätzlichen Speicherteich für 150.000 Kubikmeter Wasser, wodurch weitere 39 Hektar Piste beschneit werden können.

 

Direktor Wolfgang Egger und Direktor Franz Schafflinger bei der Pressekonferenz. Foto: Neumayr/MMV Direktor Wolfgang Egger und Direktor Franz Schafflinger
bei der Pressekonferenz. Foto: Neumayr/MMV ©

Pistenbauten starten im Sommer

Schafflinger zeigte sich zuversichtlich, dass das UVP-Verfahren bis Sommer 2015 abgeschlossen ist und noch im selben Sommer die Pistenbauten durchgeführt werden können. Im Jahr darauf soll dann der Austausch der Seilbahnen erfolgen, so dass der Betrieb mit der Saison 2016/17 nach den neuen Plänen funktioniert. Weltcup-tauglich wird die Piste ins Tal aber erst voraussichtlich 2019. Dazu ist nämlich eine Pisten-Überführung über die ÖBB-Tauernbahn nötig, und für dieses Jahr sei eine dazu erforderliche dreiwöchige Sperre der Bahnstrecke zu erwarten, sagte Schafflinger. Eine zweite Überführung wird es auch über die Bundesstraße geben, das Parkareal würde dann zum temporären Zielraum.

Bergbahnen investieren 80 Mio. Euro

Das 80 Mio. Euro schwere Paket macht den Großteil des Investitionsplanes der Bergbahnen für die kommenden zehn Jahre aus, das in Summe 126 Mio. Euro beträgt. Dieser Betrag soll zum Teil aus dem Cashflow, zum Teil über neue Darlehen und zum Teil mit Eigenkapital (26 Mio. Euro) aufgebracht werden, sagte Direktor Wolfgang Egger.

 

(APA)

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