Salzburg24.at » Pongau http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Mon, 02 Mar 2015 18:51:27 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 AK erstreitet 22 Millionen Euro für Arbeitnehmer http://www.salzburg24.at/ak-erstreitet-22-millionen-euro-fuer-arbeitnehmer/4252688 http://www.salzburg24.at/ak-erstreitet-22-millionen-euro-fuer-arbeitnehmer/4252688#comments Mon, 02 Mar 2015 16:48:53 +0000 http://4252688

Die Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Salzburg ist Kernaufgabe der Arbeiterkammer. Was die Arbeitsrechts-Beratung der AK hier in der Stadt Salzburg und den Bezirken leistet, spricht für sich: 2014 wurde fast 80.000 Mal persönlich, telefonisch und per Mail beraten. Etwa 15.000 Mal kamen Betroffene direkt in die AK vor Ort. Den Löwenanteil machte die telefonische Hilfe aus: Über 62.000 Beratungen. Per E-Mail kamen im vergangenen Jahr knapp 2.000 Anfragen. "Dieser Bereich wächst am stärksten. Die Probleme werden immer komplexer. Teilweise sind Bündel an Dokumenten angehängt. Bei einfachen Fragen informieren sich viele Arbeitnehmer schon selbst über die AK-Webseite oder Broschüren. Wird es diffizil, sind unsere Juristen wichtiger denn je", weiß Abteilungsleiter Heimo Typplt.

Salzburger leisten 22 Mio. Überstunden jährlich

"Vertreter der Wirtschaft und Industrie rufen wieder verstärkt nach weniger Regeln und mehr Flexibilität. Viele Arbeitnehmerrechte sind ihnen ein Dorn im Auge", sagt AK-Präsident Siegfried Pichler. Dabei werden sie schon jetzt oft nicht eingehalten. Das führt unter anderem zu psychischem Druck. 30 Prozent aller Arbeitnehmer sind diesbezüglich belastet – vor allem Beschäftigte, die nicht in einer Führungsposition sind. „Das ist auch für unsere Berater eine Herausforderung“, sagt Heimo Typplt. Die Ursachen: Zeitdruck, monotone Arbeit, unsichere Zukunft. „Es braucht deshalb vor allem einen Ausbau und teils eine bessere Abstimmung der Rechtssicherheit für Arbeitnehmer. Wünschen wie dem zwölf Stunden Tag erteilen wir eine klare Absage. Wird das ausgereizt, sind psychische Ausfälle und das Unfallrisiko vielfach erhöht. Das schadet Arbeitnehmern und Wirtschaft", so der AK-Präsident. Salzburgs Arbeitnehmer leisten schon jetzt rund 22 Millionen Überstunden pro Jahr, jede vierte unbezahlt – die betreffenden Unternehmer ersparen sich so auf unfaire Weise 70 bis 100 Millionen Euro.

Arbeiterkammer führte knapp 1.000 Verfahren

Außergerichtlich erkämpfte die AK-Rechtsberatung 1.038.764 Euro durch Interventionen. Ging es vor Gericht, war die AK der Garant dafür, dass die Mitgliedert zu ihrem Recht kommen. 952 Verfahren wurden 2014 geführt, die meisten davon gewonnen, oder es kam zu einem für die Arbeitnehmer günstigen Vergleich. Den Betroffenen brachte das 3,5 Millionen Euro. Verloren hat die AK nur 29 Fälle – das sind nicht einmal drei Prozent.

Auch wenn 2014 keine großen Unternehmen in den Konkurs rutschten, kamen doch viele kleine und mittlere Unternehmen in eine finanzielle Schieflage. 9,3 Millionen Euro wurden von der AK beim Insolvenzentgeltsicherungsfonds im Sinne der betroffenen Mitarbeiter geltend gemacht.

Direkt in die Wirtschaft zurück fließen die Steuergutschriften, die Salzburger im Rahmen des Steuerlöschers und der AK-Lohnsteuerberatung beim Finanzministerium geltend machen. Über 12.000 Mal wurde bezüglich der Arbeitnehmerveranlagung beraten. 7,9 Millionen Euro kamen dabei heraus – rund 650 Euro pro Beratung. "Alle Bereiche der AK-Rechtsabteilung haben fast 22 Millionen Euro für die Menschen im Bundesland herausgeholt", so Heimo Typplt.

Diese Themen bewegen aktuell besonders:

  • Immer mehr Arbeitgeber drängen auf eine Einvernehmliche Auflösung, zum Beispiel bei Krankenständen – und stellen dann mitunter später wieder ein. In einem Fall besuchte ein Chef den Mitarbeiter nicht für gute Wünsche vor einer Mandeloperation, sondern mit einer Einvernehmlichen Auflösung zum Unterschreiben. Dazu die (nur) mündliche Zusage einer Wiedereinstellung nach der Genesung. Der Arbeitnehmer habe ja keinen Nachteil, weil er Krankengeld erhalte. So wurde das Entgeltfortzahlungsrisiko vollständig auf den Krankenversicherer übertragen. Die AK klagte. Das Gericht erklärte das Vorgehen des Unternehmers für nichtig. Das an und für sich gute Instrument wird so ad absurdum geführt. Immerhin jedes vierte Dienstverhältnis wird bereits einvernehmlich aufgelöst. Die „Einvernehmliche“ schafft prinzipiell mehr Flexibilität, was den Zeitpunkt des Endes eines Dienstverhältnisses betrifft. In Wahrheit umgehen manche Arbeitgeber mit dem oben erwähnten oder einem ähnlichen Vorgehen aber vor allem ihre Pflicht, das Entgelt fortzuzahlen. Stattdessen muss die Krankenkasse einspringen: Dem Betroffenen steht dann in der Regel weniger Geld zu – und die Versicherungsgemeinschaft brennt, nicht der unlauter agierende Betrieb. "Gäbe es wieder einen Fonds zum Fortzahlen des Entgelts – er wurde im Jahr 2000 abgeschafft – dann wäre gar kein Anreiz mehr für die Arbeitgeber da, sich um diesen Beitrag zu drücken", so Siegfried Pichler. Und: "Es muss wie im Konsumentenschutz ein Rücktrittsrecht von einvernehmlichen Auflösungen geben, wenn ein Arbeitnehmer zum Beispiel im Krankenbett überrumpelt wird!"
  • Viele Fälle in der AK-Rechtsberatung drehen sich auch um die so genannte Auflösungsabgabe. Der Dienstgeber muss bei Auflösung eines Dienstverhältnisses zahlen: 2015 sind das 118 Euro. So soll vor allem kurzfristiges an- und abmelden bei der Sozialversicherung verhindert werden. Viele Dienstgeber wälzen diesen Betrag auf ihre Arbeitnehmer ab – gerade bei einvernehmlichen Auflösungen. Auch die "Kündigung unter Verzicht auf die Kündigungsfrist" ist in diesem Fahrwasser im Kommen. Nicht zuletzt werden durch die Regelung immer mehr Dienstverträge auf ein halbes Jahr befristet, denn dann fällt die Gebühr nicht an. Eine Ausnahme, die der Tourismus für seine Saisonniers in das Gesetz hineinreklamiert hat. Ein Chef ließ zum Beispiel  alle seine Mitarbeiter nach Einführung des Gesetzes zur Auflösungsabgabe nachträglich einen entsprechenden Zusatz zum Dienstvertrag unterschreiben, dass alle jetzt auf ein halbes Jahr befristet seien. "Wäre die Auflösungsabgabe für längstens vier Wochen direkt an die vom AMS bezahlte Arbeitslosenunterstützung gekoppelt, dann würden diese Probleme aufhören: Löst nämlich der Arbeitnehmer auf, fällt sie überhaupt nicht an, weil er in diesem Fall auch für vier Wochen keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Auch einer „Einvernehmlichen“ entfiele sie, wenn der Arbeitnehmer sofort einen neuen Job hat. Das Gesetz könnte so sehr vereinfacht werden. Die Abgabe käme genau dem Bereich zu, für den sie gedacht ist: Aktive Arbeitsmarktpolitik für gekündigte Arbeitnehmer", schlägt Heimo Typplt vor.
  • Immer häufiger gibt es Probleme mit SMS-Nachrichten. Dienstnehmer kommunizieren mit ihren Chefs per Short Message – und verwenden dort den vom Freundeskreis gewohnten lockeren Umgangston oder verschicken ohne viel nachzudenken einige Zeilen. Das führt zunehmend zu rechtlichen Problemen. Beim persönlichen Gespräch passiert das seltener, weil man von Angesicht zu Angesicht vorsichtiger beim Formulieren ist.
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Arbeitslosigkeit im Februar wieder gestiegen http://www.salzburg24.at/arbeitslosigkeit-im-februar-wieder-gestiegen/apa-s24_1322583374 http://www.salzburg24.at/arbeitslosigkeit-im-februar-wieder-gestiegen/apa-s24_1322583374#comments Mon, 02 Mar 2015 09:34:00 +0000 http://4251891

Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im Februar österreichweit um 5,8 Prozent mehr Personen ohne Job. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag bei 466.226 Personen. So waren laut vorläufigen Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) 397.589 Arbeitslose vorgemerkt, ein Plus von 11,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Zahl der Schulungsteilnehmer hingegen sank um 18,4 Prozent auf 68.637 Personen.

Überdurchschnittlich stark vom Zuwachs der Arbeitslosigkeit betroffen waren erneut Ausländer (+20,5 Prozent), Ältere ab 50 Jahren (+14,6 Prozent) und Behinderte Personen (+15,4 Prozent). Im Vergleich günstiger entwickelte sich die Lage bei Jugendlichen (15 bis 24 Jahre), hier war nur ein Zuwachs um 6,8 Prozent zu verzeichnen.

Anhang

Nach Bundesländern betrachtet stieg die Zahl der Arbeitslosen in allen neun Bundesländern. Der stärkste Zuwachs war in Wien zu verzeichnen mit 20,4 Prozent, gefolgt von Salzburg mit 12,4 Prozent - der geringste in Kärnten mit 1,3 Prozent und dem Burgenland mit 3,5 Prozent. Demgegenüber gingen die Schulungsteilnahmen auch in der Bundeshauptstadt mit 29,3 Prozent am stärksten zurück, am geringsten war der Rückgang in Tirol mit 2,1 Prozent. Die meisten offenen Stellen wurden in Oberösterreich (5.848) und in Wien (4.496) gemeldet.

Arbeitslosenquote in Salzburg stieg auf 6,5 Prozent

In Salzburg waren Ende Februar 17.251 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 1.902 Personen oder 12,4 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, teilte das AMS Salzburg am Montag mit. Damit liegt der Zuwachs in Salzburg über dem bundesweiten Schnitt von plus 11,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,5 Prozent. Damit musste Salzburg den Bestwert an Vorarlberg (6,3 Prozent) abtreten.

Regional streuen sich die stärksten Zuwächse über den nördlichen Zentralraum (Tennengau: +15,2 Prozent, Stadt Salzburg: +14 Prozent, Flachgau: +12,1 Prozent) und den Pinzgau (+12,6 Prozent). Deutlich geringer hat die Arbeitslosigkeit im Pongau (+8,5 Prozent) und im Lungau (+6,8 Prozent) zugenommen.

Kälterer Winter sorgt für Arbeitslosigkeit am Bau

„Nach einem günstigeren Verlauf im Jänner entspricht die Entwicklung im Februar wieder jener des auslaufenden Jahres 2014“, so Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg. Der im Vergleich zum Vorjahr strengere Winter äußert sich auch in einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit am Bau. Mit 4.367 Personen entstammt derzeit jeder vierte Arbeitslose dem Bauwesen, das ist ein Plus von 16,5 Prozent.

Davon beeinflusst, ist die Arbeitslosenzahl bei Männern (11.809 Personen) mehr als doppelt so hoch als bei Frauen (5.442 Personen), der Zuwachs bei männlichen Arbeitslosen (+14,5 Prozent) ebenfalls weit höher als bei arbeitslosen Frauen (+8,1 Prozent).

Auch der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit bis 24 Jahre (+12 Prozent) ist von der Bauarbeitslosigkeit beeinflusst. Dagegen setzte sich bei der Altersgruppe ab 50 Jahre mit einem Plus von 17,3 Prozent der Trend überproportionaler Zuwächse fort. Weiterhin massive Anstiege verzeichnet die Langzeitarbeitslosigkeit über ein Jahr, die sich mit einem Plus von 119,1 Prozent mehr als verdoppelt hat.

Neben dem Bauwesen verzeichnet auch die Sparte der Wirtschaftsdienstleistungen – hierher gehört vor allem die Arbeitskräfteüberlassung und die Gebäudebetreuung – ein überproportionales Plus an Arbeitslosigkeit im Ausmaß von 14,9 Prozent. Etwas unter dem Schnitt liegt der Zuwachs im Handel (+12,1 Prozent). In geringerem Ausmaß ist die Arbeitslosigkeit in der Warenherstellung (+10,2 Prozent) und im Hotel- und Gastgewerbe (+7,9 Prozent) gestiegen.

(SALZBURG24/APA)

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Internationales Snow-Polo-Turnier in Bad Gastein http://www.salzburg24.at/internationales-snow-polo-turnier-in-bad-gastein/4252210 http://www.salzburg24.at/internationales-snow-polo-turnier-in-bad-gastein/4252210#comments Mon, 02 Mar 2015 11:40:44 +0000 http://4252210

Vier der besten Snow-Polo-Nationalmannschaften (Österreich, Deutschland, Slowakei und England) haben im Rahmen der „PIPA Snow Polo Championship Tour 2015“ die spannende Wintersportart nach Salzburg gebracht. „Wir freuen uns ganz besonders im Land Salzburg erstmals Station machen zu können, denn das Bundesland hat eine große Tradition im Pferdesport und beheimatet ja unter anderem bereits mit den Mevisto Horse Indoors internationale Top-Events“, so Uwe Seebacher, Präsident der Polo Instructor and Player Association (PIPA).

England holt sich Snow-Polo-Sieg in Salzburg

 

England vor Österreich und Deutschland/FMT-Pictures/P.P. England vor Österreich und Deutschland/FMT-Pictures/P.P. ©

Auf einer Spielfläche von 30 x 80 Metern traten die Teams mit je zwei Spielern gegeneinander an. Sieger wurde das Team von England gefolgt von Österreich und Deutschland. Neben Bad Gastein und Seefeld in Österreich stehen im Rahmen der Tour unter anderem der Olympiapark in München oder der FIS Ski Weltcuport Gröden in Südtirol am Plan.

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Erste Urteile im "La Familia"-Prozess http://www.salzburg24.at/prozess-gegen-la-familia-bande-in-salzburg-gestartet/4251886 http://www.salzburg24.at/prozess-gegen-la-familia-bande-in-salzburg-gestartet/4251886#comments Mon, 02 Mar 2015 09:13:05 +0000 http://4251886 Ein Großteil der Angeklagten wird sich des Weiteren laut ihren Anwälten zumindest tatsachengeständig zeigen. Allerdings stellten einige Verteidiger eine kriminelle Vereinigung in Abrede, die zehn Personen vorgeworfen wird. Die Beschuldigten hätten sich von klein auf gekannt, "von Mafia kann keine Rede sein, es hat auch keinen Anführer gegeben", betonte Rechtsanwalt Kurt Jelinek, der 14 Angeklagte vertritt.

Tragweite der Handlungen nicht bewusst

Die Tragweite der Handlungen sei den 18 bis 20 Jahre alten Beschuldigten nicht bewusst gewesen, meinte Jelinek. Die Vorwürfe bezeichnete er auch als "teilweise überzogen". Verteidiger Peter Lechenauer stieß ins selbe Horn: "Es war sich keinem der Angeklagten bewusst, hier eine kriminelle Vereinigung zu bilden." Es habe sich nicht um Typen gehandelt, die ohne zu Zögern zuschlagen würden, kritisierte er die "überzogene" Berichterstattung in den Medien. Lechenauers Kollege Leopold Hirsch sprach von "Menschen mit spätpubertären Gedanken". "'La Familia' klingt fast wie ein Sehnsuchtsschrei. Wenn man in Opposition zu den Eltern steht und nicht so die Zuneigung hat, wendet man sich den Freunden zu und sucht Geborgenheit - um zusammen zu sein und etwas miteinander zu tun." Bei seinen Mandanten sei der Schuld- und Unrechtsgehalt auf der unteren Seite angesiedelt, sagte Hirsch.

 

Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm./Neumayr/MMV Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm./Neumayr/MMV ©

Bei Stress: "Zehn gegen eins"

Der Vorwurf der kriminellen Vereinigung betrifft laut Staatsanwalt Marcus Neher konkret zehn Angeklagte. "Sie haben sich zusammengerottet, um andere zu terrorisieren. Ihre Aufgabe war: Wenn einer der Beteiligten Stress hatte, sich zusammenzufinden und den Stress-Verursacher zur Aussprache zu zitieren. Wobei immer mehrere Leute anwesend waren." Wenn jemand auf Facebook frech gewesen sei, sei dieser von der Schule abgeholt worden, um ihm ein paar Ohrfeigen zu verpassen. Die Kommunikation lief auch über einen auf WhatsApp eingerichteten Chat. Dort habe man sich bereitgehalten, schilderte Neher. Hatte einer der "La Familia"-Mitglieder "Stress", habe die Antwort gelautet: "Zehn gegen eins", erläuterte der Staatsanwalt.

"Opfer haben sich massiv gefürchtet"

"Der Druck von 'La Familia' im Pongau war sehr groß. Sie traten immer in Gruppen auf", sagte Opferanwalt Stefan Rieder vor Beginn der Verhandlung zur APA. "Die Opfer haben sich massiv gefürchtet. Einige sind immer noch in psychologischer Behandlung. Man hat auf so engem Raum wie in Bad Gastein oder St. Johann schwer ausweichen können."

 

Die Mitglieder von "La Familia"/Polizei Salzburg Die Mitglieder von "La Familia"/Polizei Salzburg ©

 

Beschuldigte gestehen Fehler ein

Zahlreiche Beschuldigten gestanden am Montag vor Einzelrichterin Christina Rott ein, einen Fehler gemacht zu haben. Einige dieser Angeklagten, darunter drei Mädchen, äußerten den Wunsch nach einer Diversion, etwa in Form einer gemeinnützigen Leistung. Von den 32 Angeklagten war am Montag nur einer nicht erschienen. Er wurde von dem Verfahren ausgeschieden.

Erstes Urteil bereits an Tag 1 gefällt

Ein 18-jähriger Angeklagter ist am ersten Verhandlungstag bereits wegen Körperverletzung und schwerer Körperverletzung zu fünf Monaten bedingt unter einer Probezeit von drei Jahren verurteilt worden. Der Bursch hatte sich an dem Platzsturm während des Fußball-Freundschaftsspieles zwischen OSC Lille und Maccabi Haifa in Bischofshofen am 23. Juli 2014 beteiligt, bei dem ein israelischer Spieler verletzt wurde. Zudem wurde er wegen schwerer Körperverletzung im Zuge einer Schlägerei in einer anderen Causa schuldig gesprochen.

Der Beschuldigte hatte die Tat gestanden. "Es war spontan. Ich bin in das Feld reingesprungen, mir folgten drei Leute nach. Es tut mir leid, ich hab mir nicht gedacht, dass das bis zu einer Schlägerei geht. Es tut mir leid was da passiert ist", erklärte er. Der Angeklagte, der damals auch eine palästinensische Flagge in der Hand hielt, hoffte auf ein diversionelles Vorgehen. Doch der Staatsanwalt lehnte das aus spezialpräventiven Gründen ab. Mit dem Platzsturm sei ein politisches Statement abgegeben worden, "und es wurde auch provoziert", sagte Neher.

Verhetzung im Internet: Gemeinnützige Arbeit

In Zusammenhang mit dem Platzsturm - das Spiel musste in der 85. Minute aufgrund des Tumultes beendet werden - mussten sich zwei weitere Beschuldigte wegen Verhetzung im Internet verantworten. Die beiden geständigen 19-Jährigen, ein Türke und ein Österreicher, erhielten jeweils eine bereits rechtskräftige Diversion in Form einer gemeinnützigen Leistung von 80 beziehungsweise 60 Stunden. Haben sie die gerichtlichen Anordnungen innerhalb von sechs Monaten erfüllt, wird das Verfahren endgültig eingestellt.

Der Türke hatte auf Facebook "Scheiß Israelis" und "Scheiß Juden" gepostet. Im Gerichtssaal entschuldigte er sich mit dem Worten: "Das war ein Fehler." Der Bursch war zudem geständig, in einer anderer Causa bei einer Schlägerei mitgemacht zu haben. Er war zu dritt auf einen Kontrahenten losgegangen. Der 19-Jährige muss neben der gemeinnützigen Leistung 100 Euro an Pauschalkosten für das Strafverfahren zahlen. Der Österreicher wiederum hatte einen Tag nach dem Freundschaftsspiel auf Facebook geschrieben: "Des passiert wenn die scheiss juden kinder umbringen!! Wir haben Sie platt gemacht". Auch er entschuldigte sich: "Das hätte nicht sein dürfen, ich war so emotional aufgeregt", sagte er zur Richterin.

Weitere fünf Diversionen im "La Familia"-Prozess

Noch weitere fünf diversionelle Erledigungen sind am Montagnachmittag ausgesprochen worden. Damit endete der erste Prozesstag gegen "La Familia" mit einem Urteil und insgesamt sieben Diversionen. Die Verhandlung wird am Dienstag mit der Einvernahme von jenen Angeklagten fortgesetzt, denen einen kriminelle Vereinigung vorgeworfen wird. Laut Strafantrag handelt es sich um 13 Beschuldigte.

Die vorläufige Verfahrenseinstellung im Rahmen einer Diversion betrifft neben den beiden 19-jährigen Burschen, denen Verhetzung im Internet angelastet wurde, fünf weitere Jugendliche. Es handelt sich um einen 17-jährigen Österreicher, einen 16-jährigen Türken, eine 18-jährige Bosnierin, eine 17-jährige Kroatin und eine 17-jährige Österreicherin. Ihnen hatte die Staatsanwaltschaft nur jeweils ein bis drei Delikte vorgeworfen. Es ging dabei um leichte vorsätzliche Körperverletzung, versuchte schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung, falsche Zeugenaussage, versuchte Begünstigung und Gebrauch eines verfälschten Beweismittels. Nur eine Diversion ist bisher noch nicht rechtskräftig.
(APA)

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Weltmeister Bernhard Gruber in Salzburg gelandet http://www.salzburg24.at/weltmeister-bernhard-gruber-in-salzburg-gelandet/4251338 http://www.salzburg24.at/weltmeister-bernhard-gruber-in-salzburg-gelandet/4251338#comments Sun, 01 Mar 2015 15:53:27 +0000 http://4251338

Mit der Ankunft des Salzburgers, ist für uns Grund genug, um auf die Tops und Flops der Weltmeisterschaft in den Nordischen Kombination zurückzublicken.

Tops

  • Bernhard Gruber: Der 32-jährige Salzburger holte als erster Österreicher Einzel-WM-Gold in der Kombination. Angesichts dieses sensationellen Erfolgs war das mäßige Abschneiden von der Normalschanze und im Team-Sprint leicht zu verschmerzen.
  • Gregor Schlierenzauer: Der Rekord-Gewinner des Weltcups setzte auf der Großschanze Tipps der Betreuer perfekt um und holte nach großen Problemen im Vorfeld überraschend Silber, seine vierte Einzel-WM-Medaille in Folge. Zum Abschluss gab es auch noch Team-Silber.
  • die ÖSV-Skitechniker: Die Anstrengungen des ÖSV auf dem Materialsektor machten sich bezahlt. Auf feuchtem Schnee hatten sowohl die Aktiven sowohl im Langlauf als auch in der Kombination schnelle Ski. Auch im Springen war die Vorbereitung der Ski perfekt.
  • Bernhard Tritscher und Teresa Stadlober: Die aktuellen Aushängeschilder im ÖSV-Langlauf holten mit den Rängen sechs (15 km Skating) bzw. 13 (30 km klassisch) Platzierungen im Kreis der Elite.
  • die drei Skisprung-Cheftrainer aus Österreich: Die Athleten von Alexander Stöckl (2 Titel mit Norwegen), Werner Schuster (einer mit Deutschland) und ÖSV-Neo-Coach Heinz Kuttin (dreimal Edelmetall) gaben auf den Schanzen den Ton an.
  • Norwegen: Die von tausenden Landsleuten angefeuerten Langläufer, Skispringer und Kombinierer machten Falun zu ihren erfolgreichsten Titelkämpfen der Geschichte. Die Norsker waren zum neunten Mal in Folge die Nummer eins im Medaillenspiegel.
  • die Zuschauerkulisse im Langlauf: Die meisten Bewerbe wurden von schwedischen und auch norwegischen Fans gestürmt. An den stärksten Tagen drängten sich mehr als 40.000 im Stadion und an der Strecke.
  • die Wettkampfstätten und die WM-Organisation: Die nebeneinander liegenden Wettkampfstätten erwiesen sich als überaus WM-würdig. Die schwierigen Langlaufloipen und das Stadion ließen keine Wünsche offen, mit dem veralteten Profil der Normalschanze hatten freilich auch Spitzenspringer Probleme.
  • freiwillige Helfer: 1.600 Volunteers, die wie fast alle Schweden keine Probleme mit der englischen Sprache hatten, trugen zum problemlosen Ablauf bei.
  • Wetter: Die Sonne ließ sich zwar praktisch nie blicken, doch der gefürchtete Wind hielt sich in Grenzen. So gingen alle Skisprungbewerbe programmgemäß über die Bühne - das war nach den Absagen bei der Generalprobe im Vorjahr nicht zu erwarten gewesen.

Flops:

  • die Zuschauerzahlen im Skispringen und der Kombination: Im Gegensatz zu den Langlaufentscheidungen liefen die Kombinationsbewerbe und jene der Skispringerinnen vor spärlicher Fankulisse ab. Am zweiten WM-Wochenende schwoll beim Herren-Skispringen der Zustrom zur Großschanze immerhin ein wenig an.
  • Andreas Kofler und Thomas Diethart: Der Vize-Weltmeister von 2011 sowie der Tourneesieger des Vorjahres kamen mit den WM-Schanzen überhaupt nicht zurecht.
  • Lukas Klapfer: Der Weltcupsieger von Schonach brachte vor allem im Springen nicht die erhofften Leistungen.
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Wetter bleibt unbeständig: Es wird wieder kälter http://www.salzburg24.at/wetter-bleibt-unbestaendig-es-wird-wieder-kaelter/4251234 http://www.salzburg24.at/wetter-bleibt-unbestaendig-es-wird-wieder-kaelter/4251234#comments Sun, 01 Mar 2015 14:21:36 +0000 http://4251234 Auch die Schneefallgrenze sinkt teilweise unter 1.000 Meter Seehöhe.

Dichte Wolken am Montag

Am Montag ziehen den ganzen Tag verbreitet teils dichte Wolken durch und es regnet - vor allem im Westen auch recht kräftig. Am wenigsten regnet es im Osten und Süden, hier lockern die Wolken zeitweise auf. Gegen Abend beruhigt sich das Wetter ein wenig, der Regen klingt großteils ab und die Wolken lockern mehr und mehr auf. Nur im Westen und an der Alpennordseite bleibt es weiterhin bedeckt und es regnet weiterhin. Die Schneefallgrenze sinkt von anfangs 1.000 bis 1.500 Meter auf 600 bis 1.000 Meter am Abend. Der Wind frischt im Westen bereits am Vormittag stürmisch auf, ansonsten bleibt es noch bei mäßigem Wind, am Nachmittag wird es auch im Norden und Osten recht windig. Die Temperaturen bewegen sich in der Früh zwischen minus ein und plus fünf Grad, tagsüber werden sechs bis 13 Grad erreicht.

Regen am Dienstag

Am Dienstag gibt es im Westen, Südwesten und am Alpennordrand einige Wolken und es muss auch mit dem einen oder anderen Schauer gerechnet werden. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 und 1.100 Metern. Im Osten und Norden hingegen verläuft der Tag meist freundlich und es gibt auch längere sonnige Abschnitte. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen steigen von Frühwerten zwischen minus vier Grad und plus vier Grad, auf Höchstwerte von fünf bis elf Grad.

Mittwoch bringt lebhaften Wind

Am Mittwoch wechseln bereits ab den Morgenstunden kurze sonnige Abschnitte und dichte Wolken einander ab, im Westen und Norden gehen Regen- und Schneeschauer nieder. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 400 und 900 Metern Seehöhe. Im Tagesverlauf verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt allerdings mit der Bildung eines Italientiefs in den Süden. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West, nur im Süden ist es schwach windig. Frühtemperaturen je nach Wind minus vier bis plus drei Grad, Tageshöchsttemperaturen drei bis elf Grad.

Nächste Störung ab Donnerstag

Am Donnerstag verliert das Italientief den Einfluss auf Österreich rasch und lässt nur noch Restbewölkung im Süden und Südosten zurück. Von Nordwesten her nähert sich jedoch bereits wieder die nächste Störungszone mit einer erhöhten Schauertätigkeit an der Alpennordseite sowie im Norden und Osten. Schneefallgrenze im Westen in tiefen Lagen, sonst zwischen 400 und 700 Metern Seehöhe. Zunehmend lebhafter Nordwestwind. Frühtemperaturen minus fünf bis plus drei Grad, Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost null bis sieben Grad.

Schnee bis in die Tieflagen

Am Freitag schneit es an der Alpennordseite vom Tiroler Unterland bis ins Mariazellerland oft anhaltend. Weiter im Norden und Osten gehen nur einzelne Schnee- und Schneeregenschauer nieder. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen tiefen Lagen und 600 Metern Seehöhe. Freundlich und sonnig ist es im Süden. Mäßiger bis lebhafter West- bis Nordwestwind. Frühtemperaturen minus fünf bis plus zwei Grad, Tageshöchsttemperaturen minus ein bis plus sieben Grad.

(APA)

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Grieche betrog Salzburger im Internet mit Bockhörner für Krampusmasken http://www.salzburg24.at/grieche-betrog-salzburger-im-internet-mit-bockhoerner-fuer-krampusmasken/4251073 http://www.salzburg24.at/grieche-betrog-salzburger-im-internet-mit-bockhoerner-fuer-krampusmasken/4251073#comments Sun, 01 Mar 2015 10:59:25 +0000 http://4251073 Einer der Männer zeigte den Betrug bereits im Juli 2012 in Bad Hofgastein an. Durch beharrliche Recherche hat die Exekutive nun einen 35-jährigen Griechen als Anbieter der Hörner ausfindig gemacht, teilte die Polizei mit.

Mehr Opfer, als bekannt

Der in Deutschland lebende Mann wird angezeigt. Die Polizei ermittelt noch und rechnet unter Umständen mit mehr Opfern als den bereits bekannten.

Betrügerin (18) in Bad Hofgastein

Auch einer 18-jährigen Pongauerin legte die Exekutive das Handwerk: Sie hatte eine im Februar in Bad Hofgastein gestohlene Markenhandtasche im Internet feilgeboten. Beamten und Bekannten der Bestohlenen fiel das Angebot auf. Die 18-Jährige gestand nach kurzem Leugnen die Tat und wird angezeigt.

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Helbersbergtunnel: Drei Busse in Crash verwickelt http://www.salzburg24.at/helbersbergtunnel-drei-busse-in-crash-verwickelt/4250426 http://www.salzburg24.at/helbersbergtunnel-drei-busse-in-crash-verwickelt/4250426#comments Sat, 28 Feb 2015 10:30:27 +0000 http://4250426 Angaben der Polizei zufolge wurde 44-jährige Urlauberin aus Deutschland bei dem Unfall im Helbersbergtunnel verletzt. Außerdem musste ein Hubschrauber wegen eines medizinischen Notfalls landen. Die Tunnelgruppe Werfen war in Fahrtrichtung Villach am Samstagvormittag gesperrt, teilte die Polizei mit. Es entstand ein 16 Kilometer langer Rückstau.

Auffahrunfall im "Stop-and-Go"-Verkehr

Aufgrund des starken Urlauberreiseverkehrs kam es in Fahrtrichtung Villach immer wieder zum "Stop-and-Go"-Verkehr. Gegen 08.30 Uhr musste ein Reisebus im Helbersbergtunnel verkehrsbedingt stehen bleiben, ein weiterer Reisebus blieb ebenfalls dahinter stehen. Jedoch der Lenker eines dritten nachkommenden Reisebusses übersah die stehende Kolonne und prallte gegen Bus, wodurch dieser gegen den ersten stehenden Bus krachte. An den Reisebussen entstand erheblich Sachschaden.

Weitere Sperren auf der A10

Beim Hiefler- und beim Brentenberg und beim Zetztenbergtunnel gab es in Fahrtrichtung Salzburg Probleme. Der Hieflertunnel musste nach einem Unfall kurzzeitig gesperrt werden. Beim Brentenberg- und Zetzenbergtunnel wurde der Verkehr durch die Rückstauungen immer wieder blockweise abgefertigt.

 

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Schwere Skiunfälle in Obertauern: Drei Verletzte http://www.salzburg24.at/schwere-skiunfaelle-in-obertauern-drei-verletzte/4250070 http://www.salzburg24.at/schwere-skiunfaelle-in-obertauern-drei-verletzte/4250070#comments Fri, 27 Feb 2015 16:11:48 +0000 http://4250070

Gleich drei Skiunfälle forderten am Freitag in Obertauern mehrere Verletzte. Eine Person erlitt Rippenbrüche und ein 38-Jähriger musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden, berichtete die Polizei.

Erst gerammt, dann liegengelassen

Ein 38-jähriger Skifahrer aus Deutschland wurde bei der Schönalmbahn gerammt und musste mit Verletzungen unbestimmten Grades per Hubschrauber in das Krankenhaus gebracht werden. Der Unfallverursacher fuhr einfach weiter und wurde bisher nicht ausfindig gemacht.

Skicrash in Obertauern

Auf der Plattenkarabfahrt stieß ein 16-jähriger Schifahrer aus Kärnten mit einem 24-jährigen Schifahrer aus Oberösterreich zusammen. Der 24-Jährige wurde im Gesicht, an der Schulter und an den Rippen verletzt.

Rippenbrüche bei Crash mit Mädchen

Ein 51-jähriger Schifahrer aus Slowenien stieß auf der Zehnerkarabfahrt mit einem Mädchen zusammen. Die Zweitbeteiligte setzte die Fahrt fort. Der Slowene erlitt Rippenbrüche.

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Prozess gegen Bande "La Familia" ab März: 32 Angeklagte http://www.salzburg24.at/prozess-gegen-bande-la-familia-ab-maerz-32-angeklagte/4249950 http://www.salzburg24.at/prozess-gegen-bande-la-familia-ab-maerz-32-angeklagte/4249950#comments Fri, 27 Feb 2015 14:56:59 +0000 http://4249950 Der Prozess gegen die Bande "La Familia", die vorwiegend im Salzburger Pongau ihre Opfer mit Drohungen eingeschüchtert und teils schwer verletzt haben soll, startet am Landesgericht Salzburg. Die zehntägige Verhandlung ist auch eine logistische Herausforderung: Es muss Platz für 32 Angeklagte und zehn Verteidiger geschaffen werden. Rund 80 Zeugen sind geladen.

 

Die Mitglieder./Polizei Salzburg Die Mitglieder./Polizei Salzburg ©

50 Gewalttaten von „La Familia“

Die Vorwürfe gegen die vorwiegend jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund sind massiv. Sie sollen von November 2013 bis Herbst 2014 rund 50 Gewalttaten hauptsächlich im Bezirk St. Johann im Pongau verübt haben. Bei den Beschuldigten handelt es sich um Türken, Serben, Bosnier, Kroaten, Mazedonier, Bulgaren und Österreicher, die alle im Pongau aufgewachsen sind. Ihr Alter reicht von 16 bis 34 Jahren, wobei nur sechs davon über 21 Jahre alt sind. Drei der Beschuldigten sollen sich an dem Aufsehen erregenden Platzsturm am 23. Juli 2014 in Bischofshofen beim Freundschaftsspiel OSC Lille gegen Maccabi Haifa beteiligt haben. Ihnen werden Körperverletzungsdelikte zur Last gelegt.

 

Drogenkartell als Vorbild

Die Bande trat in Gruppen auf. Ihr Erkennungszeichen waren schwarze Pullover mit der Aufschrift "La Familia". Der Name wurde offenbar in Anlehnung an ein mexikanisches Drogenkartell gewählt, obwohl es in der Salzburger Causa keine Anhaltspunkte für einen Suchtgifthandel gab. Im Fokus standen vor allem Jugendliche, die ebenfalls unterschiedlicher Abstammung waren. Die Straftaten sollen aber nicht aufgrund ihrer Herkunft motiviert gewesen sein. Wer gegen ein Gruppenmitglied war, bekam es laut Staatsanwaltschaft mit Repressalien zu tun. Ihnen wurde per SMS, auf Facebook, am Telefon oder auch von Angesicht zu Angesicht mit Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder gar mit dem Umbringen gedroht.

Todesdrohungen und Prügel

Doch das war noch lang nicht alles: Einige Angeklagte verpassten ihren "Gegnern" auch Fußtritte und Faustschläge. Ein Opfer wurde mit einem Schlagring so schwer im Gesicht verletzt, dass es ein Loch im Trommelfell davontrug. Sogar im Straßenverkehr machte man vor den Einschüchterungen nicht halt: Vor den Autos der Opfer wurde abrupt abgebremst, so dass sie zu gefährlichen Bremsmanövern gezwungen wurden. In einige Fahrzeuge wurden Dellen geschlagen. Bandenmitglieder drohten Schülern, man werde nach Unterrichtsschluss vor der Schule auf sie warten, um sie dann zu malträtieren.

Schlag gegen „La Familia“

Die Polizei war der Bande schon monatelang auf den Fersen. Bei Hausdurchsuchungen am 19. Dezember 2014stellten die Beamten Totschläger, Wurfsterne, Gaspistolen, Revolver, Kampfmesser, eine Schlagrute und Schlagringe sicher. Zehn "La Familia"-Mitglieder wurden festgenommen. Sie befinden sich seither in U-Haft. Der Zugriff war laut Polizei notwendig geworden, weil eine Eskalation gedroht habe. Salzburgs Polizeidirektor Franz Ruf sprach von einem "Zeichen gegen die Entwicklung einer kriminellen Parallelgesellschaft".

Nötigung, Sachbeschädigung, Körperverletzung

Die Palette der vorgeworfenen Delikte reicht von gefährlicher Drohung, Nötigung, schwerer Sachbeschädigung, Vergehen nach dem Waffengesetz bis zur absichtlich schweren Körperverletzung und Vergehen der kriminellen Vereinigung. Die Staatsanwaltschaft brachte insgesamt vier Strafanträge ein, die Strafdrohung reicht bis zu fünf Jahren Haft. Das Einzelrichter-Verfahren im Schwurgerichtssaal 109 wird von der jungen Richterin Christina Rott geleitet, die auch beim wiederaufgerollten "Testaments"-Prozess den Vorsitz übernommen hatte. Von 2. bis 13. März sind zehn Verhandlungstage anberaumt, jeweils von Montag bis Freitag. In der ersten Woche ist die Einvernahme der 32 Angeklagten geplant, in der zweiten Woche werden die Zeugen befragt. Zwei Staatsanwälte und auch einige Opfer-Vertreter werden anwesend sein. Wann die Urteile in dem Megaprozess ergehen, ist noch nicht absehbar. "Das ist vom Prozessverlauf abhängig", sagte Landesgerichtspräsident Hans Rathgeb.

 

(APA)

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Armin Assinger aus dem Krankenhaus Schwarzach entlassen http://www.salzburg24.at/armin-assinger-aus-dem-krankenhaus-schwarzach-entlassen/4249290 http://www.salzburg24.at/armin-assinger-aus-dem-krankenhaus-schwarzach-entlassen/4249290#comments Fri, 27 Feb 2015 08:43:11 +0000 http://4249290 Laut seinem behandelnden Arzt Primar Manfred Mittermair waren beide Eingriffe erfolgreich, auch der Heilungsprozess verläuft sehr gut. "Von der Einlieferung über die Operationen bis zur heutigen Entlassung - es verlief erfreulicherweise alles ohne jegliche Probleme", erklärt Mittermair. Armin Assinger habe sich aufgrund seiner guten körperlichen Konstitution sehr schnell von den Eingriffen erholt, teilt das Krankenhaus Schwarzach in einer Aussendung mit.

Assinger stürzt bei Video-Dreh

Der Skiunfall hatte sich am Donnerstag vor eine Woche während eines Video-Drehs auf der Skiroute "Roslehen" zugetragen. Es handelte sich dabei um Werbeaufnahmen für das Großarltal, dessen Markenbotschafter Assinger ist, wie der Geschäftsführer der Bergbahnen, Josef Gruber, auf Anfrage der APA bestätigte.

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Niederländer ein Jahr nach Schlägerei in Flachau ausgeforscht http://www.salzburg24.at/niederlaender-ein-jahr-nach-schlaegerei-in-flachau-ausgeforscht/4248753 http://www.salzburg24.at/niederlaender-ein-jahr-nach-schlaegerei-in-flachau-ausgeforscht/4248753#comments Thu, 26 Feb 2015 14:27:34 +0000 http://4248753

Fast genau auf den Tag vor einem Jahr, am 27. Februar, war es in einem Lokal des Pongauer Ortes zu einer Auseinandersetzung unter Niederländern gekommen. Dabei verletzte der inzwischen 24-Jährige den Jugendlichen im Bereich des Auges.

17-Jähriger erlitt bleibende Schäden

Der Bursch musste später mehrmals operiert werden und hat heute noch eine Sehbeeinträchtigung, sagte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer. Die Schwere der Verletzung war aber damals nicht auf den ersten Blick ersichtlich, sondern hat sich erst im Nachhinein gezeigt.

Täter von Opfer identifiziert

Genau in derselben Bar fiel dem Niederländer am Montagabend jene Gruppe auf, mit der er seinerzeit in Streit geraten war, und mitten unter ihnen entdeckte er den mutmaßlichen Täter. Der 18-Jährige rief die Polizei an, die den nun identifizierten Urlauber wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung anzeigen wird. (APA)

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Frontalcrash in Bad Gastein fordert vier Verletzte http://www.salzburg24.at/frontalcrash-in-bad-gastein-fordert-vier-verletzte/4247912 http://www.salzburg24.at/frontalcrash-in-bad-gastein-fordert-vier-verletzte/4247912#comments Thu, 26 Feb 2015 05:37:12 +0000 http://4247912

Eine 17-jährige Pongauerin verlor am Mittwochabend auf der Gasteiner Bundesstraße zwischen Bad Gastein und Bad Hofgastein auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren Pkw und krachte frontal in das Fahrzeug einer entgegenkommenden 47-jährigen Kärntnerin, berichtete die Polizei.

Bad Gastein: Vier Verletzte

Die 47-Jährige wurde im Unfallwagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Bad Gastein mit der Bergeschere aus dem Fahrzeug befreit werden. Die 17-Jährige, die im Auto der Mutter unterwegs war, hatte noch zwei 16-jährige Pongauerinnen an Bord. Alle vier Personen wurden dabei zum Teil schwer verletzt.

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Wetter-Bilanz: Winter war viel zu warm http://www.salzburg24.at/wetter-bilanz-winter-war-viel-zu-warm/4247019 http://www.salzburg24.at/wetter-bilanz-winter-war-viel-zu-warm/4247019#comments Wed, 25 Feb 2015 09:47:08 +0000 http://4247019

Die milde und schneearme Witterung aus dem Herbst zog sich bis nach Weihnachten. „Erst am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde es verbreitet winterlich, kurz danach folgte bereits die kälteste Nacht des Winters (29.12.)“, erklärt Clemens Teutsch-Zumtobel von der Wetterdienststelle UBIMET.

21,2 Grad in Golling

Nach dem in Summe milden Dezember folgte ein noch milderer Jänner. „Besonders Anfang des zweiten Jännerdrittels war es regelrecht frühlingshaft mit 21,7 Grad in Graz“, so der Meteorologe. In Golling im Tennengau hatte es 21,1 Grad.

Nach dem massiven Tauwetter unternahm der Winter noch einen weiteren, aber nur kurzen Anlauf. In den kalten Wochen bis etwa Mitte Februar erreichten die Schneehöhen in den bewohnten Gebieten ihr Maximum. Teutsch-Zumtobel: „Im Vergleich zum letzten Winter, dem zweitwärmsten aller Zeiten, ist der aktuelle Februar von den Temperaturen her ausgeglichen und somit wird sich der Winter 2014/15 summa summarum auch weit dahinter einreihen.“

Am nassesten im Nordstau

Die gänzliche andere Charakteristik lässt sich auch anhand der Niederschlagssummen und -verteilung ablesen. „Anstelle der Italientiefs hatten in diesem Winter mehr atlantische Tiefdruckgebiete ihre Finger im Spiel“, erklärt der Wetterexperte. „Vom Bregenzerwald bis zur Eisenwurzen fielen in knapp drei Monaten 280 bis 400 Liter pro Quadratmeter, das entspricht in etwa dem Durchschnitt.“ Zu trocken war es vor allem in manchen inneralpinen Lagen, wie im Tiroler Oberland, in Osttirol oder im Ennstal, aber auch vom oberösterreichischen Zentralraum bis ins Weinviertel. Vor allem im Nordosten kamen nur zwischen 30 und 60 Liter pro Quadratmeter zusammen. „Im Süden war dieser Winter durch das Ausbleiben der Italientiefs das genaue Gegenteil von nass, Graz war die trockenste Landeshauptstadt.“

Schlechter Schneedeckenaufbau

In den Tälern der niederschlagsreichsten Regionen war die Schneedecke Anfang Februar maximal zwischen 50 und 80 Zentimeter dick. „Für Schneelöcher in den Nordalpen wie Kössen, Hochfilzen, Lofer oder Bad Ischl sind das aber lediglich Durchschnittswerte“, sagt Teutsch-Zumtobel. Bei den Landeshauptstädten hatte Bregenz mit 65 Zentimetern zu Silvester die Nase vorn, in Summe lag am Bodensee – abseits der Gebirgsregionen – auch am längsten Schnee, sogar länger als im Mittel. Trotz der oft geringen Schneemengen war die Lawinensituation meistens heikel. „Der wenige Schnee fiel meistens in Kombination mit starkem bis stürmischem Wind, der oft schlechte Schneedeckenaufbau zog sich somit durch den gesamten Winter.“ Erst in der ruhigen und trockenen Wetterphase im zweiten Februardrittel verfestigten und stabilisierten sich die Schneeschichten.

Extremwerte in Österreich:

Höchste Temperaturen (Bundesland, Seehöhe, Tag)

21,7 Grad Graz Straßgang (St, 355 m, 10.1.), Obervellach (K, 808 m, 10.1.)

21,1 Grad Golling (S, 491 m, 10.1.)

21,0 Grad Graz Universität (St, 366 m, 10.1.)

 

Tiefste Temperaturen (Bundesland, Seehöhe, Tag)

-21,4 Grad Tannheim (T, 1101 m, 29.12.)

-19,4 Grad Ehrwald (T, 994 m, 29.12.)

-19,1 Grad Seefeld (T, 1182 m, 29.12.)

 

Nasseste Orte (Summe 1.12. - 25.2.)

405 l/m² Sulzberg (V, 1015 m)

364 l/m² Schröcken (V, 1260 m)

349 l/m² Alberschwende (V, 721 m)

 

Schneereichste Orte (Bundesland, Seehöhe, Tag)

137 cm Schröcken (V, 1260 m, 2.2.)

104 cm Warth (V, 1475 m, 2.2.)

82 ­cm Kössen (T, 589 m, 2.2.)

 

Sonnigste Orte (Sonnenstundensumme 1.12. - 25.2.)

387 Stunden Brunnenkogel (T, 3440 m)

377 Stunden Kanzelhöhe (K, 1526 m)

343 Stunden Villacher Alpe (K, 2164 m)

 

Sonnigste Orte (Sonnenstundensumme 1.12. - 25.2.)

316 Stunden Neumarkt (St, 870 m)

309 Stunden Mariapfarr (S, 1151 m)

304 Stunden Weissensee (K, 945 m), Fresach (K, 681 m)

 

Größte Windspitzen in den Tallagen (Bundesland, Seehöhe, Tag)

148 km/h Bad Vöslau (NÖ, 233 m, 10.1.)

119 km/h Wien-Unterlaa (W, 201 m, 10.1.)

115 km/h Seckau (St, 845 m, 10.1.)

 

Größte Windspitzen im Gebirge (Bundesland, Seehöhe, Tag)

187 km/h Feuerkogel (OÖ, 1618 m, 10.1.)

155 km/h Jauerling (NÖ, 952 m, 9.1.)

148 km/h Patscherkofel (T, 2247 m, 16.1.)

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Zwei verirrte Kinder aus "Wastlgraben" in Flachau gerettet http://www.salzburg24.at/zwei-verirrte-kinder-aus-wastlgraben-in-flachau-gerettet/4246797 http://www.salzburg24.at/zwei-verirrte-kinder-aus-wastlgraben-in-flachau-gerettet/4246797#comments Wed, 25 Feb 2015 07:58:12 +0000 http://4246797

Die beiden Kinder im Alter von 13 und 14 Jahren hatten sich bei ihrer Abfahrt im freien Gelände in diesen Graben verirrt. Die Bergretter fanden nach intensiver Suche und mehreren Aufstiegen endlich die jungen holländischen Urlauber. Einer der beiden war auf einem Felsvorsprung und konnte nicht mehr vor oder zurück. Beide Jugendliche waren unverletzt aber stark durchnässt und erschöpft, berichtet die Bergrettung Salzburg.

 

Suchaktion im "Wastlgraben"./Bergrettung Flachau Suchaktion im "Wastlgraben"./Bergrettung Flachau ©

Weitere Skifahrer entdeckt

Während der Suchaktion, samt einem Bergrettungshund, wurden zufällig noch zwei (18 und 21-jährigen) finnische Skifahrer in diesem Graben entdeckt. Auch sie konnten nicht mehr ohne Hilfe weiter. Alle vier Verirrten konnten unverletzt von den zehn Flachauer Bergrettern ins Tal gebracht werden. Zur Hilfe standen drei Einheimische mit vier Skidoos und einer Rettungswalze der Bergbahnen.

Bergretter appellieren an Wintersportler

Die Bergrettung Salzburg hat in vielen Skigebieten immer wieder Suchaktionen nach verirrten Wintersportlern in Gräben. Die Retter appellieren an Nicht-Ortskundige, bei solchen Variantenfahrten unbedingt vorher das Gelände auf Karten zu studieren. Außerdem sollte immer eine Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel, Biwaksack, Erste Hilfe Packet und ein aufgeladenes Mobiltelefon) mitgeführt werden.

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Kastenwagen stürzt in St. Johann im Pongau über Böschung http://www.salzburg24.at/kastenwagen-stuerzt-in-st-johann-im-pongau-ueber-boeschung/4246761 http://www.salzburg24.at/kastenwagen-stuerzt-in-st-johann-im-pongau-ueber-boeschung/4246761#comments Wed, 25 Feb 2015 07:29:58 +0000 http://4246761

Wie die Polizei auf Anfrage von SALZBURG24 bestätigte ist am Mittwoch kurz vor 5 Uhr in St. Johann ein Kastenwagen über die Böschung gestürzt. Der Lenker des Fahrzeuges dürfte aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen verloren haben. Der Kastenwagen geriet dabei über den Straßenrand hinaus und stürzte in den Wald, berichtet die Feuerwehr St. Johann auf ihrer Homepage.

Lenker im Kastenwagen eingeklemmt

Der 55-jährige Lenker wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und konnte sich nicht selbst befreien. Die Feuerwehr holte den Verletzten aus dem Wagen und übergab ihn der Rettung. Laut ersten Informationen der Polizei hatte der 55-Jährige großes Glück und erlitt „nur“ leichte Verletzungen.

 

34 Feuerwehrleute standen im Einsatz./FF St. Johann/Pg. 34 Feuerwehrleute standen im Einsatz./FF St. Johann/Pg. ©

Schwierige Arbeiten für Feuerwehr St. Johann

Anschließend kümmerten sich die Einsatzkräfte um die Bergung des zertrümmerten Fahrzeuges. Die Arbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Ein Kran musste angefordert werden. Die Feuerwehr St. Johann stand mit 34 Helfern bis 7 Uhr im Einsatz. Die L109 musste für eine Stunde für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Ein Alkotest verlief negativ, so die Polizei abschließend.

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Universitätenkonferenz droht mit Aus für Studienfächer http://www.salzburg24.at/universitaetenkonferenz-droht-mit-aus-fuer-studienfaecher/apa-s24_1422513464 http://www.salzburg24.at/universitaetenkonferenz-droht-mit-aus-fuer-studienfaecher/apa-s24_1422513464#comments Tue, 24 Feb 2015 19:54:00 +0000 http://4246581

Die Rektoren befürchten ja, dass die durch das neue Arbeitszeitgesetz entstehenden Mehrkosten die Uni-Budgets berühren werden. Ein Großteil des Budget-Plus von 615 Mio. Euro für die Jahre 2016 bis 2018 könnte für die Ärzte aufgewendet werden müssen, so die Sorge.

Schmidinger ortet "immenses Problem"

Dies sei erst seit Dezember ein Thema - "und seitdem habe ich keinen Augenblick ausgelassen zu sagen, dass dies ein immenses Problem ist", so Schmidinger zur "Presse" (Mittwoch-Ausgabe). Wie die Universitäten mit allfälligen Budget-Einschnitten umgehen werden, sei zwar jeder Uni selbst überlassen. "Aber wenn nachhaltig eingespart werden soll, kann es nur bei Personal und Gebäuden sein", so Schmidinger.

Fächer an Uni Salzburg streichen

Als Rektor der Uni Salzburg würde er etwa bei Neuberufungen zurückhaltend sein - und auch über Fächerstreichungen nachdenken: "Und dann werden wir genau hinsehen müssen, ob wir uns Studienrichtungen, bei denen die Nachfrage sehr gering ist, wirklich in Zukunft noch leisten können." Es sei "natürlich" eine Überlegung, "Orchideenfächer" einzustellen, sagte er auf eine entsprechende Frage. Grundsätzlich müsse man sich aber auch unabhängig vom Sparzwang überlegen, ob man jene Fächer, wo die Nachfrage sehr gering ist, auf Dauer finanzieren könne, sagte er.

Gute Gesprächsbasis mit Mitterlehner

Gleichzeitig betonte Schmidinger, man habe eine "sehr gute Gesprächsbasis" mit Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Das zeige sich auch darin, dass der ÖVP-Chef kommende Woche ins Plenum der Universitätenkonferenz kommen wird.

(APA)

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Armutskonferenz Salzburg: Erbschafts- und Vermögenssteuer gefordert http://www.salzburg24.at/armutskonferenz-salzburg-erbschafts-und-vermoegenssteuer-gefordert/4246339 http://www.salzburg24.at/armutskonferenz-salzburg-erbschafts-und-vermoegenssteuer-gefordert/4246339#comments Tue, 24 Feb 2015 16:14:51 +0000 http://4246339 Die in Österreich geborene Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin betonte, dies sei das wichtigste Instrument der dringend nötigen Umverteilung von oben nach unten. "Ich möchte diese These mit Aristoteles untermauern, der gesagt hat, dass ein Staat ein Problem habe, wenn die Einkommensschere mehr als eins zu fünf beträgt. In diesem Fall müssten die Reichen die Armen heiraten und die Mitgift bezahlen, damit der nötige Ausgleich geschaffen wird."

Gesellschaft hat ein Problem

Die Politik müsse sich verdeutlichen, dass Kriege und Unruhen so gut wie immer Folgen sozialer Ungleichheit sind. "Die Bombe, auf der wir sitzen, tickt bereits heftig." Für Unger ist Erben der Inbegriff von Einkommen ohne Arbeit, was die Ungleichheit in der Vermögensverteilung steigere. "Wenn Heiraten und Erben erfolgreicher ist als Arbeiten, dann hat die Gesellschaft ein Problem."

Vermögen sollen besteuert werden

Auch Vermögen zu besteuern sei unumgänglich, wenn man - so wie die EU es als Ziel bis 2020 formuliert hat - das Heer der Armen in den Mitgliedsstaaten von 122 wenigstens auf 100 Millionen Menschen verringern wolle. "Das Geld ist ja da, nie gab es höhere Bruttonationalprodukte. Wir müssen nur Steuerlöcher stopfen, Kapitaldaten transparent machen, die Geldwäsche unterbinden und kriminelle Gelder unter Kontrolle bringen, dann stehen Hunderte Milliarden bereit, und die Wohlfahrtsleistungen sind samt und sonders problemlos finanzierbar."

Mindestsicherungsstandards gefordert

Europaweit sei die Einführung von national unterschiedlichen Mindestsicherungsstandards notwendig, und zwar in einem Ausmaß, dass jeder Betroffene von der Mindestsicherung auch leben kann. Dies sei so gut wie nie der Fall. Zudem müsse der Staat in Dienstleistungen wie Beratung, Betreuung und Bildung investieren. "Wer sich in Deutschland als allein stehende Frau den Luxus leistet, zwei Kinder zu haben, verliert 40 Prozent seiner Pension. Das ist absolut inakzeptabel."

"Armut selten selbst verschuldet"

Unger brach eine Lanze für das österreichischen Konzept vom Sozialstaat: "Armut ist selten selbst verschuldet, sie ist gemacht. Wenn die Sozialleistungen in Österreich wegfallen würden, dann würde die Zahl der armen beziehungsweise armutsgefährdeten Österreicher sprunghaft von 1,5 auf 3,7 Millionen Menschen steigen."

Wer löst Armutsproblem?

Die Forscherin für Schwarzgeld, Steuerhinterziehung und Geldwäsche (Uni Utrecht) sowie Mindestlöhne und Armutsbekämpfung (Uni Düsseldorf) traut der Politik die Lösung des Armutsproblems kaum noch zu. "Die gewählten Vertreter sind es nämlich nicht, die die Politik bestimmen, sondern Institutionen, Banken, EU-Gerichte, Konzerne und Lobbyisten. Und alle verstecken sich in einem Datennebel, in dem die Zahlen der Armut so lange verdreht werden, bis eh alles passt". Ungers Hoffnung ruht eher auf Einsicht sowie Aktionen der Zivilgesellschaften. "Vielleicht wird irgendwann verstanden, dass zahlungsunfähige Massen auch für das Geschäft schlecht sind. Und ich hoffe auf Protestbewegungen, die deutlich machen, dass Armut im reichsten Kontinent der Erde trotz aller nationalen Unterschiede unnötig und skandalös ist."

 

(APA)

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380-kV-Leitung: Suspendierung eines Salzburger Beamten bestätigt http://www.salzburg24.at/380-kv-leitung-suspendierung-eines-salzburger-beamten-bestaetigt/4246340 http://www.salzburg24.at/380-kv-leitung-suspendierung-eines-salzburger-beamten-bestaetigt/4246340#comments Tue, 24 Feb 2015 15:26:15 +0000 http://4246340 Martin Riedl, Anwalt des suspendierten Beamten, bestätigte am Dienstag der APA die Entscheidung aus der Vorwoche, gegen die keine ordentliche Revision mehr möglich ist. "Das ist unerträglich, mir fehlen die Worte", so der Advokat. Er habe lange Erfahrung in der Kanzlei, aber hier handle es sich um "höchste Marginalität". Man gehe mit seinem Mandanten um wie mit einem Schwerverbrecher. Er werde daher die Causa an den Verfassungsgerichtshof (VfGH) herantragen und versuchen, diesen zu überzeugen, dass es einen Grund für eine außerordentliche Revision gebe. "Ich bin guter Hoffnung."

Suspendierung als "Sicherungsmaßnahme"

Zur weiteren Vorgangsweise seitens des Landes sagte auf Anfrage Franz Wieser, Sprecher von Personal-Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP), dass das Disziplinarverfahren gegen den Beamten zurzeit unterbrochen sei , weil die Staatsanwaltschaft in der Sache ermittle. Sobald diese Behörde ihre Erhebungen abgeschlossen habe, werde das Verfahren wieder weitergeführt, so der Sprecher. Die Dienstbehörde des Amtes der Salzburger Landesregierung hatte die Suspendierung als "Sicherungsmaßnahme" und "zur Vermeidung eines weiteren Schadens am Ansehen des Amtes" ausgesprochen. Dies hat nun das Landesverwaltungsgericht bei der Prüfung der Beschwerde bestätigt. Ein Argument, dem Anwalt Riedl allerdings nicht folgen kann. "Wo bitte soll hier das Ansehen des Landes gefährdet sein? Das ist derart konstruiert."

Beamter erstattet Selbstanzeige

Der Beamte hatte im Spätherbst nach Bekanntwerden der Nebentätigkeit im Verein Selbstanzeige erstattet. Außerdem trat er Ende November aus dem Beratungsverein aus. In der Folge wurde beim Land eine Disziplinaruntersuchung eingeleitet, die in ein Disziplinarverfahren samt Suspendierung überging. Trenka wollte mit Jahreswechsel in Pension gehen, dies verzögert sich allerdings, weil laut Dienstrecht während einer ausgesprochenen Suspendierung kein Übertritt in den Ruhestand möglich ist.

Experten für Gutachten kontaktiert

Das Gutachten des Amtssachverständigen und 1. Vorstandes des Beratungsvereines, Richard Schmidjell, ist durchaus kritisch ausgefallen. Es wurde vom Land aber zwischenzeitlich wegen möglicher Befangenheit verworfen. Der Vorsitzende des Salzburger Naturschutzbundes, Hans Kutil, hatte auf den Anschein einer Befangenheit aufmerksam gemacht. In der Expertise wurde vor einer teils erheblichen Beeinträchtigung des Tourismus durch die Freileitung gewarnt. Projektbetreiberin des zweiten Abschnittes der 380-kV-Hochspannungsleitung ist die Verbund-Netztochter Austrian Power Grid (APG). Das Land hat zwischenzeitlich mehrere Experten für die Erstellung eines neuen Gutachtens kontaktiert, bisher wurde der Auftrag aber noch nicht neu vergeben, hieß es im Büro der zuständigen LHStv. Astrid Rössler (Grüne) auf Anfrage.

 

(APA)

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Polizei schnappt Einbrecher in Salzburg http://www.salzburg24.at/polizei-schnappt-einbrecher-in-salzburg/4245545 http://www.salzburg24.at/polizei-schnappt-einbrecher-in-salzburg/4245545#comments Tue, 24 Feb 2015 06:04:01 +0000 http://4245545

Der Täter kletterte am Montagabend über einen Zaun, um in eine Wohnung zu gelangen, so die Polizei in ihrem Bericht. Zwei Augenzeugen alarmierten die Polizei und hielten den Mann solange fest, die Einsatzkräfte vor Ort waren. Die Beamten nahmen den 33-Jährigen fest und brachten ihn in das Polizeianhaltezentrum.

Mehrere Einbrüche in Bürogebäude

In der Zeit zwischen Freitag und Montag versuchten Unbekannte in mehrere Büros in der Salzburger Altstadt einzudringen. Die Täter scheiterten aber an der Eingangstüre. In einem Gebäude in der Rainerstraße konnten Einbrecher die Türe aber aushebeln. Die unbekannten Täter erbeuteten mehrere hundert Euro.

Auch in Bad Hofgastein (Pongau) brachen unbekannte Täter in der Nacht auf Montag in ein Verwaltungsgebäude ein. Sie entwendeten eine Handkassa samt Bargeld. Die Höhe der Beute stand bis dato noch nicht fest.

Neumarkterin schlägt Einbrecher in die Flucht

Eine Hausbewohnerin in Neumarkt am Wallersee (Flachgau) wurde in der Nacht auf Montag auf Geräusche vor ihrem Haus aufmerksam. Unbekannte Täter hatten auf der Terrasse Gartenmöbel verschoben. Als sie im Haus das Licht einschaltete und aus dem Fenster schaute, sah die Frau jemanden flüchten. Die Fahndung nach dem Täter brachte bislang kein Ergebnis, berichtete die Polizei.

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The Goasberg Story XVII http://www.salzburg24.at/the-goasberg-story-xvii-2/4245233 http://www.salzburg24.at/the-goasberg-story-xvii-2/4245233#comments Mon, 23 Feb 2015 15:31:39 +0000 http://4245233

Die alpine Ski-WM in Vail ist gerade erst vorbei, da findet in Falun mit der nordischen Ski WM bereits das nächste Wintersport-Großereignis statt. Grund genug für die Jungs vom Goasberg aus Bischofshofen, sich in einer neuen „Goasberg-Story“ voll und ganz auf den Sport im ORF zu konzentrieren.

Von Knaus bis Forcher und Wurst

Von Ski-Legende Hans Knauss, über die ORF-Legende Sepp Forcher und Songcontest-SiegerIn Conchita Wurst, bis hin zu ORF-„Nachwuchstalent“ Andreas Goldberger, werden Fernsehstars und Größen des Wintersports auf irrwitzige Art und Weise parodiert.

Erstmals Nachwuchs mit dabei

Neben den standardmäßigen Hauptdarstellern Felix Hallinger und Alex Pirnbacher, greift man bei der „Goasberg-Story“ dieses Mal auch auf die jüngsten Schauspiel-Talente vom Goasberg zurück. Mit den beiden Nachwuchs-Schauspielern Alexander und Felix Ceschin will man endgültig die härtesten Schalen knacken und die letzten Damenherzen zum Schmelzen bringen.

„The Goasberg Story XVIII“ bietet neun Minuten beste Parodien zu den beliebtesten Persönlichkeiten des österreichischen Wintersports und Fernsehens. Das neueste Video von den Burschen vom Goasberg ist also auf alle Fälle mehr als einen Blick wert!

 

 

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AK: 1,2 Millionen Euro für Salzburger erkämpft http://www.salzburg24.at/ak-12-millionen-euro-fuer-salzburger-erkaempft/4245200 http://www.salzburg24.at/ak-12-millionen-euro-fuer-salzburger-erkaempft/4245200#comments Mon, 23 Feb 2015 15:07:30 +0000 http://4245200

AK-Präsident Siegfried Pichler: „Unsere Berater tragen zu einem leistbaren Leben bei, weil sie dafür sorgen, dass die Menschen für ihr hart verdientes Geld auch etwas bekommen und nicht über den Tisch gezogen werden.“

AK will Salzburger vor Abzocke schützen

Salzburgs Konsumentinnen und Konsumenten vor Abzocke zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie zu ihrem Recht kommen gehört ebenso zur Aufgabe der Arbeiterkammer wie für die Arbeitnehmer im Land einzutreten. Die Bilanz des AK-Konsumentenschutzes für das Jahr 2014 kann sich sehen lassen. 30.015 Mal wurde 2014 mit Rat und Tat geholfen. In knapp einem Drittel der Fälle im persönlichen Gespräch, ansonsten telefonisch oder per E-Mail. So kamen 12 Prozent mehr Beratungen zusammen als im Jahr 2013. "Dieser Anstieg zieht sich durch alle Bereiche. Wir konnten 2014 in 2.119 Fällen 1.176.500 Euro außergerichtlich für die Menschen im Bundesland erkämpfen", sagt die Leiterin der AK-Konsumentenberatung Angela Riegler.

Top-Themen: Wohnen und Telekommunikation

Die Top-Themen in der Konsumentenberatung waren 2014 das Wohnrecht mit 6.700 Beratungen, der Telekommunikationsbereich mit knapp 4.400 Beratungen sowie sonstige Dienstleistungen mit 3.200 Beratungen. Geld, Versicherungen, Reisen, Internet-Abzocke, Heizen und Energie sowie Werbeveranstaltungen und Reisegewinne sind mit 1.000 bis 3.000 Beratungen jährlich ebenfalls stark nachgefragt.

Dauerbrenner: Reisen, Gewinnspiele, Handytarife

  • Auch jetzt im Februar sehr aktuell: Das Thema „online buchen“. Zurzeit planen viele ihren Urlaub für  2015. Im vergangenen Jahr gab es vor allem bei Onlinebuchungen Probleme mit Tippfehlern bei der Eingabe von Daten, versteckten Gebühren bei der Buchung und unvollständigen Buchungsbestätigungen. Auch Fluglinien versuchten sich um Ausgleichsleistungen zu drücken, die Kunden bei Verspätung und Annullierung von Flügen zustehen.
  • Ein weiterer trauriger Trend: Im Jahr 2014 gab es wieder mehr Massenaussendungen mit dubiosen Gewinnspielen. Im Wesentlichen ging es den unseriösen Betreibern darum, Konsumenten mit ungerechtfertigten Forderungen abzuzocken.
  • Auch am Handytarif-Sektor tat sich einiges. Leider nicht zum Guten. Vor allem bei so genannten Billigtarifen stiegen die Kosten überdurchschnittlich. Betreiberwechsel wurden für Kunden durch höhere Aktivierungsgebühren von nunmehr rund 70 Euro erschwert. Viele Konsumenten haben auch nach wie vor Probleme mit Abos, die man über die Handyrechnung bezahlt. Das Rücktrittsrecht für Konsumenten wurde zwar verbessert, aber die AK muss durch Interventionen nach wie vor erhebliche Summen für die Konsumenten "zurückholen".
  • Ein gesamtgesellschaftlicher Trend: Konsumentinnen und Konsumenten können sich oft nicht darauf verlassen, so einfach zu ihrem Recht zu kommen. Sie erhalten nicht, wofür sie gezahlt haben. Waren und Dienstleistungen werden mangelhaft erbracht, Vertragskündigungen nicht akzeptiert und überhöhte Preise verrechnet. Hier gibt es im Bereich Professionisten- und Handwerkerleistungen, bei Dating-Seiten und in Fitness- bzw. Wellness-Studios viele Anfragen.

Immer mehr Salzburger haben finanzielle Schwierigkeiten

Auffällig ist, dass sich die finanzielle Situation vieler Salzburger zunehmend verschärft. Immer mehr Menschen können trotz Zahlungsbereitschaft ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. "Sie können sich ihre Kreditraten nicht mehr leisten oder suchen bei uns Hilfe und Möglichkeiten, wie mit  überzogenen Konten umgegangen werden soll", sagt Angela Riegler. In solchen Fällen unterstützt die AK beim Abschluss sinnvoller und tragbarer Rückzahlungsvereinbarungen. Oft kann auch das Angebot einer Abschlagszahlung herausgeholt werden: Die Bank oder das Handelsunternehmen verzichtet auf weitere Forderungen, wenn man es schafft, einen bestimmten Betrag aufzubringen. Leider florieren in diesem Zusammenhang so genannte Finanzsanierer. Unseriöse Unternehmen machen sich die schwierige Situation mancher Menschen zu Nutze, indem sie scheinbar Kredite anbieten, aber nur einen Finanzsanierungsvertrag abschließen wollen. „Das bringt nichts außer zusätzlichen Gebühren und ist für Konsumenten nicht nur ungeeignet, sondern sinnlos!", so Riegler.

AK: Lebenserhaltungskosten steigen weiter

Dass Salzburg nach wie vor ein teures Pflaster ist zeigt nicht zuletzt der von der AK-Konsumentenberatung erhobene Warenkorb mit Markenprodukten: Lebensmittel waren 2014 im Schnitt um knapp 20 Prozent teurer als in Bayern. Reinigungsmittel knapp 47 Prozent und Körperpflege und Kosmetik gar um fast 63 Prozent. Greift man zum billigsten verfügbaren Produkt (keine Markenware), dann ergibt sich für einen Warenkorb mit knapp 60 Produkten des täglichen  Bedarfs ein Preisunterschied von rund elf Prozent zu Bayern. Mit plus 4,37 Prozent wurden Lebensmittel in Salzburg übrigens im Vergleich zum Herbst 2013 spürbar teurer. Der Verbraucherpreis-Index, der die allgemeine Teuerung abbildet, stieg nur um 1,6 Prozent (zwischen Frühjahr 2014 und Frühjahr 2013).

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