Gefälschte Sprachzertifikate an Botschaften

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Auch an österreichischen Vertretungsbehörden im Balkanraum sind zuletzt immer wieder nahezu perfekt gefälschte Sprachzertifikate aufgetaucht, wie das Außenministerium am Montag der APA bestätigte. Diese sind für alle Einwanderer mit der Ausnahme von EU-Bürgern und Schweizern so gut wie immer Voraussetzung, um eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich zu bekommen.


Waren die Fälschungen anfangs noch von minderer Qualität und leicht auszumachen, sei man seit “etwa einem Jahr mit hochprofessionellen Fälschungen” konfrontiert, sagte Außenamtssprecher Martin Weiss. Im Umlauf seien diese vor allem in der kosovarischen Hauptstadt Pristina. Da die dortige österreichische Botschaft keine Anträge auf Aufenthaltstitel entgegennimmt, sei vor allem die Botschaft im mazedonischen Skopje betroffen, die diese Aufgabe für Pristina übernimmt.

Allerdings seien die Mitarbeiter der österreichischen Vertretungsbehörden im Balkanraum informiert und würden die ihnen vorgelegten Dokumente besonders gründlich prüfen, erklärte Weiss. Etwa würde im Verdachtsfall bei den ausstellenden Sprachinstituten nachgefragt, ob die Antragsteller tatsächlich an einem Sprachkurs teilgenommen hätten.

Konkret geht es um den Nachweis, Deutsch zumindest auf A1-Niveau (Basiskenntnisse) zu beherrschen. Wird eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich erteilt, erhalten die Antragsteller zudem ein sogenanntes D-Visum, das ihnen die Einreise nach Österreich erlaubt, wo sie dann ihre Aufenthaltsgenehmigung abholen könne. Daher war im deutschen Nachrichtenmagazin “Focus”, das am Sonntag erstmal über die Fälschungen berichtet, auch von Visa-Betrug die Rede.

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