Die Feuerwehren im Pinzgau probten am Samstag den Ernstfall. - © Landesfeuerwehrverband Salzburg
Das Übungsszenario: Durch einen Unfall mit einem Gabelstapler war ein mit Kalilauge gefüllter Kesselwagon am Betriebsgelände leck geschlagen. Ätzende Chemikalie trat in erheblichen Mengen aus und bedrohte Mensch, Tier sowie Umwelt. Unter dieser Übungsannahme wurden 66 Mann mit 18 Fahrzeugen von insgesamt acht Pinzgauer Feuerwehren alarmiert.
Neben zahlreichen Feuerwehrleuten kamen auch fünf Trupps mit schweren säurebeständigen und umluft- unabhängigen Schutzanzügen zum Einsatzort. Durch diese, bestens gegen die Säure geschützten Kräfte, wurden Proben entnommen, ausgelaufene Chemikalie aufgefangen sowie die Leckstelle entsprechend abgedichtet. Dabei wurde unter Zuhilfenahme von Spanngurten sowie einem säurebeständigen Dichtkissen die leckgeschlagene Stelle am Kesselwagon vollständig verschlossen.
Um die ätzende Chemikalie nicht zu verschleppen, wurde ein Dekontaminationsplatz (Reinigungsplatz) errichtet, an welchem die an der Einsatzstelle tätigen Kräfte gereinigt wurden.
Die Reste der ausgelaufenen Chemikalie wurden mit Hilfe des LUF 60 (Lösch-Unterstützungs-Fahrzeug) aus sicherer Entfernung soweit mit Wasser verdünnt, dass von dieser keine weitere Gefahr mehr für Mensch und Tier ausging.
Für Unfälle mit Gefahrgut (z.B. Chemikalien, Radioaktivitäten, etc.) sind in jedem Bezirk Spezialkräfte vorgesehen, welche im Bedarfsfall geschlossen zum Einsatz gebracht werden können. Diese Mannschaften verfügen über eigene Gerätschaften und sind besonders für diesen Aufgabenbereich geschult. Um die Koordination und den reibungslosen Ablauf im Einsatzfall sicherstellen zu können, sind gemeinsame Übungen unabdingbar.
Eingesetzte Kräfte: