Gehry-Museum wird in Paris eröffnet

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Spektakuläres Museum für moderne Kunst
Spektakuläres Museum für moderne Kunst
Im Bois de Boulogne im Westen von Paris, zwischen dem Eiffelturm und dem Geschäftsviertel La Defense, öffnet ein neues architektonisches Mega-Projekt seine Tore: Die Stiftung Louis Vuitton, ein futuristisches Bauwerk aus Stahl und Glas, ist das neueste Projekt des 85-jährigen Stararchitekten Frank Gehry. Die Stiftung wird am Montag vom französischen Präsidenten Francois Hollande eingeweiht.


Hinter dem spektakulären Museum mit seinen 11.700 Quadratmetern Nutzfläche, das ab 27. Oktober für das Publikum zugänglich sein wird, steht der Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH und Milliardär Bernard Arnault, ein leidenschaftlicher Kunstsammler. Das Gebäude umfasst elf Galerien. Sie zeigen Werke aus dem 20. Jahrhundert und zeitgenössische Arbeiten, darunter Thomas Schüttes Großskulptur “Mann im Matsch”, eine Video-Arbeit von Christian Boltanski sowie Werke von Gerhard Richter. Die Stiftung rechnet mit bis zu 800.000 Besuchern pro Jahr.

Beeindruckend ist schon das Gebäude selbst. Wie alle Bauten von Gehry ist auch das neue Museum alles andere als ein rechteckiger Schuhkarton: Der US-kanadische Architekt blieb nach eigenen Worten seinem Prinzip treu, wie schon bei seinem Guggenheim-Museum in Bilbao oder dem Tanzenden Haus in Prag die Idee zu vermitteln, dass “alles im Fluss, nichts fertig” sei. Das Zentrum der Stiftung – laut Gehry der “Eisberg” – umgeben zwölf unterschiedlich große und gewölbte Glassegel. Ein großes Wasserbecken lässt rasch die Assoziation mit einem Traum-Schiff aufkommen.

Über die Baukosten schweigt sich Mäzen Arnault aus. “Einen Traum kann man nicht in Zahlen fassen”, sagt der 65-jährige Multi-Milliardär, der sich mit der Stiftung einen langjährigen Traum erfüllt. Nach Angaben seines Beraters Jean-Paul Claverie brauchte es allein zwei Jahre und ein Team von hundert Ingenieuren, “um eine Technologie zu entwickeln, mit der sich der große Wurf des Künstlers umsetzen ließ”. Dabei seien 30 Patente angemeldet worden, fügte er hinzu.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters gerät Gehry selbst ins Schwärmen, wenn er durch sein imposantes, lichtdurchflutetes Gebäude läuft. Dank des unterschiedlichen Lichteinfalls kämen die Kunstwerke immer wieder neu zur Geltung, sagt er. Arnaults künstlerische Leiterin Suzanne Page hat eigens für die Stiftung sechs neue Werke in Auftrag gegeben, um dieses Spiel mit dem Licht auch künstlerisch einzufangen: Unter anderem schuf der Isländer Olafur Eliasson eine Art gigantisches Spiegel-Kaleidoskop.

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