Geil und Gratis: Jazz & the City

Das 15. Jazz and the City wurde im Salzburger Sternbräu vorgestellt.
Das 15. Jazz and the City wurde im Salzburger Sternbräu vorgestellt. - © Wildbild
98 Konzerte in 40 Spielstätten – und das auch noch ganz und gar ohne Eintritt: Jazz & the City geht in die 15. Runde und hat ein paar echte Highlights in Petto. Es gibt allerdings auch Kritik

Von 22. bis 26. Oktober wird die Salzburger Altstadt zur Jazzbühne: Bei der 15. Ausgabe von “Jazz & the City” sind heuer Topstars wie John Scofield, John Surman, Bill Frisell, Luis Sclavis mit Michel Portal, Wolfgang Puschnig, Nils Petter Molvaer, Harri Stojka, Roy Hargrove, Terence Blanchard oder Richard Dorfmeister angesagt. Insgesamt gibt es 98 Konzerte an 40 Spielstätten bei freiem Eintritt.

Mix aus Abtanzen und Anspruch

Kurator Gerhard Eder hat sein Programm in Reihen wie “Voices”, “African Dreams”, “Heimspiel”, “Art of Duo” oder “Schräge Heimat” gegliedert und versucht, einen Mix aus Abtanzen und komplexem musikalischen Anspruch, Intimität, großen und kleinen Besetzungen, Stars und noch wenig bekannten Projekten anzubieten. “In jedem Fall müssen sich die Zuhörer einen eigenen Weg suchen für ihr persönliches Musikerlebnis. Und die Leute tun das auch; wir registrieren ein Publikum, das sich vorbereitet und genau weiß, was es hören will.”

Spektakel für 380.000 Euro

Für 40 der knapp hundert Konzerte werden Zählkarten ausgegeben. Insgesamt sind 15.000 davon aufgelegt, die am Freitag, 17. Oktober, von 14 bis 20 Uhr und am Samstag darauf von 10 bis 14 Uhr im Büro des Veranstalters, des Salzburger Altstadtverbandes, in der Münzgasse abgeholt werden können. In den vergangenen Jahren wurde diese fünftägige Veranstaltung von mehr als 35.000 Besuchern frequentiert.

Das Budget von “Jazz & the City” beträgt 380.000 Euro, die durch die Stadt Salzburg, den Altstadtverband, den Tourismusförderungsfonds und private Sponsoren zusammengetragen wurden. Auch die Salzburger Wirte beteiligen sich mit 50.000 Euro an den Gagen für die Musiker, und alle – vom Beisl um die Ecke bis zum Landestheater – stellen ihre Räume und Bühnen gratis zur Verfügung.

Kritik wegen Wettbewerbsverzerrung

In Kritik geraten ist das Gratis-Konzept von “Jazz & the City” in den vergangenen Jahren, weil andere Veranstalter in Stadt und Land für zum Teil die selben Musiker im Ganzjahresbetrieb Eintritt verlangen müssen. Dies würde den Wettbewerb um die Gunst des Publikums verzerren. Bürgermeister Heinz Schaden (S) via Stadt bzw. Altstadtverband einer der Hauptförderer dieses Konzeptes, glaubt das nicht. “Wir haben das diskutiert und sind der Meinung, dass ‘Jazz & the City’ eine Türöffner-Funktion für den Jazz hat. Wir haben einen Besucher-Schwund bei den ganzjährigen Veranstaltern jedenfalls nicht bemerkt. (APA)

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