Gelsen als “bissige Hausgäste” zu erwarten

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Gelse auch als Krankheitsüberträger gefürchtet
Gelse auch als Krankheitsüberträger gefürchtet
Die Gelsen bleiben uns als Negativeffekt der milden Witterung auch Mitte Oktober noch erhalten. “Sobald es aber die ersten kalten Nächte gibt, drängen sie sich in frostsichere Bereiche und auch in Häuser; das kann schon nächste Woche stattfinden und zu unangenehmen und schmerzlichen Erfahrungen führen”, warnte der Ökologe und Stechmückenexperte Bernhard Seidel im Gespräch mit der APA.


Durch die milde Witterung sind die großen Stechmückenbestände des heurigen Jahres immer noch aktiv. “Der regenreiche Sommer hat dazu geführt, dass die Wald- und Hausgelsen zahlreich sind”, so der Experte – und jetzt sind die Bestände am größten. Man könne davon ausgehen, dass Exemplare der Gemeinen Stechmücke” (Culex pipiens) und ihrer Artgenossen in die fünfte bis achte Generation gekommen sind – und hier ist für die Weibchen bald die Zeit zum Überwintern gekommen. “Sobald die Nächte auf drei bis null Grad Celsius herunterkühlen, drängen die Insekten in die Bauten”, so Seidel mit dem Hinweis darauf, dass die “Überschwemmungsgelsen” nun keine Probleme mehr machen.

Für Seidel sind die Hausgelsen auch ein “fantastisches Kulturvolk”, denn “sie ernähren sich vom Menschen und wohnen in seinem Haus.” Immerhin hat es der Einzelne in der Hand, dafür zu sorgen, dass die Population im kommenden Jahr ein wenig geringer ausfällt. Der Stechmückenexperte empfiehlt im November und bis spätestens März mögliche Überwinterungsplätze der Gelsen abzusaugen, “um sie in der Winterruhe zu eliminieren.” Der Zuzug der oftmals nervtötenden Spezies kann witterungsabhängig noch bis Ende November andauern.

Nicht zuletzt können die Gelsen auch ein gesundheitliches Problem bedeuten: 2011 fand man das West Nil Virus bei einer Gemeinen Stechmücke in Niederösterreich und 2012 in Burgenland beim Neusiedlersee, berichtete die AGES im Mai dieses Jahres.

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