Gerüchte über Giftgasangriff in Kobane falsch

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Heftige Kämpfe in der Stadt Kobane
Heftige Kämpfe in der Stadt Kobane
Gerüchte über einen Giftgasangriff der Terrororganisation IS in der umkämpften Kurdenstadt Kobane haben sich nach Angaben von Menschenrechtlern als falsch erwiesen. Augenzeugen aus der Stadt im Norden Syriens hatten in der Nacht berichtet, zahlreiche Bewohner würden an Atemnot leiden und Symptome eines Giftgasanschlages zeigen. Tatsächlich soll es sich jedoch um eine Einzelperson handeln.


“Ein Allergiepatient litt unter dem durch die Bombardierungen verursachten Rauch”, sagte Rami Abdelrahman, Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Mann sei in der Nacht stationär mit Sauerstoff behandelt worden und habe das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Die USA riefen unterdessen alle Staaten zu verstärkten Bemühungen auf, um die Ausreise einheimischer Islamisten in den Krieg im Irak und in Syrien zu verhindern. “Jeder auf der Welt kann mehr tun, um den Einsatz ausländischer Kämpfer dort zu verhindern”, sagte US-Außenminister John Kerry.

Die kurdische Autonomieregion im Nordirak beschloss indes militärische Hilfe für die gegen den IS kämpfenden Kurden in der nordsyrischen Stadt Kobane beschlossen. Wie das kurdische Nachrichtenportal “Rudaw” am Mittwoch berichtete, einigten sich alle Fraktionen im Parlament darauf, die kurdischen Volksschutzeinheiten in dem Ort nahe der türkischen Grenze zu unterstützen. Die kurdische Gorran-Partei im Nordirak teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass in einer ersten Phase rund 200 Peschmerga-Soldaten mit schweren Waffen an diesem Einsatz teilnehmen sollten.

Das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad soll den kurdischen Verteidigern in Kobane angeblich Waffen geliefert haben. Die von IS-Extremisten bedrängte Enklave sei von der Armee “militärisch und logistisch sowie mit Munition und Waffen” unterstützt worden, sagte der syrische Informationsminister Omran al-Zoubi (Umran al-Saubi) nach Angaben der Nachrichtenagentur SANA am Mittwoch im Staatsfernsehen. Von kurdischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Nach Angaben Al-Zoubis lieferten Flugzeuge der syrischen Luftwaffe die Waffen nach Kobane. “Ayn al-Arab ist syrisches Gebiet, und die Menschen dort sind unsere Menschen”, sagte der Minister unter Verwendung des arabischen Namens für die Stadt Kobane. Im seit mehr als drei Jahre andauernden syrischen Bürgerkrieg war das Regime bisher Gegner der im Norden kämpfenden kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG).

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