Gewaltwelle in Mexiko geht weiter

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Der Südwesten von Mexiko kommt nicht zur Ruhe: Mit der Tötung von fünf Menschen im Bundesstaat Guerrero setzte sich die jüngste Welle der Gewalt in der Region fort. Die Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren seien im Badeort Acapulco erschossen worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.


Am Wochenende hatte die Polizei in der Stadt Iguala zwei Studenten erschossen, die bei einer Protestaktion mehrere Busse gekapert hatten. 25 Menschen wurden verletzt. Die Polizei nahm 22 Beamte wegen unverhältnismäßiger Gewaltanwendung fest.

Dutzende Kommilitonen wurden nach der Auseinandersetzung vermisst. 14 Studenten tauchten bis zum Dienstag wieder auf. Soldaten, Polizisten, Kommilitonen und Menschenrechtsaktivisten suchten nach den übrigen 43 Studenten, sagte Staatsanwalt Inaky Blanco.

An anderer Stelle eröffneten Angreifer das Feuer auf Busse und Autos und töteten drei Menschen, darunter einen 15-jährigen Fußballspieler einer Drittligamannschaft. Auch an dieser Attacke seien örtliche Polizisten beteiligt gewesen, sagte Blanco. Gegen sie seien strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden.

Allerdings könnten sich auch kriminelle Banden an dem Angriff beteiligt haben. So seien am Tatort Patronenhülsen entdeckt worden, die nicht zu den Waffen der Polizei passten, sagte der Staatsanwalt.

Zuvor war die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden, dem die Haut abgezogen worden war. Am Sonntag erschossen Unbekannte den regionalen Generalsekretär der konservativen Oppositionspartei PAN, Braulio Zaragoza, beim Frühstück in einem Hotel in Acapulco.

Guerrero gilt als der gefährlichste Bundesstaat Mexikos. Mit 61,59 Morden je 100.000 Einwohnern liegt die von der Drogenkriminalität erschütterte Region noch weit vor den Rauschgifthochburgen Sinaloa, Michoacan und Tamaulipas.

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