Gewerkschaften nach Verhandlungen zu Metaller-KV zufrieden

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Chefverhandler Rainer Wimmer von der Gewerkschaft PRO-GE
Chefverhandler Rainer Wimmer von der Gewerkschaft PRO-GE - © APA
Die für die sechs Berufszweige und Fachverbände der Metallindustrie zuständigen Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp ziehen heute nach dem Abschluss der Branchen-KV-Verhandlungen eine positive Bilanz. Nach sieben Wochen und insgesamt 14 Verhandlungsrunden habe man das Ziel eines einheitlichen Kollektivvertrages und Lohn- und Gehaltsabschlusses für alle 180.000 Beschäftigten erreicht.

Auch der heute mit dem letzten ausständigen Fachverband, jenem der Nichteisen-Metallindustrie, erreichte KV-Abschluss entspreche den vorausgegangenen fünf Abschlüssen in der Metallindustrie, betonen die Gewerkschaften am Montag in einer Presseaussendung.

Knackpunkt der diesjährigen KV-Runde seien die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Maschinen- und Metallwarenindustrie gewesen. Erst nach österreichweiten Betriebsrätekonferenzen mit rund 1.300 Teilnehmern und der Einberufung von Betriebsversammlungen hätte am 4. November in der vierten Verhandlungsrunde nach 16 Stunden ein erster Abschluss erreicht werden können. Die Einkommen werden im Schnitt um 1,68 Prozent erhöht, wobei eine gestaffelte Erhöhung erreicht worden sei. Besondere Berücksichtigung hätten die unteren Einkommensgruppen gefunden, deren Löhne- und Gehälter um 2,0 Prozent erhöht worden seien.

Ebenso hätten rahmenrechtliche Verbesserungen erzielt werden können. So werden Karenzzeiten künftig in vollem Ausmaß auf dienstzeitabhängige Ansprüche angerechnet und auch die Fahrtkosten für Lehrlinge zum Berufsschulinternat übernommen, sofern diese nicht bereits von öffentlichen Förderungen abgedeckt sind.

Zusätzlich sei es gelungen, auch dieses Jahr die Freizeitoption wieder für die Bereiche Bergbau-Stahl und Fahrzeugindustrie zu vereinbaren. Die Beschäftigten könnten sich anstelle der Ist-Erhöhung für mehr Freizeit entscheiden. Für die Freizeitoption sei eine Betriebsvereinbarung notwendig, der zusätzliche Freizeitanspruch könne zur Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit verwendet, stundenweise, in ganzen Tagen oder ganzwöchig verbraucht oder für eine längere Freizeitphase über mehrere Jahre angespart werden.

Geltungstermin des neuen Kollektivvertrages ist der 1. November 2016. Die Laufzeit beträgt zwölf Monate. Insgesamt umfasst die heimische Metallindustrie rund 180.000 Beschäftigte, aufgeteilt auf sechs Fachverbände bzw. Berufszweige.

(APA)

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