Giftköder: Keine Hinweise in Seekirchen, Krisenstab setzt Sofortmaßnahmen

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Giftköder: Keine Hinweise in Seekirchen, Krisenstab setzt Sofortmaßnahmen
Nachdem in Seekirchen (Flachgau) bei einer mutmaßlichen Giftköder-Attacke auf einer Hundewiese offenbar bis zu sieben Hunde vergiftet worden sind (wir haben berichtet), hat die Polizei am Montag das Areal abgesucht. Hinweise auf Giftköder wurden keine gefunden. Indes hat ein Krisenstab Sofortmaßnahmen beschlossen.

In der Flachgauer Stadtgemeinde Seekirchen herrscht seit dem Wochenende helle Aufregung unter den Hundebesitzern. Die dortige Hundewiese musste gesperrt werden, da offenbar Giftköder ausgelegt worden sind.

Tragische Tierschicksale in Seekirchen

Zwei Hunde sind vor zwei beziehungsweise drei Tagen “vermutlich vergiftet” worden, so die Polizei, wobei der zweite tote Hund – ein zweijähriger Terrier namens “Peanut” – Vergiftungserscheinungen gezeigt haben soll. Tierärztlich obduziert wurde Peanut aber nicht.

 

Die Seekirchner Hundewiese wurde gesperrt. / Aktivnews Die Seekirchner Hundewiese wurde gesperrt. / Aktivnews ©

Zweiter Hund in Seekirchen gestorben

Ebenfalls ungeklärt ist, ob der erste tote Hund – ein elfjähriger Pinscher namens “Freddy” – an jenen blau-grünlichen Substanzen gestorben ist, die der Tierarzt bei der Obduktion gefunden hatte. “Freddy” war alt und litt seit einem Jahr an Leberkrebs. Die Proben wurden am Montag in ein Speziallabor nach Mödling bei Wien geschickt. Ob der Hund die Substanzen in einem Köder versteckt auf der Hundewiese gefressen oder irgendwo sonst aufgeschleckt hat, konnte der Tierarzt nicht feststellen.

Sachdienliche Hinweise nehmen die Beamten der Polizeiinspektion Seekirchen unter der Nummer 059 133 50 5126 100 entgegen.

Keine Giftköder in Seekirchen gefunden

Laut Aussagen der Obfrau des Hundewiesenvereines Gisi Ramsauer sind bisher sieben Hunde nach dem Besuch der Wiese verendet. Diese Zahl konnte die Polizei am Montag aber noch nicht bestätigen. Die Hundewiese sowie die Umgebung in Seekirchen wurden inzwischen von Beamten unter die Lupe genommen, gefunden wurde nichts.

Krisenstab in Seekirchen

“Wenn ich die Vorgangsweise nach meiner polizeilichen Ausbildung beurteile, dann tragen die Hundemorde Merkmale eines terroristischen Anschlages“, so Landtagsabgeordneter Helmut Naderer zu den Vorfällen am Wochenende in Seekirchen. „Es wird wahllos Leid (Mensch und Tier) herbeigeführt. Dem Täter geht es nur darum zu töten, egal welchen Hund”, so Naderer Montagnachmittag in einer Aussendung. Gleichzeitig teilte der Team-Stronach-Politiker mit, dass in Seekirchen ein Krisenstab gebildet wurde.

Der Krisenstab setzt sich aus Mitarbeitern von Gut Aiderbichl, der Obfrau des Hundewiesenvereins und Klubobmann Helmut Naderer zusammen. Teilweise waren Landesveterinär Hofrat Josef Schöchl und Tierarzt Manfred Arnezeder per Telefonkonferenz zugeschaltet.

 

Rudi Mirtl Helmut Naderer bildet Krisenstab in Seekirchen./Rudi Mirtl ©

Sofortmaßnahmen beschlossen

  • Die vier Hektar große Wiese wird so kurz wie möglich gemäht und das Gras sondermüllmäßig entsorgt.
  • Die gesamte Anlage bekommt große Scheinwerfer und wird mit Bewegungsmeldern ausgestattet.
  • Das Areal wird zukünftig kameraüberwacht.
  • Vom Amtstierarzt wurden die gezogenen Vergiftungsproben dem AGES-Institut für Veterinärmedizinische Untersuchungen nach Mödling übermittelt.
  • Die Wiese bleibt bis zur vollständigen Umsetzung aller beschlossen Maßnahmen gesperrt.

Hundewiesen in Salzburg kontrolliert

Nach den Vorkommnissen in Seekirchen hat die Stadt Salzburg Vorsicht walten lassen: Montagfrüh verhängte das Stadtgartenamt über Initiative von Vizebürgermeister Harry Preuner über alle sechs städtischen Hundewiesen eine vorübergehende Sicherheitssperre. Am Nachmittag kam dann die Entwarnung: Die Untersuchung der Hundewiesen auf Giftköder hat kein Ergebnis gebracht. Salzburger HundebesitzerInnen können ihre Vierbeiner auf den Wiesen daher gefahrlos frei laufen lassen, die Hundewiesen sind zur Benutzung wieder freigegeben.

(SALZBURG24/APA)

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