Schneechaos: Zuspätkommen bei winterlichen Fahrhältnissen kein Entlassungsgrund

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Verkehrsteilnehmer mussten am Montag viel Geduld aufbringen.
Verkehrsteilnehmer mussten am Montag viel Geduld aufbringen. - © SALZBURG24/Schuchter
Wer am Montag wegen der winterlichen Fahrverhältnisse zu spät zur Arbeit gekommen ist, hat keinen Entlassungsgrund geliefert. Das stellt die Arbeiterkammer Salzburg klar. Auch am späten Vormittag war auf Salzburgs Straßen noch viel Geduld gefragt. Vielerorts müssen Verzögerungen von rund einer Stunde in Kauf genommen werden.

Wenn sich Frau Holle austobt, Straßen und Schienen unter dem Schnee verschwinden und alle Pläne durch Glatteis ins Schleudern geraten, stellt sich die Frage: Schaffe ich es heute überhaupt in die Arbeit? Und falls ja, wann? Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, falls ich nicht oder zu spät komme?

So schaut’s arbeitsrechtlich aus

Wenn extreme Wetterbedingungen herrschen und Autofahrer deshalb nicht oder nicht pünktlich die Arbeit antreten können, liegt ein so genannter Dienstverhinderungsgrund vor. Das heißt, das Fernbleiben oder die Verspätung ist entschuldigt.

Pkw-Lenker verpflichtet, Vorkehrungen zu treffen

Die Mitarbeiter seien aber verpflichtet, die ihnen zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um trotz der widrigen Umstände rechtzeitig zum Job zu erscheinen. So muss man beispielsweise früher als sonst aufbrechen, wenn der Wetterbericht schon am Vorabend das Schneechaos vorhersagt. Oder vom Auto auf Öffis umsteigen, falls das eine gangbare Option ist.

Sobald sich abzeichnet, dass man es nicht oder nicht pünktlich zur Arbeit schafft, ist sofort dem Arbeitgeber Bescheid zu geben.

Nicht erbrachte Arbeitszeit meist entlohnt

Die deswegen nicht erbrachte Arbeitszeit müsse meistens auch entlohnt werden. Angestellte hätten jedenfalls Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Arbeiter dann, wenn dieser im anzuwendenden Kollektivvertrag nicht ausgeschlossen ist.

(APA/SALZBURG24)

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