“Gonzalo” sorgt für verrücktes Oktober-Wetter

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Von Sommertagen bis Starkregen hatte der Oktober alles zu bieten.
Von Sommertagen bis Starkregen hatte der Oktober alles zu bieten. - © Aktivnews
Der Kälteeinbruch hat verhindert, dass der verrückte Oktober zum wärmsten aller Zeiten wird. Erst gab’s Sommertage, dann hat Salzburg den Regenrekord aufgestellt. Die Wetter-Kapriolen im Überblick.

Der Oktober hat viele Salzburger für den unbeständigen Sommer entschädigt. Über 20 Grad und reichlich Sonne hätten fast dafür gesorgt, dass es der wärmste Oktober der Messgeschichte wird. Wäre da nicht der Kälteeinbruch gewesen, berichteten die Wetter-Spezialisten von Ubimet. Salzburg, Tirol und Vorarlberg wechselten innerhalb weniger Tage vom goldenen Oktober in den weißen Winter.

Die Mitteltemperaturen liegen dennoch am Ende des Monats um 2 bis 3 Grad über dem langjährigen Mittel und somit ist es der wärmste Oktober seit acht Jahren.

Wetter: Starkregen und Schneefall

Der Oktober 2014 zeichnete sich im Wesentlichen durch Trockenheit aus, bis zum 20. Oktober fiel meist nur ein Viertel oder die Hälfte des normalen Niederschlags. „Die Kaltfront des Ex-Hurrikans Gonzalo brachte dann aber die Trendwende“, erklärt der Meteorologe Clemens Teutsch-Zumtobel. „Binnen 72 Stunden schüttete es vom Bregenzerwald bis ins Mostviertel 120 bis 220 Liter pro Quadratmeter, also das Doppelte bis Dreifache des mittleren Monatsniederschlags.“

Regenrekord in Salzburg

Die Station Salzburg-Freisaal weist mit 246 Litern pro Quadratmeter sogar ein neuen Monatsrekord auf. Dazu gab es oberhalb von 900 bis 1100 m einen massiven Wintereinbruch. „Auf der Innsbrucker Nordkette türmten sich die Schneemassen höher auf als im gesamten letzten Winter, die tiefe Schneefallgrenze bewahrte gleichzeitig viele Nordalpenflüsse vor Hochwasser.“ Zu trocken war es dagegen in der gesamten Südosthälfte vom Lienzer bis ins Wiener Becken. „Durch den Nordföhn blieben diese Gebiete vom Starkregen verschont und im gesamten Monat kam hier oft nur ein Drittel der sonst üblichen Niederschlagsmenge zusammen“, sagt der Wetterexperte.

Orkanböen in den Niederungen

Die bereits angesprochene Kaltfront brachte neben heftigen Schauern und der massiven Abkühlung auch die stärksten Windböen in diesem Monat. Meteorologe Teutsch-Zumtobel: „Auf den Bergen gab es Orkanböen über 150 km/h, in den Tälern lag Innsbruck mit 122 km/h ganz vorne. Insgesamt wurden im Zuge des Kaltfrontdurchgangs an über 150 Wetterstationen Windspitzen über 75 km/h gemessen.“ So ein heftiges, österreichweites Sturmereignis gab es das letzte Mal Anfang März 2008 bei Sturm Emma“, erinnert sich der Meteorologe.

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