Greenpeace: Elf Prozent der Salzburger Gemeinden sind frei von Glyphosat

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Salzburger setzen immer weniger auf Glyphosat. (Themenbild)
Salzburger setzen immer weniger auf Glyphosat. (Themenbild) - © APA/dpa/Archiv
14 Gemeinden im Bundesland Salzburg kommen ganz ohne Glyphosat aus. Es gibt Fortschritte. Und trotzdem gibt es noch viel zu tun, heißt es von Greenpeace. Denn das Unkrautvernichtungsmittel ist umstritten, weil es im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Hier seht ihr, ob euer Heimatort glyphosatfrei ist.

Elf Prozent der Salzburger Gemeinden kommen ohne Glyphosat aus. Nun kam mit Bruck an der Glocknerstraße eine weitere Gemeinde dazu – insgesamt sind es nun 13, die auf den Unkrautvernichter verzichten. Ein positives Zeichen, ist man bei Greenpeace überzeugt: „Das Zeitalter von Glyphosat geht zu Ende“, teilt Greenpeace-Landwirtschaftssprecher Sebastian Theissing-Matei via Aussendung mit. Und trotzdem: „Es besteht noch Aufholbedarf“, macht Theissing-Matei weiter klar.

Glyphosatfreie Gemeinden sind grün markiert./Greenpeace.at/Screenshot Glyphosatfreie Gemeinden sind grün markiert./Greenpeace.at/Screenshot ©

Diese Gemeinden sind frei von Glyphosat

  • Stadt Salzburg
  • Nußdorf am Haunsberg (Flachgau)
  • Obertrum am See (Flachgau)
  • Neumarkt am Wallersee (Flachgau)
  • Hallein (Tennengau)
  • Krispl (Tennengau)
  • St. Johann (Pongau)
  • St. Veit (Pongau)
  • Hüttschlag (Pongau)
  • Saalfelden (Pinzgau)
  • Mittersill (Pinzgau)
  • Bruck an der Glocknerstraße (Pinzgau)
  • St. Margarethen (Lungau)
  • St. Andrä (Lungau)

Glyophosatfrei: Salzburg im Mittelfeld

Im Bundesländervergleich liegt Salzburg mit Elf Prozent glyphosatfreien Gemeinden im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Niederösterreich, wo knapp mehr als 40 Prozent der insgesamt 573 Gemeinden auf das Unkrautmittel verzichten. Dahinter kommen Kärnten mit 15 Prozent (20 Gemeinden), Vorarlberg mit 14,5 Prozent (14 Gemeinden), das Burgenland mit 13,5 Prozent (23 Gemeinden) und Salzburg mit 11 Prozent (13 Gemeinden). Schlusslichter sind Oberösterreich mit 4,5 Prozent (20 Gemeinden) und Tirol, wo nur 2 Prozent der Gemeinden auf Glyphosat verzichten (6 Gemeinden) Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf das Pflanzengift.

Glyphosat: Umstrittener Unkrautvernicht von Monsanto

Das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat des Chemieriesen Monsanto ist umstritten. Verschiedene Institutionen gehen davon aus, dass es krebserregend sei – ohne das Risiko zu bewerten, tatsächlich Krebs davon zu bekommen. Andere Organisationen, die sich mit Lebensmittelsicherheit auseinandersetzen, kommen zum Ergebnis, dass es wahrscheinlich nicht krebserregend sei (hier findet ihr eine kurze Übersicht dazu). Die EU-Kommission verlängerte im Juni des Vorjahres die Zulassung für Glyphosat um 18 Monate. In den USA wurde erst vor wenigen Tagen beschlossen, Glyphosat auf die Liste mit krebserregenden Chemikalien zu setzen. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) ein Verbot von Glyphosat.

Die Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße beschloss den Ausstieg./Klaus Horvat-Unterdorfer Die Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße beschloss den Ausstieg./Klaus Horvat-Unterdorfer ©

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