Großeinsatz der Polizei nach Bombendrohung in Bayerisch Gmain

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Das Gebiet rund um die Bank wurde großräumig abgeriegelt.
Das Gebiet rund um die Bank wurde großräumig abgeriegelt. - © BRK BGL
Aufgrund einer Bombendrohung war im benachbarten Bayerisch Gmain (Lkr. BGL) ab Dienstagvormittag ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz. Der Bereich um die Berchtesgadener Straße wurde großräumig gesperrt. Ein Rollstuhlfahrer hat in einer Bank nach einem Streit gesagt, eine Bombe in seinem Rollstuhl zu haben. Am Nachmittag konnte schließlich Entwarnung gegeben werden.

Ein Rollstuhlfahrer löste mit einer Bombendrohung am späten Dienstagvormittag in Bayrisch Gmain einen Großeinsatz der Polizei aus. Gegen zehnUhr hatte der Mann eine Bankfiliale aufgesucht, offenbar in der Absicht dort Geld abzuheben oder ausgehändigt zu bekommen. Dis wurde ihm jedoch von den Bankangestellten verweigert. Daraufhin drohte der Rollstuhlfahrer, dass sich in seinem Rollstuhl Sprengmittel befinden und er diese zum Einsatz bringen würde. Zunächst wurde die Bank geräumt und das Gelände weiträumig abgesperrt. Danach erfolgte eine großflächige Evakuierung.

Rund 100 Einsatzkräfte in Bayerisch Gmain vor Ort

Im Einsatz waren knapp 50 Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd von der Polizeiinspektion Bad Reichenhall und umliegenden Dienststellen, sowie 40 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren und zehn Kräfte des Rettungsdienstes.

Im weiteren Verlauf – die Ernsthaftigkeit der Drohung konnte nicht sicher eingeordnet werden – mussten die Beamten und Freiwilligen vor Ort einen Sicherheitsbereich mit etwa 300 Metern Radius einrichten. Knapp 300 Anwohner waren von den Maßnahmen betroffen und verließen ihre Häuser. Auch eine Schule und ein Kindergarten mussten geräumt werden. Bei einer Klinik und einem Altenheim in der Nähe verzichtete die Einsatzleitung auf diese Maßnahmen, hier begaben sich die Anwesenden in geschützte und von der Bank abweisende Bereiche.

Die Polizei setzte einen Roboter in Bayerisch Gmain ein./BRK BGL Die Polizei setzte einen Roboter in Bayerisch Gmain ein./BRK BGL ©

Spezialisten geben nach bangen Stunden Entwarnung

Gegen 15.40 Uhr brachten Spezialisten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes einen Roboter zum Einsatz und untersuchten den Rollstuhl. Nachdem keine Auffälligkeiten festgestellt werden konnten, begutachteten die Beamten das Gerät unmittelbar. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden, die Verkehrssperrungen wurden aufgehoben und die Bewohner durften heimkehren.

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BayerischGmain: Technische Sondereinheit konnte keine verdächtigen Substanzen feststellen. Alle Sperrmaßnahmen und Polizeieinsatz beendet.

Der laut einem Medienbericht psychisch kranke 50-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Er befand sich am Nachmittag bei der Polizei und wurde vernommen, gegen ihn laufen strafrechtliche Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand wird auch eine ärztliche Begutachtung seiner Person stattfinden, hieß es abschließend.

 

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