Großer Andrang bei Iran-Business-Konferenz der WKÖ

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Nach dem historischen Atomabkommen zwischen dem Westen und dem Iran am 14. Juli stehen die österreichischen Firmen Schlange, um im Iran tätig zu werden. Am Donnerstag hat die Wirtschaftskammer zu einer zweitägigen EU-Iran-Konferenz in Wien eingeladen. Mehr als 300 Interessenten folgten dem Aufruf.


Außenminister Sebastian Kurz meinte am Donnerstagvormittag gegenüber der APA und der “Wiener Zeitung”, dass das Abkommen eine “Chance für die österreichische Wirtschaft und für die Intensivierung der Beziehungen” sei. “Wir haben traditionell gute Beziehungen zum Iran und wenn der Deal implementiert wird und die Sanktionen aufgehoben werden, ergeben sich für österreichische Firmen eine Vielzahl von Möglichkeiten”, so Kurz, der im September gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer und einer großen Wirtschaftsdelegation nach Teheran reisen will.

Auf rund 400 Millionen Euro beliefen sich die Exporte aus Österreich in den Iran 2004, zehn Jahre später liegen sie nur mehr bei 232 Millionen Euro. Nun gelte es, das Handelsvolumen Österreichs mit dem Iran wieder deutlich zu steigern und die Euromilliarde zu erreichen, so die WKÖ. Neben WKÖ-Präsident Christoph Leitl wird Irans Industrie- und Handelsminister Mohammad Reza Nematzadeh zu der Konferenz erwartet. Die interessierten Unternehmen bekommen neben aktuellen Zahlen zur iranischen Wirtschaft auch Thesen und Ausblicke zu Chancen und Risiken bei Investitionen im schiitischen Golfstaat präsentiert.

Vor der WKÖ protestierte das irankritische Bündnis “Stop the Bomb” gegen “den Handel mit den Holocaustleugnern und Israelfeinden”.

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