Großglockner Hochalpenstraßen AG und Polizei setzen auf Unfallprävention

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Am Beginn der Straße bei der Kassenstelle Ferleiten, von links: Franz Ramsauer (Gruppeninspektor und Fahrtechniktrainer Polizei Salzburg), Thomas Noel (Prokurist und Technischer Direktor Großglockner Hochalpenstraßen AG) und Stefan Schwaiger (Sicherheitsvertrauensperson Großglockner Hochalpenstraßen AG)
Am Beginn der Straße bei der Kassenstelle Ferleiten, von links: Franz Ramsauer (Gruppeninspektor und Fahrtechniktrainer Polizei Salzburg), Thomas Noel (Prokurist und Technischer Direktor Großglockner Hochalpenstraßen AG) und Stefan Schwaiger (Sicherheitsvertrauensperson Großglockner Hochalpenstraßen AG) - © grossglockner.at
900 000 Menschen aus aller Welt besuchen jährlich von Ende April bis Anfang November die Großglockner Hochalpenstraße. Die Anzahl der Verkehrsunfälle auf der einzigartigen hochalpinen Passstraße ist gering.

Auf einer sehr weitläufigen Bergstraße wie der Großglockner Hochalpenstraße gibt es Gefahrenquellen, die auf Talstraßen kaum eine Rolle spielen. So etwa rasch wechselhafte Witterung, geringere Ausweichmöglichkeiten, Steine, die sich von den Hängen lösen, Schmelzwasser und Eisbildung auch im Sommer, sich stark ändernde Licht- und Schattenverhältnisse oder Weidevieh- und Wildwechsel.

„Zudem verfügen nicht alle unserer internationalen Besucher über ausreichende Routine im Befahren von hochalpinen Straßen. Unfälle passieren oft aufgrund zu hoher Geschwindigkeit und unübersichtlichen Überholmanövern: Daher möchten wir unsere Gäste besonders auf diese Gefahren aufmerksam machen. Es geht uns um Unfallprävention, denn jeder Unfall ist einer zu viel!“, erklärt Dr. Johannes Hörl, Vorstand der GROHAG.

Das Maßnahmenpaket im Detail

Das Maßnahmenpaket, welches auf der Großglockner Hochalpenstraße umgesetzt wurde, auch auf der Gerlos Alpenstraße von Krimml ins Tiroler Zillertal zur Anwendung kommt, wurde in enger Abstimmung mit den Verkehrsabteilungen der Polizei Salzburg und Kärnten erarbeitet.

„Alle Maßnahmen, wie z. B. der Einsatz von mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen, Polizistenattrappen („Vinzenz“), Radarkästen, der mediale Einsatz von Sicherheitstipps im Internet und TV, zusätzliche Hinweistafeln und die Abstimmung für eine verstärkte Präsenz der Polizei auf der Großglockner Hochalpenstraße, wurden erfolgreich umgesetzt.“, so der technische Leiter und Prokurist Ing. Thomas Noel (GROHAG).

Im Bereich der Kassenstellen weisen Leuchtkästen und Pylone mit dem offiziellen Polizeiplakat „Unser Auftrag: Ihre Sicherheit“ auf die Kooperation mit den Verkehrsabteilungen der Polizei hin.

„Ebenfalls an den Kassenstellen wurden Hinweise auf die neue Kooperation mit der Polizei und Tafeln mit der Aufschrift „Achtung Radarkontrollen“ angebracht. Grundsätzlich wird die Polizeipräsenz auf der Großglockner Hochalpenstraße spürbar verstärkt.“ so Oberst Friedrich Schmidhuber von der Landesverkehrsabteilung Polizei Salzburg.
Dennoch hatte die GROHAG (Großglockner Hochalpenstraßen AG) im Frühjahr 2017 mit den Verkehrsabteilungen der Polizei Salzburg und Kärnten ein umfangreiches Sicherheits- und Maßnahmenpaket erarbeitet, dessen Umsetzung jetzt abgeschlossen wurde.

Großglockner Hochalpenstraße: Teststrecke für Motorradsicherheit

Neben dem gemeinsam mit ÖAMTC und Polizei entwickelten „Motorrad Alpin Training“ wurde die Großglockner Hochalpenstraße jetzt auch Versuchs- und Teststrecke für mehr Motorradsicherheit. In Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) wurden in sechs Kurven neuartige Bodenmarkierungen in Ellipsenform aufgebracht. Sie werden mehr Aufmerksamkeit bei den Lenkern bewirken und damit für eine höhere Sicherheit sorgen.

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