Grüne orten nächste “Neiddebatte” bei Familienbeihilfe

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Eva Glawischnig hält "sehr wenig" von dem ÖVP-Vorstoß
Eva Glawischnig hält "sehr wenig" von dem ÖVP-Vorstoß - © APA (Archiv)
Dass nun auch Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) dem ÖVP-Vorstoß etwas abgewinnen kann, die Familienbeihilfe für Kinder im EU-Ausland zu kürzen, freut in der Opposition nicht alle: “Ich halte von dem sehr wenig”, betonte Grünen-Chefin Eva Glawischnig am Montag bei einer Pressekonferenz. Hier solle offensichtlich die nächste “Neiddebatte” vom Zaun gebrochen werden.

NEOS-Obmann Matthias Strolz gab sich zum Vorschlag, die Familienbeihilfe zu kürzen, erst einmal vorsichtig, wenn auch nicht abgeneigt. “Ich warte das Modell ab”, meinte er bei einer Pressekonferenz. Als NEOS sei man bei diesem Thema “durchaus gesprächsbereit”, meinte er aber. Vergangene Woche hatten die NEOS in dem Vorstoß noch “parteitaktischen Spielereien” der ÖVP gesehen.

Dem Team Stronach kommt der Vorschlag entgegen: “Das sagt mir absolut zu”, sagte Klubchef Robert Lugar. Er sieht allerdings ein EU-rechtliches Problem mit der möglichen Schlechterstellung anderer Staaten. Zudem ortet Lugar eine “populistische Ansage” Kerns, um den eigenen rechten Flügel zu beruhigen.

(APA)

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