Grusel-Clowns auch in Freilassing gesichtet

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Horror-Clowns trieben am Wochenende in Freilassing ihr Unwesen.
Horror-Clowns trieben am Wochenende in Freilassing ihr Unwesen. - © APA/AFP/GETTY IMAGES/SCOTT OLSON
Grusel-Clowns überall. Nach einem Vorfall in Bad Reichenhall in Bayern meldete am Montag auch die Polizei in Freilassing (Lkr. BGL) zwei Fälle und beobachtet das neue Phänomen mit Sorge.

Der ursprünglich aus den USA stammende Trend, andere Personen mit Horror-Clown-Kostümen erschrecken zu wollen, ist nicht nur in Europa sondern auch in Freilassing angekommen.

Am vergangenen Wochenende registrierte die Freilassinger Polizei zwei Fälle:

Bereits am Samstagnachmittag wurde eine Gruppe von Kindern beim Rollerbladen vor der Mittelschule in Freilassing Opfer eines „Clown-Übergriffs“. Nach Zeugenschilderung sollten die beiden Träger der Gruselmasken im jugendlichen Alter und in Begleitung zweier Nichtmaskierter gewesen sein.

Da seitens der Eltern der Kinder sofort die Polizei verständigt wurde, konnte diese umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Streifenfahrzeugen einleiten. Diese blieben aber leider erfolglos.

Horror-Clowns rund um Freilassinger Grundschule

Am Montagvormittag erreichte die Polizeiinspektion eine weitere „Clown-Meldung“:

Bereits am Sonntagnachmittag liefen mindestens fünf Jugendliche mit Clown-Masken im Bereich der Grundschule von Freilassing herum und trieben ihr Unwesen. Glücklicherweise kam es zu keinen Straftaten.

Bedrohung, Nötigung oder Körperverletzung

“Bei diesem Trend, der zu dem bei uns verwurzelten Brauchtum keinerlei Berührungspunkte hat, kommt es leicht dazu, dass jemand geschädigt oder traumatisiert wird. Wir warnen ausdrücklich vor Nachahmungstaten. Das sind keine unangemessenen Streiche mehr, sondern es stehen Straftatbestände wie Bedrohung, Nötigung oder Körperverletzung im Raum.

Generell geht die Polizei solchen Vorkommnissen konsequent nach und behält sich nicht nur vor, die Personalien aufzunehmen, sondern wie bereits erwähnt auch rechtlich gegen die Verursacher vor zugehen. Wer so etwas plant, sollte wissen: Das ist kein Spaß und wird konsequent seitens der Polizei verfolgt“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion in Freilassing, Gerhard Huber.

Polizei warnt vor Selbstjustiz

Mit Sorge werde auch das Phänomen beobachtet, dass sich in den sozialen Netzwerken bereits Aufrufe zur Selbstjustiz finden. „Das ist keine Handlungsoption, schließlich begibt man sich hier ohne rechtliche Befugnis selbst in Gefahr. Die beste Lösung ist hier – sofort die Polizei rufen“, so Huber.

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