Günstige Arbeitsmarktlage in Salzburg setzt sich fort

Exakt 14.313 Arbeitslose waren zum Stichtag Ende Mai beim AMS Salzburg vorgemerkt.
Exakt 14.313 Arbeitslose waren zum Stichtag Ende Mai beim AMS Salzburg vorgemerkt. - © Neumayr/MMV/Archiv
Auch im Mai sind die Arbeitslosenzahlen im Bundesland Salzburg gesunken, diesmal aber in geringerem Ausmaß. Der Tourismus im Pinzgau spürt einen “Ramadan-Effekt“.

Exakt 14.313 Arbeitslose waren zum Stichtag Ende Mai beim AMS Salzburg vorgemerkt. Das sind um 2,7 Prozent bzw. 397 Personen weniger als vor einem Jahr. Damit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Salzburg diesmal unter dem bundesweiten Schnitt von minus 4,9 Prozent. Rechnet man aber die in Salzburg um minus 4,8 Prozent auf 2.780 Personen gesunkene Zahl an Schulungsteilnahmen (Österreich: +7,6 Prozent) ein, dann beträgt der Arbeitslosenrückgang minus drei Prozent und liegt wieder über dem entsprechenden österreichischen Durchschnitt (-2,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnungsmethode ist um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent gesunken. Das ist nach Oberösterreich der zweitniedrigste Wert bundesweit (Österreich: Acht Prozent).

Mehr Stellenmeldungen durch gute Konjunktur

Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung: “Das deutliche Plus bei den offenen Stellen und der weiterhin starke Rückgang der Arbeitslosenzahlen vor allem am Bau, in der Arbeitskräfteüberlassung und in der Warenherstellung zeigen, dass der Arbeitsmarkt weiterhin von einer günstigen Konjunkturlage profitiert.“

Die Zahl der dem AMS zur sofortigen Besetzung gemeldeten Stellen lag in Salzburg Ende Mai bei fast 5.700, das sind um über dreißig Prozent mehr als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres.

Im Bauwesen war die Zahl der Vorgemerkten um 14,7 Prozent auf 586 Arbeitslose rückläufig, in der Arbeitskräfteüberlassung um 11,2 Prozent auf 937 Vorgemerkte. Die Warenproduktion registrierte ein Minus von 8,7 Prozent auf 1.133 Personen, der Handel einen Rückgang um 8,9 Prozent auf 2.058 Arbeitslose. Ein Plus um 5,1 Prozent auf 702 Arbeitslose verzeichnete dagegen das Gesundheits- und Sozialwesen.

Arbeitslosenzuwachs im Pinzgau

Die Zahl der Arbeitslosen aus dem Hotel- und Gastgewerbe im Bundesland stagnierte bei einem geringfügigen Plus von 0,3 Prozent bzw. 11 auf 4.288 Personen. Dabei konzentrieren sich die Zuwächse mit einem Plus von 4,3 Prozent bzw. 63 vorgemerkten Tourismus-Arbeitskräften auf den Pinzgau. Beim AMS Salzburg spricht man von einem „Ramadan-Effekt“, den der vor allem bei Touristen aus den arabischen Ländern beliebte Pinzgauer Zenralraum derzeit zu spüren bekommt.

Bei der Gesamtarbeitslosigkeit in den Bezirken meldet der Tennengau mit minus 9,8 Prozent auf 1.146 Personen die stärksten Arbeitslosen-Rückgänge, gefolgt vom Lungau mit minus 5,2 Prozent auf 564 Personen, dem Flachgau mit minus 4,0 Prozent auf 2.404 Personen und dem Pongau mit minus 3,7 Prozent auf 2.503 Personen. Die Stadt Salzburg liegt mit einem Arbeitslosen-Minus von 2,6 Prozent auf 4.818 Personen im Bereich des Landesdurchschnitts, während die erwähnte Situation im Tourismus dem Pinzgau ein Plus von drei Prozent auf 2.882 Personen beschert.

Minus bei Jugend und Männern

Deutlich über dem Gesamtschnitt der Arbeitslosigkeit rückläufig war die Zahl der Betroffenen bei jungen Arbeitskräften unter 25 Jahren mit einem Minus von 11,4 Prozent auf 1.897 Personen. Bei der Altersgruppe ab 50 Jahre setzten sich dagegen die Zuwächse mit plus 5,7 Prozent auf 4.343 Personen fort. Die Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit über 1 Jahr ist mit plus 16,5 Prozent auf 1.216 Personen zwar beträchtlich, verläuft im Vergleich zu den letzten Jahren aber stark gebremst.

Die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen liegt bei Männern mit 7.343 Personen etwas höher als bei den Frauen mit 6.970 Personen, dagegen war der Rückgang bei den Männern mit minus 4,4 Prozent stärker ausgeprägt als bei den Frauen mit minus 0,9 Prozent – ein Umstand der auf die günstige Lage am Bau und in der Warenproduktion bzw. auf die aktuell etwas weniger günstigen Daten im Tourismus zurückzuführen ist.

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