Gute Saison soll für Auböck bei WM zu sehr guter werden

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Der "Freshman des Jahres" steht vor einer großen Herausforderung
Der "Freshman des Jahres" steht vor einer großen Herausforderung - © APA
Erst 20-jährig ist Felix Auböck Österreichs große Hoffnung auf Budapester WM-Spitzenplatzierungen. Schon im Vorjahr hat er als Vierter EM-Bronze über 400 m Kraul nur um 7/100 verpasst und drei Monate später bei Olympia in Rio de Janeiro als immerhin 18. über 200 m Kraul lediglich knapp das Semifinale verfehlt. Der Motor des Niederösterreichers kam aber erst danach so richtig ins Laufen.

Nach seinem Wechsel direkt nach den Spielen an die Universität in Michigan blühte Auböck im Umfeld einer starken Langstreckengruppe auf und steigerte sich sukzessive. Bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften im Dezember in Windsor ließ er das mit OSV-Rekorden vorerst nur erahnen. Seine Konzentration lag da voll auf dem Studium, doch die nur kurze Distanz hinüber nach Kanada ermöglichte sein WM-Antreten.

Spätestens im März machte Auböck aber auf sich aufmerksam. Bei den Universitätswettkämpfen “Big Ten”-Conference- und NCAA-Finals trumpfte der “Freshman” auf, holte Titel und Podestplatzierungen bzw. markierte Klassezeiten. Herausragend die folgenden Auszeichnungen zum “Big-Ten-Schwimmer des Jahres” sowie “Freshman des Jahres”. Danach galt Auböcks ganze Konzentration der WM-Vorbereitung.

“Ich bin schon sehr zufrieden, wie alles gelaufen ist”, sagte Auböck nach seiner Anreise aus den USA vergangene Woche nach Wien. “Es war eine gute Saison, aber aus ist sie erst nach der WM. Das ist doch der Saison-Höhepunkt. Ich hoffe, dass es nach der WM eine sehr gute Saison für mich gewesen sein wird.” Persönliche Bestzeiten auf allen Strecken würden ihn in dieser Hinsicht schon zufriedenstellen.

Als zweites Ziel setzt sich der Kraulspezialist die ein oder andere Finalsession-Teilnahme. Vier Chancen bieten sich da an. Los geht es schon am Sonntag mit 400 m Kraul, schon am Tag darauf geht es über 200 m, für Dienstag nächster Woche ist der Vorlauf über 800 m angesetzt und am Samstag darauf jener über 1.500 m. Über den 200er ist ein Semifinale zwischengeschaltet, in den anderen Bewerben geht es direkt in den Endlauf.

Allzu weit möchte sich Auböck mit seinem Erwartungen nicht hinauslehnen, mit seinem Alter bleibt ihm für die kommenden Großereignisse auch noch viel Zeit zur Verbesserung. Bei der Neuordnung der Kraftverhältnisse im Jahr nach Olympia bzw. den Rücktritten einiger Top-Schwimmer möchte er sich aber gut positionieren: “Ich möchte gleich da vorne mit reinschwimmen.”

Auböck freut sich auf die neue Budapester Danube Arena, in die er am Freitag anreist. Danach bleibt ihm vor dem Auftakt noch ein voller Trainingstag im WM-Becken. Von dem hat er bisher nur Fotos gesehen, die haben ihn aber begeistert. “Die Halle erinnert an London und Peking. Durch eine solch schöne Arena wird die Leistung auf alle Fälle mitbeeinflusst.”

Der Auftakt mit dem kraftintensiven 400er passt Auböck ganz gut. “Der 200er gleich am nächsten Tag ist nicht optimal”, bedauert er die Ansetzung, “aber das ist bei den meisten Großereignissen so.” Besonders spitzt der 1,98-m-Hüne aber auf den 800-m-Bewerb. Nachdem diese Strecke Anfang Juni für Tokio 2020 Olympia-Status erhalten hat, ist sie nicht nur für Auböck wichtiger geworden.

“Alle Langstreckenkrauler geben dem 800er jetzt mehr Aufmerksamkeit”, weiß der OSV-Jungstar. Für ihn jedenfalls sei die Strecke das ideale Zwischenstück zwischen 400 und 1.500 m Kraul. Anfang Mai markierte Auböck beim Grand Prix in Atlanta auf dem 800er trotz starker Trainingsbelastung OSV-Rekord. Nach plangemäß verlaufener WM-Vorbereitung soll es in Budapest nun noch um einiges schneller gehen.

(APA)

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