Gutes Zeugnis für Salzburgs Heizwerke

osef Schwaiger, Sebastian Enzinger (Gemeinde Hof), Bürgermeister Thomas Ließ und Obmann Thomas Höfner (rechts im Kran ).
osef Schwaiger, Sebastian Enzinger (Gemeinde Hof), Bürgermeister Thomas Ließ und Obmann Thomas Höfner (rechts im Kran ). - © LMZ/Franz Neumayr
20,5 Millionen Euro wurden seit 2013 insgesamt in Ausbau und Optimierung der 151 regionalen Biomasse Heizwerke investiert, das Land Salzburg setzte hier Fördergelder in der Höhe von 1,7 Millionen Euro ein. Das neu errichtete Heizwerk in Hof konnte mit Hilfe der Landesförderung seine jährliche Wärmemenge auf 3.700 Megawattstunden mehr als verdoppeln.

“Drei Viertel aller Salzburger Gemeinden verfügen über Nahwärme aus Biomasse, die CO2-neutral zur Wärmerzeugung eingesetzt wird, aus heimischen Wäldern stammt und Wertschöpfung sowie Jobs in Salzburg sichert. In den vergangenen fünf Jahren haben wir ganz gezielt die Effizienzsteigerung, die Kostensenkung, den Ausbau der Netze und die Abgasreinigung gefördert. Das Heizwerk in Hof ist ein aktuelles und sehr gutes Beispiel für die ständige Optimierung der regionalen Wärmeversorgung im Bundesland, die sich das Land zum Ziel gesetzt hat”, sagte Energielandesrat Josef Schwaiger.

Heizwerk besteht sei 1990

“Das Heizwerk besteht bereits seit 1990 und war bisher im Kellergeschoß der Hauptschule Hof untergebracht. An neuen Standort haben wir nicht nur mehr Platz. Das bestehende Netz konnte von hier aus erweitert werden und wir versorgen künftig 45 private, gewerbliche und öffentliche Gebäude mit Wärme aus Biomasse. Wir haben einen größeren Kessel für den Winter- und einen kleineren für den Sommerbetrieb sowie einen Pufferspeicher für absolute Versorgungsicherheit. Um möglichst effizient zu arbeiten wurde eine Wärmerückgewinnung integriert und der Hauptstrang der Fernwärmeleitung in moderner Doppelrohrtechnologie ausgeführt. Die strengen Abgasvorschriften bei Anlagen in dieser Größenordnung, können mit dieser modernen Kesselanlage mühelos erreicht werden. Pro Jahr sparen wir mit der neuen Anlage rund 800 Tonnen CO2 ein”, so Thomas Höfner, Obmann der Heizgenossenschaft Hof.

Gemeinde Hof als größter Kunde

Größter Kunde der Heizgenossenschaft ist die Gemeinde Hof, so Bürgermeister Thomas Ließ: “Die Neue Sportmittelschule, das Gemeindeamt, der Kindergarten und das Seniorenwohnheim können nun mit nachhaltig erzeugter Wärme C02-neutral versorgt werden. Zudem kann der Platz in der Neuen Mittelschule, wo bisher das Heizwerk untergebracht war, nun für andere Dinge verwendet werden. Mir ist besonders wichtig, dass der nachhaltige Rohstoff zur Wärmeerzeugung aus der Region kommt, die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze hier bleiben und das Geld für die Wärmeversorgung nicht für Öl ins Ausland fließt. Die Nahwärme ist für alle ein Gewinn”, betonte der Bürgermeister.

Rund 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln des Landes seit 2013 bewirken rund 20,5 Millionen Euro an Investitionen in die Biomasse-Nahwärme. “Damit bleibt nicht nur die Wertschöpfung in der Wärmeerzeugung sowie die Arbeitsplätze im Bundesland, wir sparen mit den Maßnahmen der letzten Jahre in den Heizwerken pro Jahr zusätzlich rund 10.000 Tonnen C02 ein. Das ist so viel wie etwa 900 Haushalte mit Ölheizung jährlich verursachen”, sagte Landesrat Schwaiger. Insgesamt werden durch Biomasse-Nahwärme 300.000 Tonnen CO2 eingespart – das entspricht 27.000 Öl-Haushalte.

Das Geld ist sehr gut investiert, das zeigt auch ein Qualitäts-Vergleich von 543 Heizwerken in Österreich, bei dem Salzburgs Heizwerke im Bundesländervergleich an der Spitze liegen. In den kommenden Jahren werden wir weiterhin den Schwerpunkt darauf legen, die bestehenden Anlagen weiter zu verbessern um Kosten zu Senken und die Effizienz zu steigern.

Daten und Fakten

Das Land Salzburg hat seit 2013 mit rund 1,7 Millionen Euro an Fördergeldern Investitionen von rund 20,5 Millionen Euro in Biomasse-Heizwerke verursacht, davon 8.634.967 Euro in den Ausbau und 11.863.931 Euro in die Optimierung. Jährlich sparen die Heizwerke rund 10.000 Tonnen C02 ein, das entspricht etwa 905 Einfamilienhäusern mit Ölheizung.

Zudem werden 47.000 Megawattstunden an Bruttoendenergie eingespart.

800 Tonnen an CO2 alleine in Hof eingespart

Das Heizwerk Hof wird seinen Wärmeverkauf nach Projektabschluss mehr als verdoppeln und pro Jahr rund 3.600 Megawattstunden Wärme an 45 Kunden liefern. Damit werden rund 800 Tonnen CO2 eingespart. Investiert werden in Hof rund 2,3 Millionen Euro. An Fördergelder kommen vom Land Salzburg rund 138.000 Euro vom Bund 206.000 Euro und aus Geldern des ELER (Entwicklung des ländlichen Raums) 337.000 Euro.

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