Halbbruder von Nordkoreas Diktator in Malaysia vergiftet

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Kim Jong-nam vergiftet
Kim Jong-nam vergiftet - © APA (AFP)
Der Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un ist offenbar in Malaysia getötet worden. Zwei Frauen, bei denen es sich vermutlich um nordkoreanische Agentinnen handle, hätten Kim Jong-nam am Flughafen von Kuala Lumpur mit präparierten Nadeln vergiftet, berichtete der Sender TV Chosun unter Berufung auf südkoreanische Regierungskreise. Die Frauen seien flüchtig.

Die malaysische Polizei erklärte, am Flughafen der Hauptstadt sei ein rund 40-jähriger Koreaner gefunden worden, der sich unwohl fühlte. Er wurde demnach ins Krankenhaus gebracht und starb auf dem Weg dorthin. Zur Identität des Mannes konnte die Polizei in Malaysia keine Angaben machen.

Kim Jong-Uns Bruder tot?

Sollte sich die Tötung von Kim Jong-nam bestätigen, wäre das der ranghöchste Todesfall unter Kim Jong-uns Herrschaft seit der Hinrichtung seines Onkels Jang Song-thaek wegen angeblichen Verrats im Dezember 2013. Kim Jong-un und Kim Jong-nam haben denselben Vater, den früheren Machthaber Kim Jong-il.

Kim Jong-nam flüchtete ins Ausland

Kim Jong-nam galt als reformorientiert und überwarf sich offenbar mit seinem Vater nach einem Versuch, 2001 mit gefälschten Papieren nach Japan zu reisen. Seitdem lebte er im Ausland. Kim soll außerdem seinem getöteten Onkel nahegestanden haben. Im Interview mit einer japanischen Zeitung kritisierte er später einmal die dynastisch geprägte Nachfolge an der Spitze des abgeschotteten, stalinistisch geführten Nordkorea.

(APA/Reuters)

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