Kritik an Ausgaben für Polizei-Rekrutierung

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Die Personalsuche verläuft sehr schwierig
Die Personalsuche verläuft sehr schwierig - © APA (Archiv/Gindl)
Das Innenministerium hat für Inserate zur Bewerbung des Polizeidienstes im ersten Halbjahr eine halbe Million Euro ausgegeben. Das Ressort war zuletzt wegen seiner Inseratplatzierungen in der Kritik gestanden. So wurde im Mai bekannt, dass das Innenministerium Anzeigen in der rechten Zeitschrift “alles roger?” schaltete. Dieses Inserat hat 3.024 Euro gekostet. Kritik an den Rekrutierungsmethoden wird laut.

Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der NEOS-Abgeordneten Stephanie Krisper hervor. Die NEOS kritisieren, “dass hier seit Jahren Millionenbeträge für Inserate ausgegeben werden, das aber offensichtlich nichts gegen den Personalmangel bringt”. Sie fordern, stattdessen in bessere Arbeitsbedingungen und Ausbildung zu investieren sowie Polizisten von administrativen Aufgaben, für die sie überqualifiziert sind, zu entlasten.

Werbung in fragwürdigen Medien

“Für eine solche Stärkung der Basisstrukturen der Polizei sollte der Innenminister das Steuergeld ausgeben anstatt für medienwirksame, aber sinnlose Taskforces wie Puma”, so Krisper, die das Inserat in “alles roger?” als “höchst problematisch” kritisiert. “Wieso inseriert das Innenministerium ausgerechtet in einem Medium, das Verschwörungstheorien und Fehlinformationen verbreitet? Und zwar ausgerechnet für den für unsere Sicherheit so wichtigen Polizeidienst?”

Anspruch bei Aufnahme sinkt offenbar

Der “Kurier” berichtet kürzlich, dass der Anspruch bei der Aufnahme neuer Polizisten weiter gesenkt worden sei. Demnach sind beim Aufnahmetest 982 Punkte das Maximum. Normalerweise liegt der schlechteste Aufgenommene bei etwa 400 bis 500 Punkten. Bei der aktuellen Aufnahmewelle sollen schon 200 Punkte gereicht haben. Der sozialdemokratische Polizeigewerkschafter Hermann Greylinger (FSG) übte zuletzt Kritik an den Rekrutierungsmethoden des Ressorts und zweifelte an, dass “das Resultat dem Aufwand entspricht”.

Werbung für Polizeidienst

An der mangelnden Werbung dürfte die schwierige Personalsuche jedenfalls nicht liegen, von Jänner bis Ende Mai wurden 476.752 Euro für Inserate ausgegeben. Das meiste Geld (rund 124.000 Euro) ging wie schon 2017 an die Tageszeitung “Österreich”, gefolgt von der “Kronen Zeitung” (ca 93.000) und “Heute” (ca. 85.000). Mit einer halben Million in den ersten fünf Monaten liegt man im Schnitt der letzten Jahre. 2017 flossen 1,4 Mio. in Rekrutierungswerbung, 2016 waren es 600.000 Euro, 2015 waren es 1,25 Mio. Euro.

(APA)

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