Der SHV-Auswahl wurde nichts geschenkt. - © Privat
In Salzburg ist man von solch „paradiesischen“ Handball-Zuständen derzeit weit entfernt, weshalb sich die Erfolgserlebnisse naturgemäß in Grenzen hielten. Und das obwohl die Youngsters des SHV Leistungszentrums über das ganze Turnier hinweg zumindest mit vorbildlichem Kampfgeist glänzten. Der hätte in der ersten Partie gegen ASKÖ HC Urfahr fast zu einem überraschenden Sieg geführt. Der Oberösterreichische U17-Meister (den Salzburgern aus den gemeinsamen Liga-Spielen bereits bestens bekannt) führte zwar erwartungsgemäß zu Beginn der Partie und ging mit einer 10:7-Führung in die Halbzeit, doch dann drehten die Salzburger auf und lagen fünf Minuten vor Spielende ihrerseits mit 17:14 in Führung. Schade, dass in dieser Phase die Nervosität über die Coolness siegte: Urfahr glich wieder aus, ging sogar mit 18:17 in Führung und dem SHV LZ gelang gerade noch der 18:18-Ausgleich, bevor beide Teams in der Schlussminute noch die Siegchance vergaben (Salzburg mit einem technischen Fehler, danach die Linzer mit einem Wurf vom Kreis den SHV-Goalie Miladic abwehren konnte).
„In der Meisterschaft haben wir gegen die Linzer immer verloren. Trotzdem können wir nach diesem Spielverlauf mit dem Punktgewinn nicht zufrieden sein“, erklärte SHV-Trainer Michael Huber nach der Partie.
Es blieb leider der letzte Punkt für die Gastgeber. Gegen den Turnierfavoriten und späteren U17-Meister A1 Bregenz (8:28) konnten die SHV-Youngsters nur am Beginn bis zum 4:4 kurz mithalten, und gegen Krems/St. Pölten (24:37) kam das Aufbäumen nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (11:20) zu spät. Das Turnier endete schließlich, wie es begonnen hatte. Im abschließenden Spiel um Platz 7 wäre ein Sieg der Salzburger gegen die SG SCA/SVVW Klagenfurt möglich gewesen (man lag bereits mit vier Toren voran und bot vor allem in der ersten Halbzeit, die mit 15:14 gewonnen wurde, viele ansehnliche Aktionen) - mit Fortdauer der Begegnung wurde das Spiel aber immer ausgeglichener bzw. konnten sich die Kärntner in der entscheidenden Schlussphase mit zwei Toren Vorsprung leicht absetzen. Das SHV Leistungszentrum kam nur noch auf ein Tor zum 25:26 heran und musste sich auch in dieser Begegnung geschlagen geben. Ernüchterndes Endergebnis war somit der achte und letzte Platz.
Die besten Werfer des SHV: Severin Huber (21), Max Pfleger (20), Florian Schneider und Michael Untersteiner (je 7).