Handy am Steuer in Salzburg noch weit verbreitet

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Telefonieren am Steuer verlängert die Reaktionszeit durchschnittlich um 0,5 Sekunden (Symbolbild).
Telefonieren am Steuer verlängert die Reaktionszeit durchschnittlich um 0,5 Sekunden (Symbolbild). - © APA/Hans Klaus Techt/Archiv
In Salzburg wurden im Vorjahr rund 5.600 Lenker beim Handy-Telefonieren am Steuer erwischt und damit dreimal so viele wie Alkolenker, informiert der VCÖ. Dabei handelt es sich um kein Kavaliersdelikt. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so schlecht wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille.

Allein im Vorjahr wurden im Land Salzburg laut Innenministerium 5.634 Vergehen gegen das Handy-Verbot geahndet, im Druchschnitt waren es 15 pro Tag. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit werden in Österreich beim Autolenken täglich rund 900.000 Telefonate ohne Freisprecheinrichtung geführt. Damit wird österreichweit nur einer von 3.000 Handy-Sündern auch erwischt.

Längere Reaktionszeit durch Handy am Steuer

Telefonieren am Steuer verlängert die Reaktionszeit durchschnittlich um 0,5 Sekunden, das Schreiben von SMS oder Bedienen von Navigationsgeräten um etwa zwei Sekunden. Dieser Blindflug führt zu einem massiv verlängerten Anhalteweg, was im Ortsgebiet für Fußgänger, insbesondere für Kinder und ältere Menschen, fatal ist. Neben “Don’t drink and drive” sei laut VCÖ auch die Devise “Don’t phone and drive” zu beherzigen.

Strafe von lediglich 50 Euro

Die derzeitige Strafe von 50 Euro wird den fatalen Folgen nicht gerecht. “Gerade im Ortsgebiet, wo Kinder unterwegs sind, ist die volle Aufmerksamkeit und Konzentration auf den Straßenverkehr wichtig”, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Gefordert wird eine Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem, so wie das bereits in zwölf EU-Staaten der Fall ist.

Dreimal so viele Handy-Sünder wie Alkolenker in Salzburg

In Salzburg wurden von der Exekutive im Vorjahr rund dreimal so viele Handy-Sünder wie Alkolenker (1.699) erwischt. Hoch ist auch die Zahl der Gurtenmuffel: 5.872 Übertretungen gegen die Gurtenpflicht wurden geahndet. Österreichweit war rund jeder dritte tödlich verunglückte Pkw-Insasse nicht angegurtet.

Hohes Tempo und Ablenkung Hauptunfallursache

Auch Schnellfahren ist in Salzburg weit verbreitet. Allein im Vorjahr wurden 454.555 Übertretungen des Tempolimits geahndet. “Zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit waren im Vorjahr die Hauptursachen der tödlichen Verkehrsunfälle und für fast 60 Prozent der Verkehrstoten in Österreich verantwortlich”, weist Gratzer auf die fatalen Folgen hin.

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