HappyLab: Per Mausklick zum Wunschprodukt

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Mit einem 3D-Drucker ist fast alles möglich.
Mit einem 3D-Drucker ist fast alles möglich. - © APA/EPA

Von der Idee zum fertigen Produkt mit einem Mausklick: Mit dem Highend-Equipment in FabLabs kann man vom Kunstwerk bis zur funktions­fähigen Waffe alles herstellen. Salzburg hat auch so eine Werkstätte.




FabLabs sollen es möglich machen: Einfach mit ein paar Mausklicks und schon wird aus der Idee ein fertiges Produkt. Mit High-Tech-Maschinen für Jedermann, die dazu schnell erlernbar sind, ist das nun auch in Salzburg möglich – im sogenannten Happylab. Damit kann man viel kreatives Potential ausschöpfen und etwa einfach Kunstwerke oder nützliche Dinge schaffen. Das High-End-Equipment birgt aber auch eine Gefahr.

Waffen aus dem 3D-Drucker

Mit einem 3D-Drucker kann man auch Feuerwaffen machen. Der amerikanische Student Cody Wilson sorgte vor etwas mehr als einem Jahr mit einer voll funktionsfähigen Pistole für Aufsehen. Die Pläne dafür waren eine Zeit lang frei auf Wilsons Website Defense Distributed zu finden. Er musste die Pläne runternehmen, kämpft aber weiter um das Recht, damit jedem die Möglichkeit zu einer Waffe zu geben.

 

“Würde nie eine Waffe abfeuern”

Dass sich auch in Salzburg jemand eine funktionierende Waffe aus dem 3D-Drucker lässt, glaubt Christian Riedlsperger, Manager des Salzburger Ablegers, nicht. „Ich würde nie so eine Waffe abfeuern. Das ist mehr eine Gefahr für den Nutzer als für die Gesellschaft“, so Riedlsperger. Mit gutem Schlosserequipment könne man ohnehin eine viel bessere Waffe bauen, meinte er im Gespräch mit SALZBURG24. Und solche gibt es schließlich eine ganze Menge in Salzburg. Prinzipiell haben die Nutzer im Happylab freie Hand.

 

Auch Bürgermeister Heinz Schaden (mitte) probierte sich an den High-Tech-Geräten aus./happylab.at Auch Bürgermeister Heinz Schaden (mitte) probierte sich an den High-Tech-Geräten aus./happylab.at ©

Teures Equipment für die Community

Wie funktioniert das Happylab? Ab fünf Euro ist man dabei und darf zu Shop-Öffnungszeiten die gesamte Werkstatt nutzen. Dort findet eine komplette Werkstatt mit hochwertigem Equipment, das man sich nicht so schnell für den Hobby-Keller finanzieren kann. Ein 3D-Drucker und ein Laser-Cutter um je knapp 30.000 Euro. Dazu gibt es noch eine CNC-Fräse, einen Folienschneid-Cutter (für T-Shirt Selbermacher) und eine Elektronik-Ecke. DIY-Herz, was willst du mehr?

Kreatives Potential ausschöpfen

Die Idee dahinter: Einen Zugang zur guter technischer Infrastruktur bieten, den sich möglichst jeder leisten kann. Jeder soll seine Ideen umsetzen können, um das kreative Potential in den Köpfen der Menschen zu verwerten. In Wien, wo das Happylab schon 1.500 Mitglieder zählt, sind schon einige Firmen aus dem FabLab hervorgegangen.

Industrielle Revolution

Kommentatoren sehen im freien High-Tech-Zugang der FabLabs eine neue industrielle Revolution. Man sei zumindest auf dem Weg dorthin, ist sich Riedlsperger sicher und zieht einen Vergleich mit der IT-Branche. „Das war ad hoc auch keine Revolution und hat langfristig das Leben der Menschen verändert.“ Im Happylab sind Ideen fast mit einem Mausklick umsetzbar. Einfacher kann man fast nicht zum Techniker, Künstler werden. Die DIY- und Maker-Bewegung wird erwachsen.

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