Harald Preuner: Vize-Bürgermeister tritt aus dem Schatten

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Salzburgs neuer Bürgermeister kurz nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses.
Salzburgs neuer Bürgermeister kurz nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses. - © Neumayr
13 Jahre lang war Harald Preuner als Vizebürgermeister hinter Stadtchef Heinz Schaden (SPÖ) nur die Nummer zwei. Nun übernimmt der 58-Jährige als erst zweiter gewählter ÖVP-Bürgermeister in der Nachkriegszeit das höchste Amt in der Stadt. Dabei hat er wenig Zeit, Akzente zu setzen. Bei den nächsten turnusmäßigen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2019 muss sich Preuner erneut der Wahl stellen.

Zweifellos ist der Fahrschulinhaber mit seiner langen politischen Erfahrung mit allen Wassern gewaschen. “Ich kenne die Fallstricke der Politik und der Verwaltung”, sagt er selbst. Und diese Routine führt er auch an, wenn man ihn nach seinen Qualitäten fragt. Andererseits gibt es auch Kritiker, die sagen, um Preuner sei es in den vergangenen Jahren recht ruhig gewesen. Dem kontert er damit, dass “ich halt nur den Mund aufmache, wenn ich gefragt werde und zuständig bin”.

Vom Quereinsteiger zum Bürgermeister

Preuner kam 1999 als Quereinsteiger in den Salzburger Gemeinderat. Abgesehen vom Klubobmann, der nur drei Monate später das Handtuch warf, war die ÖVP mit einer vollkommen neuen Riege ins Rathaus eingezogen. Rasch zog der Verkehrssprecher der Fraktion immer mehr die Fäden in der Partei. Als 2004 die Klubobfrau aus dem Amt schied, war der Wirtschaftsbündler zur Stelle. Noch im selben Jahr rückte er zum Vizebürgermeister auf. Zwei Mal, 2009 und 2014, trat er bei Wahlen gegen Heinz Schaden (SPÖ) an, beim ersten Mal hätte er der Sprung an die Spitze mit gut 45 Prozent der Stimmen in der Stichwahl beinahe auch geschafft.

Insbesondere die von ihm vorgelegten Bettelverbote und sein Kampf gegen die illegale Straßenprostitution haben ihn für Kritiker zu einem Vertreter einer “Law-and-Order-Politik” gemacht. Eine Bezeichnung, über die er selbst nur lachen kann: “Ich habe keine Waffe daheim und bin der letzte, der als privater Sheriff durch die Gegend läuft. Aber ich sage: Jeder soll sich an die Gesetze halten, dann haben wir ein friedliches Miteinander.”

Preuner: “Kann mit allen gut reden”

Geboren wurde Preuner am 3. August 1959 in Salzburg. Nach dem Maschinenbau-Studium in Graz übernahm er die elterliche Fahrschule. 1999 kam er als Quereinsteiger in den Salzburger Gemeinderat. Er ist verheiratet, der Kinderwunsch blieb unerfüllt. Einen Ausgleich zum Beruf bilden Freundschaften und geselliges Beisammensein. Aber auch im Beruf stellt er das Gemeinsame über das Trennende: “Mir kommt zugute, dass ich mit allen – fraktionsübergreifend – gut reden kann.” Und er hält sich an seine eiserne Regel: “Alles, was in der Politik passiert, hat nur mit meiner Funktion zu tun.”

(APA)

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