Hartberg Zweiter der Ersten Liga – Kampf um Lizenz

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Hartberg schaffte sportlich den Aufstieg
Hartberg schaffte sportlich den Aufstieg - © APA (Archiv/Scheriau)
Hartberg, das im Kampf um die Lizenz am Montag ankündigte, das Ständige Neutrale Schiedsgericht anzurufen, hat den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga – zumindest rein sportlich – perfekt gemacht. Mit einem 3:1-(1:1) in Kapfenberg sicherten sich die Steirer in der vorletzten Runde der Erste Liga am Montag Rang zwei hinter Meister Innsbruck. Für die favorisierten Rieder wird es hingegen ganz eng.

Mit nunmehr 65 Punkten ist Sensationsaufsteiger Hartberg nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen, der einen Fixplatz in der auf 12 Teams aufstockten Bundesligasaison 2017/18 bringt. Die endgültige Lizenzentscheidung in der Causa Hartberg muss bis 28. Mai fallen. Sollten die Steirer die Berechtigung auch vom Ständigen Neutralen Schiedsgericht nicht erhalten, würde die Relegation entfallen, St. Pölten in der Bundesliga bleiben.

Für den Aufstiegsfavoriten Ried schaut es hingegen immer düsterer aus. Denn im Kampf um den zur Relegation berechtigenden Platz drei machte Wiener Neustadt mit einem Last-Minute-1:0 gegen Wacker einen großen Schritt. Die Niederösterreicher liegen nun drei Punkte vor Ried, das sich bei Wattens mit einem 1:1 (0:0) zufriedengeben musste. Ried, das ein um fünf Treffer besseres Torverhältnis als der SCWN hat, muss in der letzten Runde am Freitag jedenfalls auf einen Heimsieg gegen Kapfenberg und eine gleichzeitige Niederlage des SCWN bei Liefering hoffen.

Kurz nach der Ankündigung von Club-Präsidentin Brigitte Annerl, den Instanzenzug im Kampf um die Lizenz voll ausschöpfen zu wollen, geriet Hartberg der besseren Szenen zum Trotz in Kapfenberg in Rückstand (Daniel Geissler/31.). Dario Tadic (38.) sorgte aber für den schnellen Ausgleich, ein Eigentor von Sebastian Feyrer nach Schuss von Thomas Rotter (66.) und Zakaria Sanogo (71.) krönten schließlich das gefährliche Umschaltspiel der Gäste mit den entscheidenden Treffern.

In Wr. Neustadt blieben große Chancen lange Zeit Mangelware, “Joker” Roman Kienast brachte schließlich die Entscheidung zugunsten der spielerisch dominanten Hausherren. In der 88. Minute war der Routinier per Kopf zur Stelle und ließ Trainer Roman Mählich auch über den 13. Punkt in den jüngsten fünf Heimspielen jubeln.

Nach zwei Niederlagen en suite schien auch Ried bei Wattens im Finish auf dem Weg zum Sieg. Lange Zeit waren die Oberösterreicher ohne Ergebnis gegen das Defensivbollwerk der Tiroler angerannt, ehe Seifedin Chabbi in der 85. Minute das scheinbar erlösende 1:0 gelang. Doch in der Nachspielzeit musste die derzeit leidgeprüfte Elf von Thomas Weissenböck einen weiteren Tiefschlag hinnehmen: Nach einem Freistoß war Michael Steinlechner per Kopf zum 1:1 zur Stelle. Dass Chabbi nach Abpfiff wegen Kritik noch Gelb-Rot sah und im letzten Spiel gesperrt ist, krönte die Vorstellung in negativer Hinsicht.

Im – relativ bedeutungslosen – Duell um Platz neun übernahm der FAC dank eines 5:0 (4:0) im direkten (Heim-)Duell mit Blau-Weiß Linz die Pole Position und liegt zwei Punkte vor den am Montag völlig abgemeldeten Oberösterreichern. Adolphe Belem (10.), Bernhard Fucik (13.), Lukas Tursch (20., 42.) und Oliver Markoutz (57.) sorgten für einen Kantersieg der Wiener. Im fünften Spiel trennten sich Austria Lustenau und Liefering im “Niemandsland” der Tabelle 0:0.

(APA)

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