Heftige Kämpfe um Flughafen Donezk

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Vor den umstrittenen Wahlen wird noch gekämpft
Vor den umstrittenen Wahlen wird noch gekämpft
Vor den umstrittenen Wahlen am Sonntag, die die Separatisten in Donezk und Lugansk angesetzt haben, wird in den ostukrainischen Rebellenhochburgen weiter gekämpft. Besonders Donezk wird seit Donnerstag heftig beschossen, wodurch ein Zivilist getötet und ein weiterer verletzt worden sei, teilte das Rathaus der Stadt am Freitag mit.


Richtung Flughafen war sogar schwere Artillerie zu hören. Nach Angaben von Anrainern nahm die Intensität in den Morgenstunden zu. Das ukrainische Militär warf den Rebellen vor, die am 5. September vereinbarte Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden 45 Mal verletzt zu haben.

Die Separatisten haben für Sonntag in ihren “Volksrepubliken” Donezk und Lugansk Wahlen angesetzt. Kiew und der Westen haben den Plan verurteilt. Russland kündigte hingegen an, die Wahl anzuerkennen. Russlands EU-Botschafter Wladimir Tschischow kritisierte den Westen und die proeuropäische Regierung in Kiew dafür, dass sie die Abstimmung nicht anerkennen. Die Wahl einer neuen Führung der “Volksrepubliken” sollte als “Schritt zur Deeskalation” verstanden werden”, sagte Tschischow der russischen Tageszeitung “Kommersant”.

Kurz vor den Wahlen ist ein weiterer russischer Konvoi mit Hilfsgütern in der Unruheregion eingetroffen. Etwa 100 Lastwagen hätten insgesamt 1.000 Tonnen Lebensmittel und Baustoffe in die Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk gebracht, sagte Oleg Woronow vom russischen Zivilschutz am Freitag der Agentur Tass. Freiwillige hätten bereits mit dem Ausladen begonnen. Woronow zufolge war der Konvoi an zwei Grenzübergängen von Zollbeamten beider Länder kontrolliert worden. Russland hat damit schon vier Hilfstransporte in das von moskautreuen Aufständischen kontrollierte Gebiet geschickt.

Die Kandidaten des Urnengangs im Krisengebiet Donbass durften am Freitag letztmals öffentlich um Stimmen werben. “Geh wählen – Deine Freunde werden auch dort sein”, heißt es etwa auf einem Plakat des Separatistenführers Alexander Sachartschenko. Er bewirbt sich für den Posten des Regierungschefs der selbst ernannten “Volksrepublik” Donezk.

Im Osten der Ukraine sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen mehr als 300 Menschen getötet worden. Damit steige die Zahl der seit Ausbruch des Konflikts im April getöteten Menschen auf 4.035, teilte die UNO am Freitag mit. Eigentlich gilt seit Anfang September eine Waffenruhe zwischen den ukrainischen Streitkräften und prorussischen Separatisten in den Großstädten Donezk und Lugansk.

Die Opferbilanz der UNO schließt jene 298 Menschen mit ein, die im Juli beim Absturz der Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine ums Leben kamen. Nach UN-Angaben wurden durch den Konflikt 930.000 Menschen aus ihren Wohnorten in den Regionen Donezk und Lugansk vertrieben. Fast 490.000 Flüchtlinge suchten demnach Schutz im Ausland, die meisten davon im benachbarten Russland.

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