Heimische Textilindustrie mit stabilen Umsätzen

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Der Umsatz der österreichischen Textilindustrie ist im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 1,2 Mrd. Euro stabil geblieben. Bei den Exporten gab es eine Steigerung von 3,5 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. “Trotz massivem Preisdruck sind wir im europäischen Branchenvergleich sehr wettbewerbsstark”, bilanzierte Textilindustrie-Vorsitzender Manfred Kern am Mittwoch in Bregenz.


Positiv sei die Exportentwicklung vor allem in Richtung der osteuropäischen Länder Polen (+25 Prozent), Tschechien (+16,4 Prozent) und Ungarn (+9,7 Prozent). Auch bei Exporten in die EU-Länder, in die 77 Prozent der heimischen Textilien gehen, konnten mit einem Plus von beinahe drei Prozent Zuwächse erzielt werden. Hauptdestination ist hier mit einem Exportanteil von 31 Prozent nach wie vor Deutschland.

Umsatzträger in der heimischen Textilindustrie sind mit einem Anteil von 50 Prozent die technischen Textilien. Seit 2009 seien in diesem Bereich die Umsätze kontinuierlich gewachsen, informierte Kern. Im ersten Halbjahr 2014 betrugen die Einnahmen 636 Mio. Euro, für das Gesamtjahr erwarte man ähnliche Zahlen wie 2013 (rund 1,2 Mrd. Euro). Rosige Zeiten sehen die Textiler auch für die kommenden Jahre. “Wir erwarten große Steigerungen und Zuwächse”, erklärte Georg Comploj, Vorsitzender der Vorarlberger Getzner Textil AG. Bei den technischen Textilien gebe es jedoch einen starken Wettbewerb in der Technologieentwicklung, auch hier sei der Preisdruck zu spüren, ergänzte Kern. “Wir werden nach wie vor immer einen Schritt voraus sein müssen.”

Forschung und Entwicklung spiele deshalb eine große Rolle, rund 0,7 Prozent des Umsatzes würde in diesen Bereich investiert. Besondere Bedeutung käme dabei der in Vorarlberg beheimateten Plattform “Smart Textiles” zu, einem Netzwerk der TU Wien, dem Institut für Ökologie, Technik und Innovation (ÖTI) und der Fachverbände. Ihr Ziel ist es, die Forschung hinsichtlich der Integration von Elektronik und Mikrosystemtechnik in Textilien voranzutreiben und hierfür Forschungsgelder zu lukrieren.

Hoch war im ersten Halbjahr 2014 erneut die Investitionstätigkeit der österreichischen Textilunternehmen. Für das Gesamtjahr erwarte man “das Rekordniveau von 2013 (65 Mio. Euro) annähernd zu erreichen”, sagte Kern. Der Mangel an Fachkräften hat den Fachverband Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie dazu veranlasst, auch kräftig in die Ausbildung zu investieren.

So soll etwa die Landesberufsschule in Dornbirn von einem ganzjährigen auf einen Lehrgangsbetrieb in Blockform umgestellt und ab 2015 für Lehrlinge aus ganz Österreich geöffnet werden. Dadurch soll die Ausbildung weiter verbessert und eine engere Verflechtung zwischen Berufsschule und HTL Dornbirn beim Werkstättenunterricht erzielt werden. Zwischen 2000 und 2013 haben die Textilindustrie und das Land Vorarlberg bereits rund 700.000 Euro in die Erneuerung der Werkstätten investiert. Für die kommenden zwei Jahre seien weitere Investitionen in der Höhe von 350.000 Euro geplant.

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