Heiratsschwindler soll 15 Frauen betrogen haben

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Heiratsschwindler soll 15 Frauen betrogen haben
© Der 28 Jahre alte Gambier soll mit 13 Frauen eine Beziehung eingegangen sein. Foto: APA/POLIZEI
Die Wiener Polizei hat einen mutmaßlichen Heiratsschwindler festgenommen. Der 28 Jahre alte Gambier soll mit zumindest 15 in Österreich lebenden Frauen eine Beziehung eingegangen sein, drei Frauen heiratete er.

Aus den Scheinbeziehungen gingen vier Kinder hervor, zwei Frauen sind schwanger. Er lockte ihnen Geld und Wertgegenstände heraus, die Schadenssumme beläuft sich auf mindestens 38.000 Euro.

Hinweise über Facebook

Auf die Schliche kam die Polizei dem 28-Jährigen durch Hinweise zweier Opfer. Die zwei Frauen hatten sich über Facebook – über das Profil des Gambiers – kennengelernt und hatten erkannt, mit demselben Mann eine Beziehung zu führen.

Bisher 15 Opfer bekannt

Ermittler des Kriminalreferats Fünfhaus forschten insgesamt bisher 13 Opfer aus. Der Mann benutzte mehrere Identitäten. So stellte er sich den Frauen als “Tijan Sonko”, “Tijan Bojang” oder “Junior Crang” vor.

 

Der 28 Jahre alte Gambier soll mit 13 Frauen eine Beziehung eingegangen sein. Foto: APA/POLIZEI Der 28 Jahre alte Gambier soll mit 13 Frauen eine Beziehung eingegangen sein. Foto: APA/POLIZEI ©

Die Polizei veröffentlichte am Dienstag Bilder des 28-Jährigen. Ermittler des Kriminalreferats Fünfhaus forschten ursprünglich 13 Opfern aus, nach den Fotos informierten zwei weitere Frauen die Exekutive darüber, dass sie auf den Heiratsschwindler reingefallen waren. Somit stieg die Zahl der Betrogenen bereits auf 15 – allesamt Frauen mit Wohnsitz in Wien. “Wir gehen davon aus, dass es noch weitere Opfer gibt”, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer der APA.

28-Jähriger mit Gambierin verheiratet

In seinem Heimatland ist der 28-Jährige mit einer gambischen Staatsbürgerin verheiratet. Der Verdächtige war laut Polizei bei seinen Betrügereien seit September 2010 österreichweit tätig. Seinen Opfern spielte er vor, Geld für seine Familie in Gambia zu benötigen, diese überließen ihm daraufhin Wertgegenstände und Bargeld. So schenkte er unter anderem Schmuck seiner österreichischen Frauen seiner “großen Liebe” – der Ehefrau in Gambia – weiter. Die Schadenssumme beläuft sich laut den Ermittlern auf mindestens 38.000 Euro. Zudem erschlich sich der Mann mit den falschen Identitäten auch ärztliche Behandlungen.

Heiratsschwindler festgenommen

Die Handschellen klickten für den 28-Jährigen am 2. Oktober am Flughafen Wien-Schwechat, als er auf der Rückreise aus seinem Heimatland nach Österreich war. Kurz vor 9.00 Uhr wurde er festgenommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. “Wir gehen davon aus, dass es noch weitere Opfer gibt”, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer der APA. Hinweise – auch vertraulich – nimmt das Kriminalreferat Fünfhaus unter der Telefonnummer: 01/ 31310 DW 47228 entgegen. (APA)

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