Heiße Bundesliga-Runde: Altach – Sturm und Salzburg – Rapid

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Neo-Rapid-Coach Damir Canadi debütiert beim Meister
Neo-Rapid-Coach Damir Canadi debütiert beim Meister - © APA
Heiße Duelle bringt die 15. Runde der Fußball-Bundesliga: Im Duell Altach gegen Sturm geht es am Samstag (16.00) um die Tabellenführung, die den Vorarlbergern bei einem Sieg winkt. Der zweite Schlager der Runde steigt am Sonntag (16.30) in der Red-Bull-Arena, wenn Meister Salzburg Vizemeister Rapid empfängt. Die weiteren Paarungen lauten: Austria – Ried, Admira – WAC und St. Pölten – Mattersburg.

Erfolgstrainer Damir Canadi ist weg, dennoch hat der SCR Altach die Tabellenspitze im Visier. Der 31-jährige Jung-Trainer Werner Grabherr debütiert in der Bundesliga gleich in einem Schlagerspiel und kann das Überraschungsteam der Saison mit einem Heimsieg über den punktegleichen Tabellenführer Sturm Graz auf Platz eins führen. Die Spieler wollen jedenfalls zeigen, dass die Mannschaft auch ohne Canadi gegen Spitzenteams bestehen kann. “Natürlich ist es so, dass nicht alles nahtlos so weitergeht wie vorher. Jeder Trainer bringt neuen Ideen mit, aber die Mannschaft ist so gefestigt und will den nächsten Schritt machen”, meinte Philipp Netzer. Tabellenführer Sturm reist nach zuletzt drei sieglosen Partien dennoch mit Optimismus nach Vorarlberg. “Wir sind gut vorbereitet und wissen, was auf uns zukommt. Wir fahren nach Altach, um drei Punkte zu holen. Wir werden alles versuchen, um die Tabellenführung zu verteidigen”, kündigte Trainer Franco Foda an.

Bei RB Salzburg hat man die Personalrochaden bei Gegner Rapid natürlich mitbekommen. “Der Trainerwechsel bei Rapid war innerhalb der Mannschaft kein Thema. Die vollste Konzentration gilt uns selber”, sagte Goalie Alexander Walke. Im ersten Saisonduell hatte es im Allianz Stadion am 28. August ein torloses Remis gegeben. Ob die Hütteldorfer ähnlich ausgerichtet antreten wie damals, ist offen. Rapids Neo-Coach Damir Canadi hatte immerhin schon eine Woche Zeit, um seine neue Mannschaft mit seinen Ideen vertraut zu machen. “Ich erwarte von Canadi, dass er taktisch etwas anderes machen wird”, sagte Walke. Canadi selbst fühlt sich “hochmotiviert”. Der 46-Jährige berichtete von äußerst positiven Eindrücken, die er in den vergangenen Tagen gesammelt habe. “Es war eine sehr gute Woche und hat viel Spaß gemacht. Die Spieler sind toll bei der Sache, das gibt Hoffnung für Salzburg. Wir wollen da etwas mitnehmen”, erklärte Canadi.

Beim Lokalrivalen Austria hofft man vor dem Heimspiel gegen die SV Ried auf einen ähnlich guten Start nach der Länderspielpause wie zuletzt im Oktober. Damals gelangen drei Liga-Siege in Folge, der Aufstieg ins Cup-Viertelfinale und ein Auswärtsremis gegen die AS Roma. “Es ist sehr wichtig, dass wir gewinnen und gut reinkommen”, sagte Trainer Thorsten Fink. Seine Spieler konnten in den vergangenen Tagen die Akkus aufgeladen, was angesichts der anstehenden sieben Partien innerhalb von 18 Tagen auch dringend notwendig war. Die Innviertler tankten zuletzt mit dem Heimsieg über die Admira Selbstvertrauen. “Es wird ein schwieriges Spiel. Wir haben zuhause (1:1) aber gezeigt, dass wir mit der Austria mithalten können. Und mit dieser Einstellung werden wir auch nach Wien fahren”, sagte Ried-Trainer Christian Benbennek.

Der WAC geht am Samstag (18.30) mit viel Selbstvertrauen ins Auswärtsspiel bei Admira Wacker Mödling. Die Kärntner feierten zuletzt drei Zu-Null-Siege, darunter zwei auch in der Fremde. Die hartnäckige Auswärtsschwäche vergangener Tage ist damit aktuell kein Thema mehr. Die Südstädter verloren zuletzt dreimal hintereinander und brauchen dringend wieder ein Erfolgserlebnis. “Auf die Tabelle schaue ich nicht. Wichtig ist, dass wir Punkte sammeln, so viele wie möglich”, betonte WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger. Die vier Partien sieglosen Südstädter verloren zwar zuletzt in Altach (0:2), gegen Rapid (1:2) und in Ried (1:2), wurden dabei aber zum Teil unter Wert geschlagen.

Zum Kellerduell kommt es am Samstag in St. Pölten, wo der Vorletzte SKN St. Pölten Schlusslicht SV Mattersburg zu Gast hat. Für Brisanz ist gesorgt, die Burgenländer wollen die “Rote Laterne”, in deren Besitz sie seit der achten Runde sind, endlich abgeben. Die Mattersburger feierten zuletzt nach neun sieglosen Spielen bei teils irregulären Bedingungen einen 2:1-Erfolg gegen Titelverteidiger Salzburg. Die Niederösterreicher konnten mit dem selben Ergebnis beim Tabellenführer Sturm Graz überraschen, nachdem sie zuvor elf Partien ohne Sieg geblieben waren. “Die Meisterschaft ist in einer Phase, in der noch lange nichts entschieden ist, aber es ist natürlich ein wichtiges Spiel”, weiß St. Pöltens Interimstrainer Jochen Fallmann.

(APA)

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