Australien verkürzte im Davis Cup in Graz auf 1:2

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Hewitt wird höchstpersönlich um den ersten Sieg für Australien kämpfen
Hewitt wird höchstpersönlich um den ersten Sieg für Australien kämpfen - © APA
Der entscheidende dritte Punkt ist Österreich im Davis-Cup-Weltgruppen-Play-off gegen Australien vorerst verwehrt geblieben. Oliver Marach und Jürgen Melzer mussten sich am Samstag in Graz nach 3:12 Stunden Lleyton Hewitt/John Peers mit 1:6,4:6,6:3,5:7 geschlagen geben. Damit fällt die Entscheidung in einem der beiden Einzel am Sonntag (ab 11.00 Uhr/live ORF Sport +).

Dominic Thiem, der die Österreicher am Freitag mit einer souveränen Vorstellung in Führung gebracht hatte, eröffnet den Schlusstag. Vom French-Open-Finalisten erwartet man sich – egal, wen Kapitän Hewitt auch aufbietet – den dritten Punkt für Österreich. Die ÖTV-Equipe hofft auf die Rückkehr in die Weltgruppe nach sechs Jahren. Aktuell ist Thiems Gegner Alex de Minaur, allerdings kann bis eine Stunde vor dem Match umgestellt werden.

Durchaus möglich, dass der bisher nicht eingesetzte John Millman einläuft. “Dominic muss sich gut vorbereiten. Wenn er so spielt wie am ersten Tag, dann kann kommen, wer will”, meinte dazu ÖTV-Kapitän Stefan Koubek.

Für Marach/Melzer gab es am Samstag freilich keinen Grund zur Freude. Marach bei seinem Davis-Cup-Debüt in seiner Geburtsstadt und ÖTV-Rekord-Davis-Cup-Spieler Melzer in seinem 75. Davis-Cup-Match für Österreich wollten auf der Messe Graz eigentlich den Sack zumachen. Aber das Doppel verlief von Beginn weg nicht nach Wunsch für die miteinander 75 Jahre alten Österreicher.

Melzer/Marach kassierten gleich in ihrem ersten Aufschlag-Game das erste Break zum 0:2. Satz eins war dann schnell verloren. Marach zog sich bei einem weiten Schritt eine leichte Leistenverletzung zu, die den 38-jährigen Steirer aber laut eigenen Aussagen nicht sehr behinderte. Auch im zweiten Durchgang mussten die Gastgeber ein frühes Break zur Kenntnis nehmen, das sie nicht mehr aufholen konnten.

Dann wechselten Melzer und Marach nach zwei Sätzen die Seiten, Marach spielt ja normalerweise immer auf der Vorteil-Seite. Ab diesem Zeitpunkt lief es für die Österreicher auch besser. “Ja, das ist super aufgegangen. Ich glaube schon, dass wir dann so herum besser retourniert haben”, meinte Melzer, fügte aber hinzu: “Peers hat wirklich gut serviert, bei Lleyton haben wir in den Ballwechseln zu wenig Druck ausgeübt, um die wirklich in Bedrängnis zu bringen.”

Nach 2:13 Stunden gelang unter dem Applaus von erneut fast 6.000 Zuschauern der Satzgewinn zum 6:3. Im vierten Satz lief es bis zum 6:5 der beim Aufschlag souveräner wirkenden “Aussies” ohne Break, Melzer musste schließlich sein Service zum 5:7 und zur Niederlage abgeben.

Vor allem Marach, der Weltranglisten-Dritte im Doppel konnte nie wirklich an seine tollen Leistungen in diesem Jahr an der Seite von Mate Pavic (CRO) anschließen. Ein Stich in der Leiste relativ zu Beginn samt medizinischer Auszeit sei aber nicht der Grund für seine nicht so gute Leistung gewesen. “Es war eher am Anfang die Nervosität. Man weiß, dass meine Vorhand mein bester Schlag ist”, erklärte Marach. Er habe diese aber immer wieder weit verschlagen. “Ich wollte gut spielen und habe mir selbst ein bisschen zu viel Druck gemacht. Ich war auch überrascht, wie gut Hewitt gespielt hat, der hat gefühlte drei Fehler beim Return gemacht”, meinte der Australian-Open-Sieger und French-Open-Finalist im Doppel.

Für Melzer war schon der Beginn entscheidend. Ein Break gleich im Auftaktgame wäre möglich gewesen, stattdessen kassierten die Österreicher selbst ein Break zum 0:2. “Ich glaube, dass das schon ein Key (Schlüssel) war, weil wir dann wirklich schlecht in die Partie gestartet sind. Dann ist der erste Satz komplett vorbeigelaufen und wir haben gleich ein Break am Anfang vom zweiten bekommen.”

Dennoch, so Melzer, müsse man anerkennen, dass die Australier in den vier Sätzen viel näher an den Breaks waren als man selbst und auch verdiente Sieger waren. Marach konnte übrigens vorerst nicht sagen, ob er wegen der Leistenverletzung kommende Woche in Metz, wo er an der Seite von Jürgen Melzer antreten will, spielen kann.

Dominic Thiem hat es nun in der Hand, die uneinholbare 3:1-Führung herzustellen. Egal, ob gegen de Minaur, oder den wegen einer Erkrankung zuletzt nicht eingesetzten John Millman, ist der Weltranglisten-Achte Favorit.

(APA)

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