Hilfsorganisation muss Kriegsgebiet Donbass verlassen

Die tschechische Hilfsorganisation Menschen in Not muss das umkämpfte Donezbecken im Osten der Ukraine verlassen. Die selbst ernannte Volksrepublik Donezk habe den Helfern die Erlaubnis für ihren humanitären Einsatz entzogen, teilte der Leiter der Organisation, Simon Panek, am Sonntag in Prag mit. Gründe für diesen Schritt seien nicht mitgeteilt worden.

Die Mitarbeiter müssten das Land innerhalb von 24 Stunden verlassen. Die Tschechen waren bisher wie ansonsten nur das Rote Kreuz sowohl auf Seite der Ukraine als auch der von Russland unterstützen Aufständischen aktiv.

“Unsere Mitarbeiter vor Ort sehen jeden Tag, dass beiderseits der Frontlinie notleidende Menschen leben”, sagte Panek. Ausgerechnet jetzt, zu Beginn des Winters, sei die Hilfe umso dringender. In diesem Jahr seien im Donbass knapp 470.000 Menschen mit Essen, 96.000 mit Hygieneartikeln und 105.000 mit Baumaterialien versorgt worden. Unter anderem förderten das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, die Schweiz und die EU-Kommission die Aktivitäten der Hilfsorganisation.

(APA/dpa)

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