7. August 2012 11:37; Akt.: 7.08.2012 11:48

HK Gruber als “Ritter vom Triple C”

HK Gruber: Unterhaltsamer Composer, Conductor und Chansonnier am Pult der Wiener Symphoniker. HK Gruber: Unterhaltsamer Composer, Conductor und Chansonnier am Pult der Wiener Symphoniker. - © Intermusica
Bregenz – Als höchst unterhaltsamer und zugleich sattelfester “Ritter vom Triple C” hat sich HK Gruber (69) Montagabend im Festspielhaus Bregenz beim dritten und für heuer letzten Festspielkonzert der Wiener Symphoniker präsentiert.

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Triple C steht in dem Fall nicht für höchste Spitzentöne, sondern für das Multitalent HK “Nali” Gruber als Komponist, Dirigent und Sänger (Composer, Conductor, Chansonnier) in einer Person.

Das von ihm kuratierte und geleitete “Konzert der anderen Art” (Opernchefin Susanne Schmidt) mit Werken von Hanns Eisler, Kurt Weill und ihm selbst hat das Interesse für seine noch nicht fertigkomponierte Oper “Geschichten aus dem Wienerwald” geschürt. Die Uraufführung ist für die Bregenzer Festspiele 2014 vorgesehen.

HK Gruber als Dirigent und Gesangs-Solist

Effektvolle Filmmusik mit viel Blech spielten die Symphoniker am Beginn mit der Suite Nr. 3 aus “Kuhle Wampe” von Hanns Eisler. In Eislers “Angst-Couplet” nach Nestroys “Höllenangst” bewährte sich HK Gruber als Dirigent und gleichzeitig als Gesangs-Solist. Eindrucksvoll vor allem durch das hohe Stimmniveau von Sopranistin Gun-Brit Barkmin als “Anna” geriet dann die semiszenische Wiedergabe der von Kurt Weill komponierten Brecht’schen Wohlstands-Kantate “Die sieben Todsünden”. Neben Gun-Brit Barkmin profilierten sich auch Alexander Kaimbacher (Tenor), Christian Drescher (Tenor), Adrian Clarke (Bariton) und Richard Angas (Bass) als Familien-Bande.

Höchstform auf der Bühne

Nach der Pause wurde “Frankenstein” als kongeniale Vertonung (1978) von H.C. Artmanns hintergründigen Kindergedichten in der persönlichen Interpretation des Komponisten zur One-Man-Show von HK Gruber. Lustvoll unterstützt von den Symphonikern lief der Komponist als Dirigent und Sänger-Performer zur Höchstform auf. Zwischenapplaus gab es etwa für “Mi Ma Monsterchen” und andere absurd-witzige Kinderreime rund um Fräulein Dracula, James Bond-Goldfinger, Django und natürlich Frankenstein. HK Gruber und die Symphoniker bedankten sich zuletzt beim bestens gelaunten und begeisterten Publikum mit zwei “Frankenstein”-Zugaben für den anhaltenden Beifall.

Die Reihe der Bregenzer Festspielkonzerte 2012 beschließt das Symphonieorchester Vorarlberg unter Chefdirigent Gerard Korsten mit einer Sonntagsmatinee (12.8., 11 Uhr) im Festspielhaus. Bruckners Vierte sowie “Theatrum bestiarum” von Detlev Glanert stehen auf dem Programm.

(APA)



Ort: Platz der Wiener Symphoniker 1, 6900, Bregenz
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.bregenzerfestspiele.com

Das Kulturerlebnis am Bodensee Seit 1946 auf zwei Kieskähnen das Spiel auf dem See seinen Ursprung nahm, haben sich die Bregenzer Festspiele zu einem Fixpunkt der internationalen Festivalszene entwickelt. Alljährlich strömen in den Sommermonaten Juli und August mehr als 200.000 Besucher an den Bodensee, um in unvergleichlicher Atmosphäre Musiktheater unter freiem Himmel zu erleben. Das atemberaubende Zusammenspiel von einzigartiger Naturumgebung und imposantem Bühnenbild, von milder Sommernacht und hochkarätigem Operntheater machen einen Abend bei den Bregenzer Festspielen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Inszenierungen des Sommerfestivals beginnen schon beim Betreten der Seetribüne: Schiffe legen direkt an der größten Seebühne der Welt an, die Sonne versinkt im Bodensee - und das Spiel auf dem See kann beginnen. Im Herzen Europas am Ufer des Bodensees gelegen und umgeben von einer beeindruckenden Berglandschaft – sowohl die Voralpen als auch hochalpines Gelände liegen vor der Haustüre – bieten Bregenz und die Bregenzer Festspiele eine einzigartige Kombination von Natur und Kultur, von Unterhaltung und Erholung. Bei den Bregenzer Festspielen findet jeder Besucher sein ganz persönliches kulturelles Highlight: Das Spiel auf dem See steht für spektakuläre Inszenierungen in einem einmaligen Ambiente, im Festspielhaus werden brandneue und nur für Bregenz erschaffene Werke zeitgenössischer Komponisten präsentiert. Zudem bietet das Festival vier Sommerwochen lang Orchesterkonzerte mit den Wiener Symphonikern und dem Symphonieorchester Vorarlberg, Theatergastspiele sowie Zeitgenössisches auf der Werkstattbühne, im Festspielhaus und im Kunsthaus Bregenz. weiterlesen »
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