Hochexplosives Material bei indonesischem Terrorverdächtigen

Bei der Festnahme eines Terrorverdächtigen auf der indonesischen Insel Java hat die Polizei hochexplosives Material sichergestellt. Mit den gefundenen Chemikalien ließen sich Bomben bauen, deren Sprengkraft doppelt so hoch sei wie die der bei dem Anschlag auf der Touristeninsel Bali im Jahr 2002 verwendeten, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag.

Bei der bisher folgenschwersten Terrorattacke in Indonesien vor 14 Jahren waren 202 Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei hatte den mutmaßlichen Terroristen am Mittwoch in einem Bezirk der indonesischen Provinz West Java festgenommen. Die gefährlichen Chemikalien wurden im Haus des 23-Jährigen gefunden.

Das überwiegend von Muslimen bewohnte Indonesien ist seit 2000 immer wieder Ziel von Terroristen. Im Jänner hatten Selbstmordattentäter ein beliebtes Geschäftsviertel in der Hauptstadt Jakarta mit selbst gebauten Bomben angegriffen. Zwei Zivilisten kamen um, 20 weitere Menschen wurden verletzt. 2009 wurden bei Angriffen auf zwei Hotels sieben Menschen getötet. Für den Anschlag auf der Insel Bali 2002 machte die Regierung die Al-Kaida-nahe Terrororganisation Jemaah Islamiyah verantwortlich.

(APA/dpa)

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