Hohe Mietpreise ärgern Salzburger am meisten

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Die meisten Fragen tauchen rund um Wohn- und Mietrecht auf (Symbolbild).
Die meisten Fragen tauchen rund um Wohn- und Mietrecht auf (Symbolbild). - © APA/HELMUT FOHRINGER
Salzburgs Konsumenten haben es nicht leicht und müssen sich über Vieles ärgern. Vor allem Themen rund um das Wohnen werfen viele Fragen auf. Womit sich die Salzburger am meisten herumschlagen mussten, haben wir für euch zusammengefasst.

Anhand der Beratungstermine der Arbeiterkammer Salzburg (AK) lässt sich klar erkennen, womit sich die Salzburger herumärgern müssen. Allen voran stehen Fragen zum Thema Wohn- und Mietrecht auf der Tagesordnung. 22.522 Beratungen wurden 2016 von der AK-Konsumentenberatung durchgeführt.

Wohnen in Salzburg extrem teuer

Die Mietpreise in Salzburg sind nach wie vor sehr hoch. In der Stadt Salzburg lagen diese 2015 inklusive Betriebskosten bei 14,01 Euro pro Quadratmeter, in den Gauen bei 12,12 Euro pro Quadratmeter.

Banken helfen nicht bei Phishing-Mails

Doch nicht nur die hohen Wohnkosten nerven die Salzburger. Fragen zu Zinsen von Altverträgen bei Bausparkassen und zu Negativzinsen kamen bei dem einen oder anderen auf. 2016 regte die Bankomatgebühr in diesem Sektor am meisten auf. „Aus unserer Sicht ist das nicht in Ordnung, weil Bankkunden ohnehin schon Kontogebühren bezahlen und daher nicht zusätzlich durch Behebungen vom Bankomaten belastet werden sollen“, sagt Angela Riegler, Leiterin der AK-Konsumentenberatung.

Auch Beschwerden über Banken bei der Vorgehensweise bei Phishing-Mails oder eines Trojaners trudeln bei der Arbeiterkammer immer wieder ein. „Die Banken verweigern bei Beschwerden darüber ihre Hilfe – mit der Begründung, dass die geschädigten Kundinnen und Kunden ihre Sorgfaltspflicht grob vernachlässigt haben“, heißt es in einer Aussendung.

Wenn einer eine Reise macht…

Flugannulierungen, nicht erreichbare Online-Buchungsportale, Ausstattungsmängel und Verschmutzung im Hotel – all das ärgerte die Salzburger und kann schon mal die eine oder andere Reise verderben.

Ärger bei Handyrechnungen und Online-Käufen

Eine Handyrechnung von mehreren Hundert Euro, kostenpflichtige Verträge mit nur einem Klick, unzulässige Vertragsverlängerungen, etwa bei Parship und Inkassoschreiben – über diese Sachen zerbrachen sich auch 2016 viele den Kopf.

Vermehrt Probleme gab es mit Unternehmen, die Anzeigen bei Facebook schalten. Sobald User den Link anklicken, oft auch nur nach Eingabe ihrer Daten und ohne Kaufabsicht, wird bereits von kostenpflichtigen Verträgen ausgegangen.

Partnerbörse informiert Kunden falsch

Unzulässige Vertragsverlängerungen führten zu vielen Anfragen hinsichtlich der Partnerbörse „Parship“. Zum rechtlichen Hintergrund: Konsumenten müssen rechtzeitig vor der Verlängerung eines Vertrages einen gesonderten Hinweis erhalten, der ihnen die kostenpflichtige Vertragsverlängerung bei Nichtkündigungen klarmacht. Die E-Mails, die Konsumenten von Parship erhielten, waren lediglich mit „Nachricht zu Ihrem Profil“ bezeichnet und als „Neuigkeiten zur Mitgliedschaft“ deklariert. Erst durch klicken auf mehrere Links und einloggen in den Mitgliederbereich wurde ersichtlich, dass eine automatische Vertragsverlängerung erfolgen wird. Und das ist aus Sicht der AK eine unzulässige Vorgangsweise.

Ein Problem, das auch in Salzburg auftauchte, waren Forderungsschreiben eines Inkassobüros mit Grazer, bzw. Wiener Adresse (EK Flex BV). Gefordert wurden fast 300 Euro – aus den Forderungsschreiben war aber weder ersichtlich, für welches Unternehmen das Inkassobüro tätig wurde, noch für welche Leistungen die Betroffenen bezahlen sollten.

Beratung für Konsumenten

Wenn man Probleme als Kunde hat, kann man sich mit Fragen an die AK-Konsumentenberatung wenden. „Im vergangenen Jahr konnten unsere Berater in 2.105 Fällen 1.072.540 Euro außergerichtlich für die Menschen im Bundesland Salzburg erkämpfen”, zieht AK-Präsident Siegfried Pichler eine stolze Bilanz.

 

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