Hoteliers rechnen heuer mit erfolgreichem Winter

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Der frühe Wintereinbruch stimmt die Hoteliers positiv
Der frühe Wintereinbruch stimmt die Hoteliers positiv - © APA (Keystone)
Kurz nach Beginn der Wintersaison rechnet mehr als ein Drittel der Hoteliers in der heurigen Wintersaison 2016/2017 mit einem Nächtigungsplus. 36 Prozent erwarten laut einer Befragung der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) gleich viele Gäste wie letztes Jahr, 29 Prozent weniger. Die Hotels buhlen mit “Bestpreisen” um Urlauber, müssten aber auch auf ihre Preisgestaltung achten, rät die ÖHV.

“Das von der Nationalbank ausgewiesene Plus in der Leistungsbilanz ist vielmehr das Ergebnis von Nächtigungszuwächsen als von Preissteigerungen: Die Belastungen haben aber zugenommen, die Mehreinnahmen decken gerade einmal die Kostensteigerungen”, meinte ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer am Freitag. Da heiße es, vorsichtig sein und die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten.

Diesbezüglich wird das dynamische Pricing hervorgehoben. Es sei wichtig, in den verschiedenen Kanälen unterschiedliche Preise zu verlangen, um das Maximum herauszuholen, so die ÖHV zur APA.

Zu schaffen mache den Hoteliers das Ringen um Mitarbeiter, die Branche sei stark gewachsen und brauche mehr Personal. Drei Viertel der befragten Betriebe suchen Verstärkung, vor allem in den Bereichen Service, Küche und Rezeption. Im Oktober hat es in Beherbergung und Gastronomie 5.233 beim AMS gemeldete, offene Stellen gegeben, in der Hotellerie waren es 2.176. Letzteres entspricht einem Plus von 30,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Einmal mehr kritisiert der ÖHV auch die sinkenden Saisonnier-Kontingente. “Wenn wir da nicht gegensteuern, bekommen wir ein Riesenproblem: Angebote werden vom Markt genommen, Umsätze fehlen, Arbeitsplätze gehen verloren”, so Gratzer. Erleichterung könnte eine auf den Tourismus adaptierte Rot-Weiß-Rot-Karte bringen.

Bei den Investitionen wollen zwölf Prozent der Hoteliers zulegen, im Vorjahr waren es 10,7 Prozent. “Aber immer noch planen fast dreimal so viele eine Reduktion wie eine Erhöhung der Investitionen”, so Gratzer. Hoffnungen macht er sich von der für 2017 angekündigten Investitionsprämie für KMU. “Höchste Priorität hat eine pragmatische Abwicklung etwa als One-Stop-Shop in der ÖHT. Da darf kein förderwilliger Betrieb auf der Strecke bleiben”, meinte Gratzer.

(APA)

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