Hundstorfer will als BSO-Chef “gestalten”

Akt.:
In neuem Amt und Würden
In neuem Amt und Würden - © APA
Einen Beitrag zu leisten zu notwendigen Veränderungen, gesellschaftspolitisch die Stimme erheben und auch unangenehm zu sein gegenüber der Bundesregierung. Das sind einige der Aktivitäten und Vorhaben, die der am Freitag gewählte Ex-Minister Rudolf Hundstorfer als Präsident der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) umsetzen will.

Die BSO betreut als Interessenvertretung und Serviceorganisation des Sports in Österreich in 67 Mitgliedsverbänden und ihren Vereinen rund drei Millionen Menschen. Themenbereiche, um die Position des Sports zu verbessern, sind zahlreich. Hundstorfer sprach bei seinem ersten Pressetermin am Dienstag in Wien einige konkret an.

Die im Burgenland erprobte tägliche Sport- und Bewegungseinheit an Volks- und Neuen Mittelschulen soll laut dem früheren Sozialminister “in den nächsten eineinhalb bis zwei Jahren” bis zum Bodensee ausgedehnt werden. Zudem will Hundstorfer den Zulauf zu den Sportvereinen fördern. “Wir müssen Breite zur Verfügung stellen, um die Spitze zu erreichen”, erklärte der 65-Jährige.

Mehr Aktivitäten im Gesundheitsbereich kündigte Hundstorfer als eine der gesellschaftspolitischen Maßnahmen an. “Da wird die BSO Partner sein und ein Sprachrohr für den Sport.” Der Sport brauche insgesamt mehr Geld, stellte der Ex-ÖGB-Chef fest. “Da werden wir unangenehm sein müssen gegenüber der Bundesregierung”, betonte Hundstorfer. Die Höhe der Mittel müsse angepasst werden.

Zudem will sich er sich bemühen, dass die Sportinfrastruktur ausgebaut wird. “Da gibt es Entwicklungen, die man so nicht stehen lassen kann. Da muss man lästig sein”, bekräftigte der Wiener. In der Sportförderung müsse die Förderstruktur verbessert werden, merkte Hundstorfer an. Den Verbänden müsse durch langfristige Förderung Stabilität vermittelt werden. Im Bereich der Sportförderung sieht er sich übrigens “in voller Übereinstimmung” mit Minister Hans Peter Doskozil.

Ex-Präsidentschaftskandidat Hundstorfer verhehlte nicht, dass es “sehr gut getan hat”, mit hoher Zustimmung und 100 Prozent der Stimmen gewählt worden zu sein. Die Funktionsperiode für diese ehrenamtliche Tätigkeit beträgt drei Jahre. Der Ex-Politiker hat sich viel vorgenommen. “Ich habe diese Position übernommen, nicht um zu verwalten, sondern um zu gestalten.”

(APA)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen