Hunger: Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind

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Mehr als 805 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger.
Mehr als 805 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger. - © APA/Caritas
Weltweit leiden 805 Millionen Menschen an Hunger. Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Im Gegensatz dazu werden jährlich rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weltweit verschwendet. Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober wollen wir daran erinnern.

Drei Millionen Kinder sind seit dem Welternährungstag vor einem Jahr an den Folgen von Hunger und Unterernährung gestorben. Kinder, die mit viel zu geringem Gewicht auf die Welt gekommen sind oder den ersten Durchfall nicht überstehen konnten. Oder Kinder, deren Familien sich das teure Getreide nicht leisten konnten oder aufgrund des Klimawandels keine Ernte einholen konnten.

 

Innerhalb eines Jahres sind drei Millionen Kinder  verhungert. Foto: APA/HELMUT FOHRINGER Innerhalb eines Jahres sind drei Millionen Kinder verhungert. Foto: APA/HELMUT FOHRINGER ©

Ursachen für Hunger beseitigen

“Die Ursachen für den Hunger, sind mit politischem Willen und gezielten Maßnahmen zu beseitigen”, meint Caritas-Präsident Michael Landau. Neben der Verteilung von Nahrungsmitteln im Rahmen der Nothilfe gehe es darum, Kleinbauern in den Ländern des Südens dabei zu unterstützen, wieder von der Ernte auf ihren eigenen Feldern leben und für sich und ihre Familien sorgen zu können. Gleichzeitig müssten Gesundheitssysteme verbessert, in Bildung und die Sensibilisierung der Familien investieren werden.

 

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Unveränderte Faktoren, die zu Hunger führen

Trotz eines von der FAO registrierten Rückgangs der Zahl der Hungernden hat sich nichts an den realen Faktoren geändert, die zu Hunger führen. Diese Überzeugung äußerte die Organisation FIAN (Netzwerk für das Recht sich zu ernähren, Food First Information and Action Network), anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober. Die Ausgrenzung der Hungernden aus der Politikgestaltung und der Ausverkauf natürlicher Ressourcen werde weiter vehement vorangetrieben, hieß es.

Für arme Menschen spielten Kosten für Nahrungsmittel aber eine zentrale Rolle. 2009 hätten nach FAO-Schätzungen noch 150 Millionen Menschen zusätzlich wegen extremer Preisanstiege bei Grundnahrungsmitteln hungern müssen.

Extreme Lebensmittelverschwendung

Eine weitere Lösung läge auch in der Bekämpfung der Ressourcenverschwendung, ist man sich sicher. Die Menge der auf dem Müll landenden Lebensmittel reicht nach Einschätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) aus, um drei Milliarden Menschen zu ernähren.

Allein in Österreich landen pro Kopf und Jahr 19 kg Lebensmittel im Müll. Jährlich wird im Schnitt in jedem österreichischen Haushalt Nahrung im Wert von 300 Euro weggeworfen, lauteten die Zahlen des Ökosozialen Forums, das in diesem Zusamme nhang mehr Bildung im Ernährungsbereichforderte.

 

(APA/SALZBURG24)

 

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