Hypo nun Heta – Abbau fauler Assets dauert lange

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Die Hypo Alpe Adria Bank ist Geschichte
Die Hypo Alpe Adria Bank ist Geschichte
Die Hypo Alpe Adria als Bank ist Geschichte. Für den Abbau von rund 18 Mrd. Euro fauler Assets firmiert nun die Heta Asset Resolution AG. Zuvor wurde der Hypo-Balkan-Teil zum geplanten Verkauf abgespalten. Wie viel der Abbau die Steuerzahler am Ende kosten wird, wird erst nach Jahren klar sein. Fakt ist, dass die Wirtschaft am Balkan, wo die meisten notleidenden Kredite vergeben wurden, lahmt.


Schwer einbringliche Forderungen der ehemaligen Kärntner Landesbank, die nunmehr in der Heta sind, stammen auch aus Italien. “In beiden Regionen ist das Wirtschaftswachstum nicht rosig”, sagte Thomas Url, Experte des Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), am Freitag im APA-Gespräch. Das Wirtschaftswachstum spiele neben den Kreditlaufzeiten und -bedingungen bei der Einschätzung der Fähigkeit von Schuldnern eine Rolle, ihre Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Url rechnet mit einer “zweigipfeligen Verteilung von Rückzahlungen”. Normale Unternehmenskredite hätten im Schnitt fünf Jahre Laufzeit, besonders “gebäudeintensive Anlagen wie Hotels in Kroatien” zehn bis 15 Jahre. Daher könnte es bei den eher kurzfristigen Anlageinvestitionen mit weniger Restlaufzeiten “vielleicht in zwei Jahren” und dann bei faulen Krediten mit länger Laufzeit – “nach einer langen Durststrecke” – womöglich erst in “15 bis 20 Jahren” so weit sein.

Wie viel am Ende uneinbringlich bleiben werde, wollte Url nicht einschätzen. “Dafür müsste man unter anderem Laufzeiten und bisherige Rückzahlungsmuster kennen”, so der Wifo-Experte. Die Schätzungen gingen sehr weit auseinander. Zahlen in der Gegend von vier Milliarden Euro geisterten herum.

“Vermutlich”, so Url, “wird mit Kreditnehmern vor einer vollkommenen Abschreibung versucht, einen neuen Rückzahlungsplan zu vereinbaren”. Sonst müsse es zu einem “Pfandrückgriff” kommen – “beispielsweise sollte es bei Hotels Pfandrechte auf Grundstück und Gebäude geben”. Als Erleichterungen könne es geringere Zinssätze und längere Kreditlaufzeiten geben, auch Nicht-Zahlungsperioden könnten ausgehandelt werden, so Url.

Die Daten des WIIW lassen jedenfalls nicht auf eine plötzlich wieder anspringende Wirtschaft in den Ex-Jugoslawischen Staaten hoffen, aus denen die Heta die faulen Hypo-Kredite hat. So soll die Wirtschaft in Kroatien heuer um 0,5 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr nur um 0,7 Prozent wachsen. In Serbien beispielsweise schrumpft die Wirtschaft laut Prognose heuer um ein Prozent, stagniert kommendes Jahr. Für Slowenien werden kleine Wachstumswerte von heuer plus 0,5 Prozent und 2015 plus 1,4 Prozent vorhergesehen. In Bosnien soll die Wirtschaft heuer stagnieren und kommendes Jahr nur um ein Prozent wachsen. Nur für das kleine Montenegro wird immerhin heuer ein Plus von 2,1 Prozent und 2015 von 2,9 Prozent gesehen.

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