Akt.:

Westliche Staaten halten an Iran-Sanktionen fest

Nach der Rückkehr der IAEA-Inspektoren aus dem Iran wollen die westlichen Staaten im UNO-Sicherheitsrat an den Sanktionen gegen Teheran festhalten. Das Regime habe nicht annähernd die von den Vereinten Nationen geforderten Bedingungen erfüllt, hieß es von westeuropäischen Diplomaten. Deshalb müsse der Druck aufrechterhalten werden, bis der Iran endlich mit der Staatengemeinschaft kooperiere.

Korrektur melden

“Der Iran wurde mehrfach vom UNO-Sicherheitsrat verbindlich aufgefordert, jegliche Anreicherung zu stoppen, bis alle offenen Fragen rund um das iranische Nuklearprogramm geklärt sind”, hieß es aus Diplomatenkreisen. Dazu gehöre insbesondere “eine glaubwürdige und umfassende Aufklärung” über eine mögliche militärische Dimension des Nuklearprogramms. “Hiervon ist der Iran leider weit entfernt, deshalb setzen wir unsere Politik aus Sanktionen und der Offenheit zu ernsthaften Gesprächen mit dem Iran über sein Nuklearprogramm fort.”

Die Internationale Atomenergiebehörde zeigte sich im Atomstreit mit Teheran enttäuscht. Beim Besuch des Inspektorenteams sei keine Einigung mit dem Iran erzielt worden, sagt IAEA-Chef Amano. “Wir sind in einer konstruktiven Haltung herangegangen, aber es wurde keine Einigung erzielt.” Das Expertenteam wurde am Mittwochvormittag zurück in Wien erwartet.

Iran verweigert Zugang zu Geheimanlage

Den Unbill der Inspektoren hatte sich der Iran vor allem dadurch zugezogen, als er ihnen den Zugang zur Militärbasis Parchin verweigerte. Laut “derstandard.at” befindet sich dort ein verdächtiger Metallbehälter, in dem möglicherweise der Einsatz von nuklearen Raketensprengköpfen simuliert werde. Bereits bei einer früheren Inspektion im Jänner wurden die Inspektoren nicht nach Parchin gelassen. Außerdem werden weitere geheime Atomanlagen im Iran vermutetet, deren Existenz der Iran nicht eingestehe.

Die USA selbst wollen jedenfalls Israel mit allen Mitteln vor einem Militärschlag abhalten. Wie aus US-Diplomatenkreisen verlautet, bestehe noch Zeit für eine friedliche militärische Lösung des Konflikts. Israel selbst betonte, dass sich ein Zeitfenster von wenigen Monaten zu schließen beginne, nach denen der Iran seine Atom-Tätigkeiten unangreifbar gemacht hätte.

Der Iran selbst hatte den Ton zuletzt verschärft und vermeinte, ein Präventivschlag – sprich ein Erstangriff – gegen seine Feinde sei nicht ausgeschlossen. So meinte Vize-Armeechef Mohammed Hejazi: “Wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Feinde die nationalen Interessen des Iran gefährden wollen und sich dazu entschließen, dann werden wir handeln, ohne auf ihr Vorgehen zu warten”.

FPÖ: “Kriegsgefahr in Nahost beenden”

Die FPÖ, die zuletzt durch eine angeblich geplante Reise nach Teheran in die Schlagzeilen geraten war, richtete jetzt einen Appell an die EU. Andreas Mölzer, FP-EU-Parlamentarier betonte, die Europäische Union habe die Verantwortung, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten die Eskalationsspirale im Nahen Osten zu durchbrechen.

“Ein kleiner Funke genügt, und das Pulverfass explodiert – und die Folgen eines Krieges im Nahen Osten bekäme natürlich auch Europa zu spüren”, warnte Mölzer.



Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als SALZBURG24.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren