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“Es ist absolut fantastisch. Ich liebe diese Landschaft in den fast schon winterlichen Bergen. Ich will gar nicht mehr weg und könnte hier leben”, so der Schauspieler bei der Pressekonferenz in mehr als 1.000 Meter Seehöhe. Rund 20 Minuten des Streifens entstehen zur Zeit an insgesamt 17 Drehtagen in Österreich, der Rest des Films wird in Ungarn produziert.
In “Seasons of the Witch” schlüpft Cage in die Rolle eines Kreuzritters, der den Auftrag bekommt, ein Mädchen in ein Kloster zu bringen. Dieses Mädchen, dargestellt von Claire Foy, wird beschuldigt, für den Ausbruch der Pest verantwortlich zu sein. Auf dieser Reise durch die Landschaft des 14. Jahrhunderts gibt es Gefahren und Hindernisse, es wird geliebt, gekämpft und gestorben. “In meinem letzten Film habe ich in einem heißen und feuchten Polizei-Büro gedreht, jetzt sehe ich Bäume bei der Arbeit. Ich verstehe, warum aus derartigen Wäldern in den Bergen so viele Märchen stammen”, so Cage fast euphorisch. Im Wald am Seewaldsee ist es unter anderem eine Verfolgungsjagd mit einer Kutsche, die die Darsteller und das insgesamt 320-köpfige Produktionsteam in Atem hält.
“Was mich an der Rolle interessiert ist, dass sie Charakter hat. Ich habe darin die Chance mich zu transformieren in eine Welt, die mich immer schon interessiert hat: Die ganz alte Geschichte. Ich fühle mich in dieser Rolle wir zu Hause”, so der als kulturinteressiert bekannte Cage. Freizeit bleibt im dichten Drehplan so gut wie keine. “Ich war noch nicht einmal in der Stadt Salzburg. Ich bin schon froh, wenn sich ein Spaziergang mit meiner Familie ausgeht.”
Auch Ron Perlman, Kollege von Cage in der Rolle eines Kreuzritters, lobte den Film von Regisseur Dominic Sena (“Nur noch 60 Sekunden”) und Drehbuchautor Bragi F. Schut wegen der differenzierten Charaktere. Perlman war Partner von Helmut Qualtinger in “Der Name der Rose” und erinnerte sich heute an den Österreicher wegen dessen beeindruckenden Appetits und netten und zugleich scheuen Art.
Die Austrian Film Commission, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums diese Hollywood-Produktion zum Teil nach Österreich geholt hat, forderte heute mehr öffentliches Geld für derartige Filmprojekte. “20 Prozent der Produktionskosten sollten in Cash refundiert werden”, so Film Commissioner Arie Bohrer. “Das gibt es in vielen unserer Nachbarländer. Nur so können wir uns gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die Film-Teams geben wirklich viel Geld aus. Ich schätze die Produktionskosten für diesen Dreh in Österreich auf rund eine bis eineinhalb Mio. Euro.”
Ein Großteil der Außenaufnahmen sind an Drehorten in der Steiermark, Niederösterreich und Salzburg entstanden. Die Studio-Drehs finden in Ungarn statt, wo der Streifen auch produziert wird. “Seasons of the Witch” wird vermutlich nicht wie ursprünglich angekündigt 2009, sondern erst 2010 in die Kinos kommen.