IG Autoren wollen ORF-Unabhängigkeit bewahren

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Sorge um Unabhängigkeit des ORF vor politischem Einfluss
Sorge um Unabhängigkeit des ORF vor politischem Einfluss - © APA
Die IG Autorinnen Autoren sorgt sich um die Unabhängigkeit des ORF vor politischem Einfluss. Die Interessensgemeinschaft startet daher am Montag eine “Initiative zur Bewahrung der Unabhängigkeit des ORF” mit prominenten Unterstützern, wie die Initiatoren am Samstag bekannt gaben.

In dem Aufruf der Initiative heißt es unter anderem, der ORF sei “wie nie zuvor” von “Gleichschaltung und Zerschlagung” bedroht. “Die Regierung scheint fest entschlossen, ihn zukünftig lückenlos zu kontrollieren. Geplant ist die Zentralisierung, Aufteilung und Reduktion des ORF auf seine für Regierungsangelegenheiten nützlichen Funktionen.”

IG befürchtet Streichungen

Gehe es nach den Regierungsplänen, so solle Ö1 “ausgehöhlt” werden und der Sender FM4 abgeschafft werden, so die Befürchtungen der IG. Weiters habe die Regierung vor, dass der ORF bis zur zweiten Jahreshälfte 2019 mit “einem auf die Bedürfnisse der Regierung zugeschnittenen ORF-Gesetz, einer neuen Organisationsstruktur und einem neuen ORF-Generaldirektor “endgültig das von der Regierung gewünschte Aussehen” habe.

“Dagegen wenden wir uns. Wir treten für einen wirtschaftlich eigenständigen und politisch unabhängigen ORF ein. Wir begrüßen jede Aktivität, die zum Ausbau seiner Unabhängigkeit und zur besseren Wahrnehmung seiner Kultur-, Bildungs- und Informationsaufgaben führt”, so die Interessensgemeinschaft. Auch unterstütze man alle Maßnahmen, “die zur Erhaltung der großen Bedeutung des Wiener Funkhauses und seiner Hörfunkprogramme dienen”.

Prominente unterstützen Interessensgemeinschaft

“Wir werden jedem Versuch der Inbesitznahme des ORF durch die Regierung und jeder anderen Form seiner politischen Instrumentalisierung mit aller Vehemenz begegnen”, heißt es in dem Schreiben, das neben dem IG Autorinnen Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss auch von zahlreichen weiteren Persönlichkeiten getragen wird, darunter etwa Austropopper Reinhold Bilgeri und die Kabarettisten Alfred Dorfer, Lukas Resetarits und Andreas Vitasek. Ebenso gestützt wird der Aufruf u.a. von den Autoren Franzobel, Elfriede Jelinek, Michael Köhlmeier, Alfred Komarek, Robert Menasse, Felix Mitterer, Doron Rabinovici, Julya Rabinowich, Eva Rossmann, Robert Schindel, Christoph Ransmayr, Marlene Streeruwitz sowie den Schauspielern Karl Markovics, Erika Pluhar und Erwin Steinhauer.

(APA)

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