Immer noch 26,9 Prozent der Kinder in EU von Armut bedroht

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Österreich liegt mit 22,3 Prozent im unteren Drittel der EU-Staaten
Österreich liegt mit 22,3 Prozent im unteren Drittel der EU-Staaten - © APA
Der Anteil der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder ist in der EU von 2010 auf 2015 nur leicht von 27,5 auf 26,9 Prozent zurückgegangen. Die höchste Armutsgefährdung von Kindern gibt es in Rumänien mit 46,8 Prozent, die niedrigste Rate weist Schweden mit 14,0 Prozent auf. Österreich liegt hier laut Eurostat mit 22,3 Prozent im unteren Drittel der 28 EU-Staaten.

Die Entwicklung der fünf Jahre ist in der EU keineswegs einheitlich. In den einzelnen Staaten wurden teils gegenläufige Trends sichtbar. So stieg in Griechenland die Bedrohung von Kindern durch Armut und soziale Ausgrenzung von 28,7 auf 37,8 Prozent, während sie auf der anderen Seite in Lettland von 42,2 auf 31,3 Prozent zurückging. Österreichs Rate verringerte sich von 22,4 auf 22,3 Prozent.

Ein geringes Bildungsniveau der Eltern erhöht die Armutsbedrohung für ihre Kinder deutlich. In der EU lag die Gefährdung solcher Kinder bei Eltern mit niedriger Bildung bei 65,5 Prozent, mit mittlerer Bildung bei 30,3 Prozent und mit hoher Bildung bei nur mehr 10,6 Prozent. Extrem ist die Verteilung in der Slowakei mit 94,4 zu 26,2 zu 11,0 Prozent. In Österreich ist die Kluft zwischen den Bildungsschichten deutlich geringer – 57,6 zu 21,0 zu 14,4 Prozent.

(APA)

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