Immobilienpreise in Stadt Salzburg durch Pendler niedriger

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Der Zuzug von Pendlern könnte die Immobilienpreise in Salzburg weiter steigen lassen.
Der Zuzug von Pendlern könnte die Immobilienpreise in Salzburg weiter steigen lassen. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Eine vom ÖAMTC in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass Pendler einen positiven Einfluss auf die Immobilienpreise in der Mozarstadt haben. Zumindest, solange sie nicht selbst in die Stadt Salzburg ziehen. Das würde einen Preisanstieg von 923 Euro pro Quadratmeter bedeuten. Im viel diskutierten Pendlerticket sieht der ÖAMTC einen möglichen Auslöser für dieses Szenario.

In Österreich gelten über zwei Millionen Erwerbstätige als Pendler. Arbeitnehmer, die in den Landeshauptstädten arbeiten, jedoch nicht dort wohnen, entlasten die städtischen Immobilienmärkte massiv.

Zuzug hätte für Salzburg gravierende Folgen

Das ist die wichtigste Erkenntnis einer aktuellen Studie, die der ÖAMTC bei Prof. Michael Bräuninger (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg bzw. Economic Trends Research) in Auftrag gegeben hat. Für Salzburg hätte das gravierende Folgen: “Würde die Hälfte der rund 60.000 Einpendler in die Landeshauptstadt ziehen, so würden die Immobilienpreise in der Stadt Salzburg um 923 Euro pro Quadratmeter ansteigen, das bedeutet ein Plus von 34 Prozent“, rechnet ÖAMTC-Chef Erich Lobensommer vor. In weiterer Folge würden auch die Immobilien im Umfeld der Landeshauptstadt entsprechend teurer.

Pendlerticket als Auslöser für Landflucht?

Die Einführung des 700 Euro teuren Pendlertickets könnte neben den schon bestehenden Belastungen, unter denen die Pendler leiden, ein möglicher Auslöser für ein solches Landflucht-Szenario sein. “Die geplanten Maßnahmen beinhalten ganz deutliche Erschwernisse für die Pendler. Das könnte für viele, vor allem junge Leute, Anlass sein, in den Ballungsraum zu ziehen“, erläutert Lobensommer.

Studie untersucht Zuzug von 50 Prozent der Pendler

Untersucht wurden die Auswirkungen auf die Immobilienpreise in den Landeshauptstädten (exklusive Bregenz) bei einem Zuzug von 50 Prozent der Einpendler. Grundlage für die präsentierte Studie waren die Preise von gebrauchten Eigentumswohnungen von 2005 bis 2015 laut Immobilien-Preisspiegel der WKO. Durchgeführt wurde die Studie unter der Leitung von Michael Bräuninger (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg bzw. Economic Trends Research).

/Foto: Screenshot/ÖAMTC Preissteigerungen in den Landeshauptstädten je nach Zuzug der Pendler./Foto: Screenshot/ÖAMTC ©

Einschränkungen für Pendler belasten Wohnungspreise

Neben der sukzessiven Ausdünnung der Dörfer wären die Auswirkungen auf die städtischen Immobilienpreise enorm. “Steigt die Einwohnerzahl um ein Prozent, ziehen die Immobilienpreise um zwei Prozent an”, erklärt Professor Bräuninger den Zusammenhang. Die Konsequenz: Einschränkungen für Pendler belasten über die Immobilienpreise indirekt auch Stadtbewohner.

Öffis müssen attraktiver werden

Um solchen Entwicklungen gegenzusteuern, fordert der ÖAMTC seit langem den massiven Ausbau von Park & Ride Plätzen und Parkhäusern an der Peripherie der Landeshauptstadt sowie günstige Kombitickets für Parken und Öffis. „Viele Pendler sind sehr wohl zum Umstieg auf Öffis bereit, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen wie Abstellmöglichkeiten und attraktive Anbindungen stimmen“, sagt Lobensommer. Dass es funktionieren kann, zeigt sich eindrucksvoll entlang der S-Bahn und der Lokalbahn, die von den Pendlern sehr gut angenommen werden.

Pendlerticket soll 2018 kommen

Laut einem ORF-Bericht ist das Pendlerticket bereits fix und soll ab 2018 erhältlich sein. Allerdings könnte es bei dem von Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) vorgeschlagenen Preis von 700 Euro noch Änderungen geben. Die Bürgermeister der Umlandgemeinden wollen das Ticket nicht so einfach hinnehmen und fordern weitere Gespräche.

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