Immobilienpreise zogen heuer wieder spürbar an

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Im traditionell teuren Salzburg betrug der Preisanstieg zwischen 2 und 3 Prozent (Symbolbild).
Im traditionell teuren Salzburg betrug der Preisanstieg zwischen 2 und 3 Prozent (Symbolbild). - © APA/Georg Hochmuth/Archiv
Immobilien werden immer kostspieliger. Wohnungen und gebrauchte Häuser sind heuer in den ersten zehn Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 im österreichweiten Schnitt um mehr als vier Prozent teurer angeboten worden, wie aus dem aktuellen ImmoDEX des Online-Portals ImmobilienScout24 hervorgeht.

Jetzt ziehen vor allem die mittleren Preislagen nach oben; die Top-Segmente geben etwas nach.

Teuerung bei Grundstücken fällt deutlicher aus

Noch deutlicher als bei den Wohnungen und Häusern fiel die Teuerung von Grundstücken aus. Die Angebotspreise legten heuer österreichweit im Schnitt um knapp 6 Prozent zu, in Wien waren es durchschnittlich 4 Prozent. In der Bundeshauptstadt gab es zwischen Jänner und Oktober vor allem in Simmering (plus 10 Prozent), Währing (plus 9 Prozent) und Hernals (plus 8 Prozent) Ausreißer nach oben. Wien ist das bundesweit teuerste Pflaster – im Schnitt kostete ein Grundstück im Berichtszeitraum 895 Euro pro Quadratmeter. In Tirol waren es durchschnittlich 392 Euro (plus 9 Prozent), in Niederösterreich 119 Euro (plus 13 Prozent), im Burgenland 78 Euro (plus 14 Prozent) und in Kärnten 72 Euro (plus 12 Prozent).

Salzburg: Preisanstieg beträgt 2 bis 3 Prozent

Vereinzelt erreichen die Immobilienpreise aber auch bereits ihren Zenit, freilich auf hohem Niveau – in der Wiener Innenstadt sanken die Angebotspreise für neue Wohnungen im Zehnmonatszeitraum beispielsweise sogar um 4 Prozent; andernorts waren die Zuwächse gedämpft: die Hauspreise in Tirol erhöhten sich heuer etwa nur noch um 1 bis 1,5 Prozent zu, im ebenfalls traditionell teuren Salzburg betrug der Anstieg 2 bis 3 Prozent; in Graz verteuerten sich Häuser um weniger als 1 Prozent, in Bregenz zwischen 0 (neu) und 3 Prozent (gebraucht).

Preise in günstigeren Lagen ziehen an

Dafür gab es in mittleren und günstigen Lagen bzw. Bundesländern noch merklich mehr Spielraum nach oben, der heuer auch spürbar ausgenützt wird. Im Burgenland etwa zogen die Angebotspreise für Wohnungen und Häuser zwischen 6 und 7 Prozent an. Auffällige Preiszuwächse zwischen 7 und 9 Prozent gab es beispielsweise in den niederösterreichischen Bezirken Amstetten, Bruck/Leitha, Hollabrunn, Horn, Krems, Krems-Land und Lilienfeld. In der Steiermark war in bis dato günstigeren Bezirken wie Bruck, Mürzzuschlag, Deutschlandsberg und Hartberg-Fürstenfeld um etwa 6 bis 7 Prozent für den Hauskauf zu budgetieren. Auch in Wien zeigten die Preise in den billigeren Bezirken klar nach oben – in Simmering, Meidling und Donaustadt verteuerten sich die Häuser um mehr als 8 Prozent.

Eigenheim für viele nicht mehr zu finanzieren

Parallel zu den Immobilienpreisen schnellt die Nachfrage nach Mietwohnungen empor, da der Erwerb einer eigenen Bleibe immer schwerer leistbar erscheint. Das Angebot an Mietwohnungen hält damit aber laut ImmobilienScout nicht Schritt. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Integral zufolge finden 81 Prozent der Österreicher, dass man sich als Normalsterblicher den Kauf eines Eigenheimes praktisch nicht mehr leisten kann. Die Monatsmieten für neue und gebrauchte Wohnungen stiegen heuer bis Ende Oktober im österreichweiten Schnitt um rund 3 Prozent auf 11,90 bzw. 10,20 Euro pro Quadratmeter (ohne Betriebskosten).

(APA)

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