ImPulsTanz: Prix Jardin d’Europe an Samira Elagoz

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Samira Elagoz überzeugte Jury mit Dokumentarperformance
Samira Elagoz überzeugte Jury mit Dokumentarperformance - © APA
Zum Abschluss des Festivals ImPulsTanz sind am Sonntagabend im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz zwei Preise vergeben worden. Der mit 10.000 Euro Preisgeld und einer zweiwöchigen ImPulsTanz-Residenz 2018 dotierte Casinos Austria Prix Jardin d’Europe ging an Samira Elagoz für ihre Dokumentarperformance “Cock, Cock.. Who’s There?”, der FM4 Fan Award an Claire Vivianne Sobottke.

Unter den acht in der Nachwuchsreihe [8:tension] zur Auswahl gestandenen Stücken, die ein breites Spektrum an Themen und choreografischen Ansätzen umfassten, sei die Arbeit der 1989 in Helsinki geborenen und in Amsterdam lebenden Performerin Samira Elagoz besonders unter die Haut gegangen und im Gedächtnis geblieben, hieß es im Statement der Jury, bestehend aus Gurur Ertem (Istanbul), Philipp Gehmacher (Wien) und Inge Koks (Amsterdam). Mit Genre-Wechseln zwischen Performance, Doku-Fiktion und kreativer Dokumentation habe sich “Cock, Cock.. Who’s There?” als beunruhigende, zum Nachdenken anregende Untersuchung der Grauzonen zwischen Gewalt und Intimität, Realität und Erfindung, Leben und Kunst, Öffentlichkeit und Privatheit erwiesen und die Verschiedenartigkeit der Rollen, die jeder spiele, aufgezeigt.

Elagoz hatte auf Online-Plattformen mit Männern Kontakt aufgenommen, filmte deren erste Reaktion auf sie im Videochat oder auch die erste Begegnung, den ersten Kuss in der realen Welt. Für sie war es ein “soziales Experiment: Wie reagieren Männer auf eine junge attraktive Frau, die ihnen Aufmerksamkeit schenkt, und wie beeinflusst die Kamera ihr Verhalten?” Das Material floss in mehrere Projekte ein, darunter in ihren ersten Spielfilm “Craigslist Allstars”. In ihrer gut einstündigen Performance “Cock, Cock.. Who’s There?” zeigte Elagoz Auszüge aus den Projekten, spielte sie chronologisch als eine Art Recherchereise ein und kommentierte sie.

Claire Vivianne Sobottke, 1982 in Duisburg geboren, hatte bei ImPuls Tanz das Publikum mit ihren revuehaften “strange songs” begeistert, bei denen sie in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfte, von der Nymphe bis zur Diva.

(APA)

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