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In Salzburg eröffnete der erste Erfinderladen Österreichs

In Salzburg eröffnete der erste Erfinderladen Österreichs
Plastikhülsen, die das Wackeln von Klobrillen verhindern, biologisch abbaubare Gassi-Sackerl für Hunde, Handyhalterungen, Minisafes, die sich als Steine, Schrauben oder Getränkedosen tarnen: Das sind nur einige Innovationen, die es seit Freitag, im Salzburger Erfinderladen zu kaufen gibt.

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Es ist das erste Geschäft dieser Art in Österreich, sagte Unternehmer Klaus Weissenbäck bei einem Pressegespräch anlässlich der Eröffnung.

Der Erfinderladen verkauft mehr oder weniger nützliche und lustige Alltagsdinge, die kleinere und größere Probleme in den unterschiedlichsten Lebenslagen lösen helfen. Ein Clip markiert in Texten die jeweils letzte gelesene Zeile. Ein “Stichheiler” verhindert mit Wärme, dass die Haut nach Insektenstichen anschwillt. Und ein “Trinkfreund” erlaubt es, bei Stehpartys das Glas praktisch an einer um den Hals getragenen Halterung zu platzieren und beide Hände für das Essen frei zu haben. Der Verkauf von solchen Gegenständen ist für Weissenbäck nur eine Seite seines Geschäfts. Die eigentliche Aufgabe der Unternehmens ist es, Menschen mit gute Ideen zu begleiten, um die Erfindungen zur Marktreife zu führen.

Rund 1.000 Anfragen aus Österreich landen pro Jahr auf dem Schreibtisch von Weissenbäck, der vor zwei Jahren mit dem Erfinderladen als One-Man-Show in Salzburg gestartet ist. Mittlerweile hat er neun Mitarbeiter. Übernommen hat er das Konzept von den beiden Unternehmern Gerhard Muthenthaler und Marijan Jordan, die nach einem Start in Salzburg seit 2004 in Berlin mit dem Erfinderhaus.de tätig sind. Aus den 1.000 Anfragen kristallisieren sich pro Jahr 50 bis 60 Projekte heraus, die konkreter geprüft werden. Es geht darum, die Sinnhaftigkeit, das wirtschaftliche Potenzial und die technische Realisierbarkeit einer Idee abzuklopfen. Kommt ein Kooperationsvertrag zustande, dann unterstützt der Erfinderladen bei der Patentierung sowie bei der Suche nach Produktionsmöglichkeiten und nach Vertriebspartnern. In einem Online-Shop sowie im realen Geschäft in der Innsbrucker Bundesstraße in Salzburg wird getestet, ob es Interesse für ein Produkt gibt.

Aktuell betreut Weissenbäck beispielsweise ein Kärntner Holzbauunternehmen, das eine spezielle Frästechnik für Terrassenböden als Holz entwickelt hat, die verhindert, das bei Regen das Wasser am Holz stehen bleibt. Ein weiterer Partner ist ein gelernter Schlosser und CAD-Planer, der mit “Big Tee” ein Sitzmöbel für Golffans erfunden hat. Auf die Zusammenarbeit setzt auch ein Salzburger, der sich Quietschenten im Mozart-Look ausgedacht hat. Die Menschen, die sich an den Erfinderladen wenden, sind zu 90 Prozent Männer. Tüftler, die in ihrer Werkstatt daheim an Prototypen ihrer Idee arbeiten, sind ebenso darunter wie Unternehmer, die allein zu wenige Kapazitäten haben, eine Entwicklung zur Marktreife zu treiben.

Weissenbäck hat mit seinem Team ehrgeizige Pläne: Noch heuer soll es in Wien und Graz Filialen des Erfinderladens geben. Ziel ist es, in den nächsten Jahren flächendeckend in allen Landeshauptstädten vertreten zu sein. (APA)



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